DAMIEN
[color=#FF0000]Vorweg, ich möchte mit diesem Artikel KEINE Parteienwerbung machen und bitte darum, anschliessende Antworten auch davon freizuhalten.[/color]
[b]Heute ist der "#optoutday".[/b]
Kurz, es treffen sich in vielen Städten Deutschlands Menschen vor ihrem Rathaus/Einwohnermeldeamt um gemeinsam ihren "Antrag auf Einrichtung von Übermittlungssperren" abzugeben. In Magdeburg nennt sich dieses Formular (Widerspruch gegen die Erteilung von Melderegisterauskünften gemäß §§ 30, 33 und 34 des Meldegesetzes des Landes Sachsen-Anhalt) und [url=http://www.magdeburg.de/media/custom/37_1923_1.PDF?loadDocument&ObjSvrID=37&ObjID=1923&ObjLa=1&Ext=PDF&_ts=1239695859]ist über diesen Link zu beziehen[/url].
Orte und Zeitpunkte der Aktionen der jeweiligen Städte findet man unter [url=http://www.optoutday.de/orte-und-planungen/]http://www.optoutday.de/orte-und-planungen/[/url]
Um einen kurzen Überblick über den Sinn dieser Aktion zu machen, sei nachfolgendes zitiert:
[quote]Warum ist es schädlich, wenn die Daten in Ämtern frei zur Verfügung stehen?
■[b]Hast Du Dich noch nie gefragt, woher die GEZ oder politische Parteien Deine Adresse haben, wo Du Dich doch nie bei denen gemeldet hast? [/b]
Die kommen direkt von deiner Stadt bzw. Gemeinde. Auch Kirchen und religiöse Gemeinschaften erhalten von dort Deine Daten und selbst an private Unternehmen wie Adressbuchverlage werden diese Daten von Deiner Stadt bzw. Gemeinde verkauft. Und das ist nur der erste Schritt für eine schöne Profildatei über Dich – Unternehmen machen richtig viel Geld damit, weil Sie die Daten, die sie direkt oder indirekt von Deiner Stadt / Gemeinde erhalten haben, zusätzlich aufbereiten. Einkaufsprofile, Bewegungsprofile – alles kann so einfach zusammengeführt werden. Und die Gemeindedaten können dabei sogar helfen, dass man Dich von der Wiege bis zur Bahre verfolgen kann – selbst über Umzüge hinweg.
.....
[b]Ist der Widerspruch bei der Meldebehörde wirklich so einfach, wie Ihr es darstellt?[/b]
■Bei vielen modernen Gemeinden ist es wirklich sehr einfach: Als Bürger geht man entweder zur Meldebehörde (meist ein Bürgeramt oder irgendwo im Rathaus bzw. Bezirkshaus untergebracht) oder kann sich sogar ein Formular aus dem Internet ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und zur Behörde senden. Nichtsdestotrotz würden wir es natürlich begrüßen, wenn Du zwecks Unterstützung der Aktion des OptOutDay mit uns am 17.09. auf dem für Dich zuständigen Amt persönlich erscheinst.
[b]Gibt es irgendwelche Nachteile, wenn ich von meinem Widerspruchsrecht Gebrauch mache?[/b]
■Ob Du es als Nachteil empfindest, wissen wir nicht, aber dennoch wollen wir natürlich darauf hinweisen, dass einiges ausbleiben wird: Du wirst z. B. nicht in der Zeitung stehen, wenn Du goldene oder diamentene Hochzeit feierst, es sei denn, Du oder ein Verwandter geben der Zeitung einen Tipp – die Gemeinde darf es nach Deinem Widerspruch nicht mehr. Auch wirst Du nicht an Deinem 100. Geburtstag erwähnt. Auch können dich Parteien nicht mehr gezielt z. B. als Erstwähler oder einer anderen Gruppe zugehörig mit Werbung versorgen – nur noch allgemein z. B. über Postwurfsendung, die jeder erhält. Ebenfalls wirst Du weniger personalisierte Werbung erhalten, wenn Du nicht mehr im Adressbuch stehst (wobei viele Werbeunternehmen Deine Adressdaten aus dem Telefonbuch nehmen, daher wäre zu überlegen, ob Du Dich bei Deinem Telefonanbieter auch aus dem Telefonbuch austragen lässt oder nur Deinen Namen ohne Adresse eintragen lässt – ja, das ist auch möglich. Beachte bitte weiterhin, dass über andere Aktionen wie Rabattkarten und Gewinnspiele – siehe oben – Deine Daten in der Werbewirtschaft gestreut werden).[/quote]
Quelle: http://www.optoutday.de
gelöscht
[quote="DAMIEN"]
Kurz, es treffen sich in vielen Städten Deutschlands Menschen vor ihrem Rathaus/Einwohnermeldeamt um gemeinsam ihren "Antrag auf Einrichtung von Übermittlungssperren" abzugeben. In Magdeburg nennt sich dieses Formular (Widerspruch gegen die Erteilung von Melderegisterauskünften gemäß §§ 30, 33 und 34 des Meldegesetzes des Landes Sachsen-Anhalt) und [/quote]
Habsch seit mehreren Jahren. Schicke Sache.