Ich verstehe die Emotionalität bei den sportlich abgestiegenen Vereinen im Vergleich zu Lok natürlich - aber die Statuten machen (leider) so Sinn, wie sie sind, finde ich. Das ist ja auch so begründet, dass bei Insolvenz ein Verein dieser Liga gewissermaßen über seine Verhältnisse gelebt hat. Hätte er das nicht, hätte er sich sportlich vielleicht gar nicht da befunden, wo er am Ende stand. Somit kann ich mich nicht hinstellen und sagen, Havelse ist "sportlich" abgestiegen, wenn ein Verein seinen Kader und alles mit Geld bezahlt hat, was er nicht hat.
Theoretisch hätte sich 1860 ja einen Rumpfkader zusammenbauen können, damit es wirtschaftlich besser wird, auch wenn das dann heißt, dass man sportlich vermutlich absteigt. In der Realität gehen die meisten Vereine aber das Risiko, also halten ihre hohen Standards oder gehen sogar noch mehr ins Risiko, um potenziell aufzusteigen und durch die Mehrgewinne dann der Entwicklung entgegenzuwirken. Geht man dann krachen, ist das dann so.
Im Prinzip ist der Fall 1860 das Paradebeispiel dafür, dass man NIEMALS (!!!!!!) sich einem Investor unterwerfen sollte. Dann gehe ich lieber als Verein schrittweise runter.