FCMcrewBS
[quote="[url=http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/554739/artikel_502b1-regel-auf-dem-pruefstand.html]Kicker[/url]"]Heute Sitzung des Ständigen Schiedsgerichts"50+1-Regel" auf dem Prüfstand
Seit Jahren kämpft Martin Kind (67, Präsident Hannover 96) gegen die "50+1-Regel" - und darf sich bei der Sitzung des Ständigen Schiedsgerichts am heutigen Montag in Frankfurt Erfolgschancen ausrechnen.
Martin Kind hat das Schiedsgericht angerufen. Der Präsident von Hannover 96 droht mit dem Gang vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH), wenn "50+1" in der aktuellen Form bestehen bleibt. Rechtsexperten sind überzeugt, dass der EuGH "50+1" kippen würde. Dann wären dem Fußball Spielräume genommen, die momentan über einen Kompromiss noch möglich sind. "50+1" hängt wie das "Bosman-Urteil" des EuGH vom 15. Dezember 1995, das Entschädigungen beim Transfer eines Spielers nach Vertragsablauf verboten hat, wie ein Damoklesschwert über dem Fußball. Beim "Fall Bosman" hatte die UEFA die Zeichen nicht erkannt und verlor vor dem EuGH.
Wie stehen Sie zur 50 1-Regel?Wird "50+1" gekippt, sieht Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball die Liga "in ihren Grundfesten erschüttert". Er spricht von Wettbewerbsverzerrung und sagte in der Welt recht populistisch: "Solchen Zirkus wollen wir nicht, und wir wollen auch keine Profilneurotiker, die sich mit ihrem Geld in der Bundesliga ein Spielzeug zulegen." Martin Kind, der seit 1997 als Präsident von Hannover 96 den früheren Skandalverein in die Seriosität geführt hat, strebt (noch) einen Kompromiss an: "Es ist mein Wunsch, dass wir ein vertretbares Konsensmodell gemeinsam entwickeln."
Sein wichtigster Ansatz: "50+1" bleibt im Grundsatz erhalten, nur im Ausnahmefall und nach Überprüfung durch den Ligaverband darf die Möglichkeit eingeräumt werden, mehr als 50 Prozent der Anteile zu veräußern. Der Investor muss sich mindestens zehn Jahre engagieren. Bei Insolvenz des Investors oder Verstößen fallen die Anteile kostenlos an den Verein zurück. Bonität und Engagement des Investors sind jederzeit von der DFL zu überprüfen. Dieses Modell wurde von der Ligaversammlung am 10. November 2009 abgelehnt.
Kind, der seit Jahren mit Unterstützung des renommierten Sportrechtsanwaltes Christoph Schickhardt für sein Modell kämpft, hat gute Argumente. Denn seit 1999 bestehen große wettbewerbsrechtliche Bedenken. Damals rief der DFB die "Lex Bayer" ins Leben. Seither arbeitet die Fußball GmbH von Bayer Leverkusen als hundertprozentige Tochter der Bayer AG. Auch der VfL Wolfsburg unterliegt nicht mehr "50+1" und bei der TSG Hoffenheim wird das Kapital der Betreibergesellschaft zu 96 Prozent von Dietmar Hopp gestellt, auch wenn dessen Stimmrecht auf 49 Prozent beschränkt ist. Hopp meint, dass "50+1" vor dem EuGH keinen Bestand haben werde. Die "Lex Bayer" war der "Sündenfall", auf den sich die Gegner von "50+1" berufen. Das Ständige Schiedsgericht wird erfahrungsgemäß keine Sofort-Entscheidung treffen, sondern den Parteien wohl Lösungen aufzeigen und eine außergerichtliche Einigung empfehlen. Diese müsste über eine Mitgliederversammlung der 36 Klubs erfolgen. Martin Kind scheint beste Chancen zu haben, sein Modell im zweiten Anlauf durchzubringen.
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Dem Kind müsste man echt Tag und Nacht aufs Maul ...! :x
FCMcrewBS
appel
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[color=#FF0000]edit by s_e_b: ob der vergleich so passend war?[/color]
klopp
[quote][b]Streit um 50+1-Regel - Neuer Antrag von Kind[/b]
Überraschende Wende im Streit um die Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Profifußball: Bei der ersten Anhörung änderte Hannovers Präsident Martin Kind als Kläger seinen Antrag.
Überraschende Wende im Streit um die Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Profifußball: Bei der ersten Anhörung vor dem Ständigen Schiedsgericht des DFB in Frankfurt/Main änderte Hannovers Präsident Martin Kind als Kläger seinen Antrag. Damit bleibt die 50+1-Regel in ihrer jetzigen Form voraussichtlich erhalten.
Kind will nun nicht mehr in erster Linie die Investoren-Regel abschaffen, sondern die seit dem 1. Januar 1999 durch einen DFB-Paragraphen bestehenden Wettbewerbsvorteile von Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg angreifen.
[b]Kind bereit, durch alle Instanzen zu gehen[/b]
"Wir sind mit dem Änderungsantrag auf einem guten Weg. Eine Entscheidung wird aber vorerst nicht fallen. Sollte dem Antrag nicht stattgegeben werden, dann sind wir aber weiter bereit, durch alle Instanzen zu gehen", sagte Kind.
Damit ist allerdings nicht zu rechnen. Eine Entscheidung über den neuen Antrag wird das Schiedsgericht unter dem Vorsitzenden Udo Steiner zwar frühestens in zwei Monaten treffen, es läuft aber offenbar alles auf eine Änderung der Paragraphen für die im Januar 1999 vom DFB geschaffene "Lex Leverkusen und Wolfsburg" hinaus.
[b]Stichtag soll weg[/b]
In diesem Paragraphen heißt es, dass Investoren nur dann eine mehrheitliche Beteiligung an den Bundesligisten haben dürfen, wenn das Unternehmen vor dem Stichtag am 1. Januar 1999 bereits 20 Jahre im Klub aktiv war. Hannover hat nun die Abschaffung des Stichtags beantragt.
Damit könnten in Zukunft alle Bundesligisten mit Investoren zusammenarbeiten, die seit mehr als 20 Jahren im Verein aktiv sind. "Jemand, der seit 20 Jahren die Würste im Stadion verkauft, ist damit aber nicht gemeint", sagte Rechtsanwalt Peter Duvinage.[/quote]
Spox.com
Cartman
Unfassbar das der Kind immer noch eine der wohl besten und wichtigsten Regeln im deutschen Profifußball kippen will. :evil:
Carlito
Die Regel ist wichtig, sonst haben wir hier auch bald sowas wie Getafe Team Dubai!
appel
[quote="appel"].
[color=#FF0000]edit by s_e_b: ob der vergleich so passend war?[/color][/quote]
ich fand den Vergleich nicht nur richtig passend, sondern nicht mal untergürtellinienmäßig
bierbauchMD
Ich kenne mich in der Materie nicht so sehr aus, befürchte aber, daß der Prozeß in Richtung Abschaffung dieser Regel nicht aufzuhalten ist. Machen wir uns nichts vor, Leverkusen und Wolfsburg praktizieren das schon seit Jahren in zumindest ähnlicher Form. Wo wären diese absolut überflüssigen Vereine ohne das Zutun von Bayer und Volkswagen? RB Leipzig ist quasi ein Red Bull eigenes Produkt. Bei Hoffenheim weiß ich nicht so genau ob das als Spielzeug eines Einzelnen, oder als Projekt von SAP zu sehen ist.
Jedes dieser Beispiele [b]könnte[/b] vielleicht als Präzedenzfall von Kind angeführt werden.
Da können wir noch so zetern und wüten, den traditionellen Fußball, so wie wir uns ihn vorstellen, wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben. Der Kommerz wird ihn erbarmungslos auffressen. :(
madcynic
Wie weiter oben schon im Artikel steht: Diese Ausnahmeregelung für Bayer und VW wird dem DFB diesbezüglich das Genick brechen.
Allerdings halte ich die Regel selbst für absolut richtig.
bierbauchMD
[quote="madcynic"]Wie weiter oben schon im Artikel steht: Diese Ausnahmeregelung für Bayer und VW wird dem DFB diesbezüglich das Genick brechen.
[b]Allerdings halte ich die Regel selbst für absolut richtig[/b].[/quote]
In diesem Punkt sind wir uns wohl alle hier einig.
Nur, und das deutest Du ja mit Deinem Beitrag auch an, glaube ich nicht, daß diese Regel noch sehr lange Bestand hat. :|
Cartman
Wenn ich mich recht entsinne, haben B04 und WOB doch nur Sonderrechte, weil sie als BSG gegründet/verstanden wurden oder? Ich will keine Scheichs oder Oligarchen die sich ihre Fußballvereine kaufen wie ein paar Schuhe! :== :evil:
[b]Gegen den "modernen" Fußball![/b]
gelöscht
[url=http://www.hannover96.de/CDA/fans/lob-kritik.html]klick[/url] oder [url=http://www.hannover96.de/CDA/fans/gruesse-und-glueckwuensche.html]klick[/url].
madcynic
Die Regel ist wohl die: Wer zum Stichtag 1.7.1999 seit 20 Jahren in einem Verein engagiert war, der darf auch weiter mehr als 50%-1 besitzen.
Gefreiter a.D.
Umfrage zum Thema:
http://www.fanprojekt-magdeburg.org/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=442&catid=37&Itemid=63
klopp
Mitjemacht ;)