Auf Grund des Weihnachtsmarktes der Fanszene, ging ich eigentlich davon aus, dass der Support eher so mäßig wird. Aber wenn man vornherein ne halbe Stunde weniger Zeit hat, sich dann aber eine 17 minütliche Zugabe „erkämpft“, kann man natürlich auch Vollgas geben. Ich fand es absolut brachial. Auch der Nürnberger Block gefiel mir gut.
Ich muss nicht alles verstehen und für mich selber gut finden. Ich werde Pyrotechnik, im Rahmen von Choreografien (wie bei uns gestern) immer tolerieren, soweit niemand gefährdet wird. „Einfach nur so“ Bengalos zu zünden, wie unsere Gäste es taten, nun ja… bräuchte ich nicht… ohne mich bis ins letzte Detail in die Materie einzuarbeiten, halte ich von Ultra als Subkultur sehr viel. Mittlerweile kenne ich Jungs aus meinem Freundeskreis/ Familienkreis die in diese Szene eingestiegen sind und darin Halt finden. Und das ist wichtig. Ich bin in einer anderen Subkultur groß geworden, aber ich behaupte mal, dass mir das in meinem weiteren Leben sehr gut tat und bis heute gut tut. Da passierten auch Dinge, mit denen ich nicht immer d‘accord ging. Wie im restlichen Leben gibt es sicher auch an der Ultraszene Dinge, welche man kritisieren kann, sogar muss… aber wenn man sich nicht nur mit den 90 Minuten im Stadion beschäftigt und mal über den Tellerrand schaut, bekommt man auch mit, was diese Subkultur auf die Beine stellt. Soziale und karitative Aktionen z.B.
Und deshalb kann ich auch die Petition absolut unterschreiben. Fußballfans sind keine Verbrecher!
Zum Spiel… es hat sich offensichtlich gelohnt, dass ich auf dem Weg zum Stadion meinen Tipp geändert habe. Wurde zwar kein 4:1, aber der Trend passt.