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[quote="[url=http://www.tageblatt.de/main.cfm?DID=1583835]Tageblatt[/url]"]Maurizio Greco stirbt auf dem Fußballplatz
Der Fußballer der TuS Güldenstern Stade bricht ohne äußere Einwirkung während des Spiel zusammen - Fußballer und Fans trauern um den 25-Jährigen
Stade. Jetzt erschüttert auch im Kreis Stade der Tod eines Fußballers die Menschen. Maurizio Greco ist tot. Der 25-Jährige brach ohne gegnerische Einwirkung am Sonntagnachmittag während der Oberligapartie zwischen TuS Güldenstern Stade und Lupo Martini Wolfsburg leblos zusammen. Die sofort eingeleitete Herz-Rhythmus-Massage setzte der Notarzt mit Reanimationsversuchen fort. Als Greco mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde, herrschte bei Fans, Vereinsverantwortlichen und Spielern auf der Camper Höhe Fassungslosigkeit. Wenig später war klar: Greco ist tot.
Die Nachricht kam kurz nach der Einlieferung ins Elbe Klinikum. Alle Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Grecos Familie und viele Mitspieler sowie Vereinspräsident Thomas Trabandt und Trainer Martin König waren mit ins Krankenhaus gefahren. Sie erfuhren die Todesnachricht dort. Nach ersten Aussagen starb Greco an plötzlichem Herzversagen.
Trainer Martin König: "Wir sind fassungslos, geschockt und tief traurig, unsere Gedanken sind jetzt bei der Familie." Der gebürtige Italiener Greco, der vor eineinhalb Jahren vom Buxtehuder SV zu Güldenstern Stade gewechselt war, hinterlässt seine Partnerin und einen drei Monate alten Sohn.
Auch die Gäste aus Wolfsburg reagierten äußerst betroffen. "Ich habe hier im Bus immer noch Spieler, die weinen", sagte Trainer Francisco Coppi einem Journalisten der Wolfsburger Nachrichten. Der Verein Lupo Martini wurde von italienischen VW-Mitarbeitern gegründet.
Viele Menschen reagierten geschockt. Lars Jagemann, Trainer des Liga-Konkurrenten und Nachbarn SV Drochtersen/Assel, brach die Pressekonferenz nach dem Spiel beim MTV Gifhorn sofort ab, als er von Grecos Tod erfuhr. "Wir haben die Nachricht mit Bestürzung aufgenommen. Es ist bei uns im Bus sehr ruhig", sagte D/A-Manager Rigo Gooßen. "Das ist einfach nur schlimm."
"Wir sind alle nur traurig und hilflos", sagte Carsten Schult, Manager des zweiten Stader Ligakonkurrenten SV Ahlerstedt/Ottendorf. Er frage sich, ob sein Verein auf einen vergleichbaren Fall vorbereitet sei und sofort helfen könnte.
Die Begegnung hatten die Mannschaften mit einer Trauerminute für den toten Nationaltorhüter Robert Enke begonnen, nicht ahnend, welche tragische Dimension die Stader Partie am Tag der Trauerfeier von Enke in Hannover bekommen sollte.
Maurizio Greco war in der 78. Minute beim Zurücklaufen aus dem Wolfsburger Strafraum ohne einen sichtbaren Grund zusammengebrochen und bewegungslos liegengeblieben. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt nach einem Freistoßpfiff unterbrochen. Der Stürmer und Stammspieler Greco war erst zur Halbzeit eingewechselt worden. Er hatte am Wochenanfang wegen einer Erkältung nicht trainiert. Mit sechs Toren in dieser Saison war er der erfolgreichste Torschütze des Oberligisten.
Krankenwagen und Notarzt wurden unmittelbar nach Grecos Zusammenbruch alarmiert. Allen war die Dramatik des Geschehens sofort klar. Der Krankenwagen kam nach zehn Minuten, der Notarztwagen wenige Minuten danach. Schon bevor der Krankenwagen eintraf, versuchten die Anwesenden, das Leben des Fußballers mit Herz-Rhythmus-Massage zu retten. Zuschauern und Spielern kam die Wartezeit auf die Rettungssanitäter wie eine Ewigkeit vor.
Dass Schiedsrichter Andre Schönheit die Begegnung kurz darauf auch offiziell abbrach, interessierte zu diesem Zeitpunkt niemanden mehr. Das Spiel muss nachgeholt werden. Wann TuS Güldenstern Stade wieder in den Punktspielbetrieb einsteigt, war am Sonntagabend völlig unklar. Das Güldenstern-Team wird sich am Dienstagabend erst einmal bei Trainer König treffen und den Versuch starten, das Erlebte zu verarbeiten.
Der Stader Kardiologe Dr. Stephan Brune ist seit vielen Jahren in der Sportmedizin tätig - unter anderem als Mannschaftsarzt diverser Handball-Nationalteams und beim VfL Fredenbeck. Das TAGEBLATT sprach mit ihm:
Wie ist so ein Todesfall auf dem Sportplatz überhaupt möglich?
Das lässt sich nur grundsätzlich beantworten: In nahezu allen diesen plötzlichen Todesfällen von Sportlern stellt sich heraus, dass eine offenbar nicht erkannte Erkrankung des Herzens vorgelegen hat. Ein herzgesunder Mensch fällt auch auf dem Sportplatz nicht einfach um.
Warum ist eine vorsorgliche Herz- untersuchung nicht Pflicht für alle Sportler oder Fußballer in dieser Klasse?
Genau darum kämpft die Sportmedizin - leider bisher nicht erfolgreich. Wir haben auch im Handball nur eine kardiologische Untersuchung für die A-Kader der Damen und Herren durchsetzen können.
Was müsste bei Sportlern untersucht werden?
Aus meiner Sicht ist ein Belastungs-EKG das absolute Minimum. Besser wäre natürlich noch eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens, mit der in 90 Prozent der Fälle eine Vorerkrankung zu erkennen wäre.
Nachruf: Unfassbare Trauer
Von Wolfgang Nitschke
Noch ist sie nicht verklungen, die Trauer über den Tod von Deutschlands Nationaltorhüter Robert Enke. Allgemeines Entsetzen und Nachdenken war Inhalt der letzten Tage, aber das Ganze war immerhin noch um einige Sphären entfernt - nämlich in der Nähe Hannovers. Jetzt ist das Unheil in unmittelbarer Nähe eingetroffen. Maurizio Greco ist tot. Der Spieler des TuS Güldenstern Stade starb auf dem Sportplatz Camper Höhe während des Spiels gegen den Gast aus Wolfsburg.
Maurizio Greco war lange Jahre Spieler des Buxtehuder SV, in seiner gesamten Zeit im Herrenfußball habe ich ihn als Trainer betreut. Auf dem Sportplatz in Altenwerder erhielt ich gestern die Nachricht, dass er während des Spiels zusammengebrochen war, Versuche zur Wiederbelebung waren eingeleitet. Wenig später dann der Anruf: Alles vergeblich, Maurizio ist verstorben. Wie soll man damit umgehen?
"Wen Gott am liebsten hat, den führt er jung heim." Kann eine derartige Botschaft das Ganze verständlich machen? Sicher nicht. 25 Jahre jung, das ganze Leben vor sich, ein junger Mann mit Erwartungen und Hoffnungen und alles vorbei?
"Mit dem Tode eines Menschen verliert man vieles - aber niemals die mit ihm verbrachte Zeit". Ich persönlich habe mit ihm jede Menge Zeit verbracht. Und ihn dadurch kennengelernt. Ein junger Mann, impulsiv bis zum Anschlag. Impulsiv - das ist das Schlagwort, mit dem Maurizio Greco, bei allen seinen Freunden unter Mauro bekannt, am besten charakterisiert wird. Impulsiv bedeutet leicht erregbar, aufbrausend, hitzköpfig - so kennen ihn viele seiner Kollegen und Mitstreiter. Aber diese Attribute beinhalten nur die eine Seite von Mauro, denn impulsiv bedeutet zugleich auch feurig, gefühlsbetont, emotional, aktiv, Willenskraft, Schneid und Schwung. All das verkörperte Mauro in einer Person, addierte Charme und Höflichkeit zusätzlich mühelos und war in dieser Kombination ein Mensch, der bleibenden Eindruck hinterließ - egal, wie man diese Facetten auch im Moment beurteilte.
Der Tod von Maurizio Greco hinterlässt unfassbare Trauer und Zweifel und einmal mehr die Erkenntnis, wie wichtig und unwichtig gewisse Dinge im Leben sind.
Wolfgang Nitschke hat Maurizio Greco viele Jahre lang beim Buxtehuder SV trainiert und ist TAGEBLATT-Kolumnist
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Uli Block 10
[quote]Griechenland: Herztod mit 31 Jahren
Larisa trauert um De Nigris
Der AE Larisa und die griechische Superleague trauern um den Stürmer Antonio De Nigris. Wie der griechische Klub mitteilte, verstarb der 31-jährige Mexikaner, der erst zu Saisonbeginn in Griechenland anheuerte, völlig überraschend am frühen Montagmorgen.
Antonio De Nigris verstarb im Alter von nur 31 Jahren.
© imago
De Nigris klagte in der Nacht zum Montag über Atemnot, seine Gattin rief sofort einen Krankenwagen, doch der 31-jährige verstarb vermutlich an Herzversagen noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Mexikaner kam in der laufenden Saison zu sechs Einsätzen in der griechischen Superleague, zuletzt am 9. Spieltag gegen Aris (2:2), als er nach einer strittigen Schiedsrichterentscheidung kurz vor der Pause die Rote Karte sah. Die Vereinsführung sowie seine Mitspieler sichern der Witwe "ihre Anteilnahme, Beileid und jegliche Unterstützung zu", hieß es in der Mitteilung von AE Larisa weiter.
Der mexikanische Nationalspieler (16 LS/vier Tore) kickte in seiner langen Karriere auch für den FC Villarreal und Polideportivo Ejido in Spanien und bei den türkischen Klubs Gaziantepspor, Ankaragücü und Ankaraspor. Auch bei seinem Heimatklub CF Monterrey herrschte tiefe Bestürzung über den Tod des Stürmers, wie Klubchef Jorge Urdiales mitteilte: "Wir werden seiner Familie und besonders seinem Bruder Aldo, der bei uns unter Vertrag steht, mit allen Mitteln beistehen."
De Nigris hinterlässt seine Frau Sonja und eine fünfjährige Tochter. Sein Leichnam soll nach Abschluss der Obduktion nach Monterrey überführt und dort beigesetzt werden [/quote]
http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/517143/artikel_Larisa-trauert-um-De-Nigris.html