director
Vielleicht hat ein paar FCM Fans interesse in der folgende Lesung in Berlin...
LESUNG
Daniel Koerfer
HERTHA UNTERM HAKENKREUZ
Ein Berliner Fussballclub im Dritten Reich
Erst spaet hat sich der deutsche Fussball dazu entschlossen, seine oftmals problematische Rolle waehrend der nationalsozialistischen Herrschaft aufzuarbeiten. Zu den wenigen Vereinen, die diese Aufarbeitung einem professionellen Zeithistoriker anvertrauten, gehoert Hertha BSC.
Hertha war 1933, als die Nazis die Macht antraten, eine bekannte Groesse im deutschen Fussball. Die Mannschaft war 1930 und 1931 Deutscher Meister geworden und besass mit Hanne Sobek einen der populaersten deutschen Spieler in ihren Reihen. Ob die Anpassung an das neue Regime problemlos und mit vorauseilendem Gehorsam verlief, ob es verdeckten Widerstand gab, wie die juedischen Mitglieder aus dem Verein verdraengt wurden und welche Rolle der Fussball im Krieg spielte diesen Fragen ist Daniel Koerfer, Historiker an der FU Berlin, in einer aufwaendigen Recherche erstmals nachgegangen. Er stoeberte alte Akten mit Vereinsinterna auf, befragte Zeitzeugen und verfolgte die Lebenswege von Taetern wie Opfern.
Donnerstag, 10. September, 20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Kino Babylon Mitte
Rosa-Luxemburg-Str. 30
10178 Berlin
Kino 2, Eintritt: 3,- Euro
Die Lesung wird praesentiert vom Fanprojekt Berlin, Brot & Spiele e.V., dem Verlag
Die Werkstatt und Hertha BSC
Mit Unterstuetzung von http://www.thalia.de
director
Aerolith
was soll da rauskommen? wenn der eingetragene verein sich nicht an die deutschen gesetze gehalten hätte, wäre der verein verboten worden. ich möchte den verein heute sehen, der sich bewußt gegen die geltenden gesetze verhält. der verschwindet ganz schnell von der landkarte.
wogegen ich allerdings überhaupt nichts habe, das ist die befasse mit der eigenen geschichte. doch das ende der bewertung muß offenbleiben und nicht festgelegt, wie es bei solchen veranstaltungen immer ist.
gelöscht
[quote="Aerolith"]was soll da rauskommen? wenn der eingetragene verein sich nicht an die deutschen gesetze gehalten hätte, wäre der verein verboten worden. [b]ich möchte den verein [color=#800000]heute[/color] sehen, der sich bewußt gegen die geltenden gesetze verhält. der verschwindet ganz schnell von der landkarte. [/b]
wogegen ich allerdings überhaupt nichts habe, das ist die befasse mit der eigenen geschichte. doch das ende der bewertung muß offenbleiben und nicht festgelegt, wie es bei solchen veranstaltungen immer ist.[/quote]
Du vergleichst doch jetzt nicht wirklich die Gesetzgebung des Dritten Reiches mit der der Bundesrepublik Deutschland.
Oder habe ich Dich missverstanden?
Aerolith
lies, was ich schrieb, nicht, was du vielleicht lesen möchtest! ich erkläre doch nicht alles zweimal.
jens/k.
[quote="Aerolith"]lies, was ich schrieb, nicht, was du vielleicht lesen möchtest! ich erkläre doch nicht alles zweimal.[/quote]
[b]da gebe ich dir mal zu 100% recht[/b]
gelöscht
[quote="Aerolith"]lies, was ich schrieb, nicht, was du vielleicht lesen möchtest! ich erkläre doch nicht alles zweimal.[/quote]
Oooch,
da ist aber einer dünnhäutig...
Habe dich also falsch verstanden. ;)
Gut so.
SLNer
Da sieht man mal wieder wie "unbeschwert" wir mit unserer eigenen Geschichte umgehen können :==
Strelitzer
[quote="Aerolith"]was soll da rauskommen? ...[/quote]
Und wenn nur rauskommt, dass sowas wie Zivilcourage immer wichtig und Kadavergehorsam,
wie er im Dritten Reich von den meisten Deutschen leider praktiziert worden ist, keine Tugend
ist, dann haben sich solche Veranstaltungen bereits gelohnt.
Aerolith
ach, strelitze, das habe ich mir doch fast denken können, daß du hier wieder ein haar inner suppe zu finden glaubst... jibt es eigentlich irgendwas, wovon du ahnung hast?
lies mal den [i]werner holt[/i], dann bekommst du eventuell ne ungefähre ahnung, wie es mit dem kadavergehorsam der deutschen inner nazizeit aussah. ähnlicher mangel an zivilcourage wird auch von klischeeisierten und gleichgeschalteten BRD-bürgern behauptet, wenn se über die verhältnisse inner DDR (der nächsten diktatur) reden. ich denke da immer: da reden die blinden vonner farbe. aber bei dir habe ich das gefühl schon lange, daß du beim blindenschriftlesen glaubst, es sei grün.
Strelitzer
Keine Sorge, ich habe den [i]Werner Holt [/i]nicht nur einmal gelesen, weiß jetzt allerdings
nicht, was Du damit beweisen willst. Doch nicht etwa, das Zivilcourage ein Massenphänomen
im Dritten Reich war? Das war es genau wie in der DDR (zumindest bis '89) nämlich mitnichten.
Aber wie ich Dich bzw. Deinen historischen Sachverstand kenne, wird es Dir nicht schwer
fallen, den Gegenbeweis anzutreten...
Kille
...
Jörn
[quote="Aerolith"]ach, strelitze, das habe ich mir doch fast denken können, daß du hier wieder ein haar inner suppe zu finden glaubst... jibt es eigentlich irgendwas, wovon du ahnung hast?
lies mal den [i]werner holt[/i], dann bekommst du eventuell ne ungefähre ahnung, wie es mit dem kadavergehorsam der deutschen inner nazizeit aussah. ähnlicher mangel an zivilcourage wird auch von klischeeisierten und gleichgeschalteten BRD-bürgern behauptet, wenn se über die verhältnisse inner DDR (der nächsten diktatur) reden. ich denke da immer: da reden die blinden vonner farbe. aber bei dir habe ich das gefühl schon lange, daß du beim blindenschriftlesen glaubst, es sei grün.[/quote]
unabhängig davon, was kille schrieb ist das problem ja eben nicht dass westdeutsche das nicht kennen. viele glauben nur sie kennen es nicht. aber kadergehorsam gibt es im kleinen auch in der jetzigen zeit. gerade als fussballfan merkt man das viel häufiger als der nicht-fussball-fan-seiende. welche bevormundungen sich die vereine vom DFB, polizei und anderen stellen gefallen lassen, ist zuweilen nicht mehr schön.
Aerolith
eben, jörn. kadaver- resp. vorauseilenden gehorsam gab es immer und wird es immer geben. auch inner nazizeit. gesetze dienen immer den herrschenden, heißen sie nun superarierowitzsch oder abramowitzsch oder müller-thurgau.
riecht das nach anarchismus? mitnichten. nur der darf die gesetze brechen, dem sie heilig sind, sagte schon schiller. dummerweise brechen meist diejenigen die gesetze, denen sie nicht heilig, sondern nur im wege sind. und dann gibt es die, die gesetze für sich nutzen, vor allem die schlechten. aber das hat mit dem hakenkreuz genauso viel zu tun wie mit dem ährenkranz oder dem bundesadler. das ist ein ewiges gesetz des beflissenen arschandiewanddenunzianten, die es immer und zu allen zeiten geben wird.
wir erleben heute die negation des nazirassenwahns, die totale nivellierung all dessen, was in irgendeiner weise auf die zwölf jahre zwischen 33 und 45 rekurrieren könnte. wir erleben jeden tag die bewußte verneinung des eigenen zugunsten des fremden. wir werden dazu erzogen, die eigenen leute zu hassen und per se die anderen zu bewundern. wir mißtrauen uns selbst, aber den andern trauen wir uneingeschränkt, denn wir haben schuld. und wer dieses perfide spiel nicht mitspielt, der wird angegriffen, beschimpft und als rassist beschimpft und das nur, weil er eben das politisch korrekte spiel nicht mitspielt. ich bin gegner von allen, die sich ein ANTI aufs revers stecken: ich bin antikommunistgegner, antifaschistgegner, antirassistgegner, antidemokratgegner, antiklugscheißergegner... das ist, wie ich eben feststelle, eine contradictio in adiecto (ein widerspruch in sich selbst), also drücke ich es positiv aus: ich bin immer pro. wofür ich nicht sein kann, darüber habe ich noch nicht nachgedacht. besser?
gelöscht
Du warst, in meinen Augen, noch nie so nah dran, deine "wirklichen Befindlichkeiten" auszudrücken, wie hier.
In Ansätzen gehe ich mit Dir konform, Aero. In Ansätzen.
SLNer
...und ich nicht nur in Ansätzen, sondern uneingeschränkt! Sehr gut geschrieben Aero ;! Nach diesen Worten hab ich vergeblich gesucht :(
sgt.strong
[quote="Kille"] .[/quote]
mensch kille :? wer hat denn so viel zeit. :shock: :mrgreen:
Strelitzer
[quote="Aerolith"]eben, jörn. kadaver- resp. vorauseilenden gehorsam gab es immer und wird es immer geben. auch inner nazizeit. gesetze dienen immer den herrschenden, heißen sie nun superarierowitzsch oder abramowitzsch oder müller-thurgau.
riecht das nach anarchismus? mitnichten. nur der darf die gesetze brechen, dem sie heilig sind, sagte schon schiller. dummerweise brechen meist diejenigen die gesetze, denen sie nicht heilig, sondern nur im wege sind. und dann gibt es die, die gesetze für sich nutzen, vor allem die schlechten. aber das hat mit dem hakenkreuz genauso viel zu tun wie mit dem ährenkranz oder dem bundesadler. das ist ein ewiges gesetz des beflissenen arschandiewanddenunzianten, die es immer und zu allen zeiten geben wird.
wir erleben heute die negation des nazirassenwahns, die totale nivellierung all dessen, was in irgendeiner weise auf die zwölf jahre zwischen 33 und 45 rekurrieren könnte. wir erleben jeden tag die bewußte verneinung des eigenen zugunsten des fremden. wir werden dazu erzogen, die eigenen leute zu hassen und per se die anderen zu bewundern. wir mißtrauen uns selbst, aber den andern trauen wir uneingeschränkt, denn wir haben schuld. und wer dieses perfide spiel nicht mitspielt, der wird angegriffen, beschimpft und als rassist beschimpft und das nur, weil er eben das politisch korrekte spiel nicht mitspielt. ich bin gegner von allen, die sich ein ANTI aufs revers stecken: ich bin antikommunistgegner, antifaschistgegner, antirassistgegner, antidemokratgegner, antiklugscheißergegner... das ist, wie ich eben feststelle, eine contradictio in adiecto (ein widerspruch in sich selbst), also drücke ich es positiv aus: ich bin immer pro. wofür ich nicht sein kann, darüber habe ich noch nicht nachgedacht. besser?[/quote]
Nazi-Diktatur und Bundesrepublikanische Gesellschaft sind ja nun wohl doch Welten voneinander
getrennt. Die hiesige Demokratie hat gewiss ihre nicht zu kleinen Schwächen, dennoch ist sie
einer Diktatur jeglicher Coleur immer noch vorzuziehen. Ein Verfassungsgericht, welches über
dem Gesetzgeber steht, gab es nämlich weder unter Hitler noch unter Honecker. Brauchte man
ja auch nicht, waren doch der Führer bzw. die führende Partei nahezu unfehlbar... Gerade
deshalb wären mehr Zivilcourage und weniger Kadaver- bzw. vorauseilender Gehorsam um so
wichtiger gewesen. Auch die Hertha in Berlin bildete da jedoch leider keine Ausnahme von der
Regel, auch wenn es, wie der Autor des Buches schreibt, im Verein immer wieder Bestrebungen
gab, sich der politischen Beeinflussung durch die Nazis zu entziehen. Zumindest das ehrt einige
der damals Handelnden.
Warum sprichst Du überhaupt in der "wir"-Form? Mal abgesehen davon, dass Du nicht
differenzierst, ist die Mehrheit in diesem Lande sicher nicht bereit, Deinen Ansichten zu folgen.
Woran "wir" zum Beispiel Schuld sei sollen, weiß ich nicht. Solltest Du den letzten Weltkrieg
und seine Folgen meinen, liegst Du falsch. Hauptschuldige waren in diesem Fall nach allen
seriösen historischen Betrachtungen Hitler und seine Helfershelfer. "Wir" sollten allerdings auch
in der heutigen Zeit dafür Sorge tragen, dass sich solche Zustände in diesem Land nicht noch
einmal wiederholen. Wenn Du natürlich anderer Meinung bist, weil Du ja immer "pro" bist, musst
Du Dich aber auch nicht wundern, wenn Du in gewisse Ecken gestellt wirst.
Vielleicht solltest Du ja doch mal darüber nachdenken, wofür Du besser nicht sein solltest...
SLNer
Hast du wenigstens ansatzweise versucht Aeros Worte zu verstehen? Ich glaube nicht :(
Stell nur weiter alle in irgend eine "gewisse" Ecke :== Mehr schreib ich hier mal nicht ;)
Strelitzer
@SLNer
Hast Du wenigstens ansatzweise meinen Beitrag gelesen? Ich glaube nicht.
Weder habe ich Aero und schon gar nicht "alle" in gewisse Ecken gestellt.
Wenn das kleine Wörtchen "wenn" nicht wär...
Warum schreibst Du eigentlich "hier mal lieber nicht mehr"?