Schnatterinchen
Schnatterinchen
Der aktuelle FCM-Ligakontrahent, der FC Carl-Zeiss Jena, scheint sich scheinbar einen "guten Investoren" an Land gezogen zu haben.
Dank seiner Unterstützung, und nur durch diese, sind die Jenenser wieder in der 3.Liga angekommen.
Und wie es aussieht, scheint er viel Dinge im Sinne des FCCZ zu händeln:
[url=http://www.liga3-online.de/carl-zeiss-jena-investor-verzichtet-auf-millionen-rueckzahlung/]Carl Zeiss Jena: Investor verzichtet auf Millionen-Rückzahlung[/url]
Olaf1968
Was stimmt mit Dir eigentlich nicht?
Schnatterinchen
[quote="Toralf"][b]Super, er hat 2 Millionen Euro gestundet anstatt den Verein in die Insolvenz zu treiben. Ein Investor der mal mitdenkt. :wtf:
Wenn er keine Lust mehr hat ist Jena auf einen Schlag insolvent. Tolle Aussichten, auch finanziell jemals da wieder raus zu kommen. 3,6 Mio Kredit abarbeiten, da fällt mir eigentlich nur ein Weg für Jena ein...[/b][/quote]
Die andere Seite der Medaille ist doch die, dass Jena ohne diesen Investor dort wäre, wo sich der VfB Pößneck derzeit befindet und das wollte sicherlich kein Jenenser Fußballfan gern haben, wie auch keiner der fast 20.000 FCM-Fans, die am Sonntag zu hauf, zum alten Ostderby, in die MDCC-Arena pilgern.
Von daher gilt der Dank dem Herrn Roland Duchâtelet, dass er diese sicherlich interessante Spiel ermöglichen konnte. 8-)
Jörn
wenn sie damals in Insolvenz gegangen wären, wären sie jetzt schuldenfrei, hätten noch alle Anteile am eigenen verein und würden Regionalliga spielen oder wären trotzdem dritte Liga. ist ja schon ein paar Jährchen her, da hätte die zeit ausgereicht sich ausreichend zu berappeln.
Schnatterinchen
[quote="Jörn"][b]wenn sie damals in Insolvenz gegangen [u]wären[/u], wären sie jetzt schuldenfrei, [u]hätten[/u] noch alle Anteile am eigenen verein und würden Regionalliga spielen oder [u]wären[/u] trotzdem dritte Liga. ist ja schon ein paar Jährchen her, da [u]hätte[/u] die zeit ausgereicht sich ausreichend zu berappeln.[/b][/quote]
Das sind mir zu viele hätte und wäre, aber die Möglichkeit dazu war durchaus da.
Schauen wir dochmal kurz nach Aachen, an den neuen Tivoli, was dort so eine Insolvenz für Behagen oder doch Unbehagen bringen kann und ich vermute mal, wenn die die Uhr nochmal zurück drehen könnten, würden die jetzt liebend gern einen Investor mit ins Boot holen. Nicht desto trotz kann dieser Investor, nach der nun zigsten Insolvenz immer noch ins Boot steigen.
Der so ungeliebte Herr Kölmel hat z.B. schon einmal gezeigt, wie man Schwarz-Gelb am Ende in die 2. Liga führen und der Verein dann am Ende schuldenfrei dastehen kann.
Vllt. klappt es auch wieder in Aachen. 8-)
Jenau
[quote="Schnatterinchen"][quote="Jörn"]wenn sie damals in Insolvenz gegangen [u]wären[/u], wären sie jetzt schuldenfrei, [u]hätten[/u] noch alle Anteile am eigenen verein und würden Regionalliga spielen oder [u]wären[/u] trotzdem dritte Liga. ist ja schon ein paar Jährchen her, da [u]hätte[/u] die zeit ausgereicht sich ausreichend zu berappeln.[/quote]
Das sind mir zu viele hätte und wäre, aber die Möglichkeit dazu war durchaus da.
Schauen wir dochmal kurz nach Aachen, an den neuen Tivoli, was dort so eine Insolvenz für Behagen oder doch Unbehagen bringen kann und ich vermute mal, wenn die die Uhr nochmal zurück drehen könnten, würden die jetzt liebend gern einen Investor mit ins Boot holen. Nicht desto trotz kann dieser Investor, nach der nun zigsten Insolvenz immer noch ins Boot steigen.
Der so ungeliebte [b]Herr Kölmel[/b] hat z.B. schon einmal gezeigt, wie man Schwarz-Gelb am Ende in die 2. Liga führen und der Verein dann am Ende schuldenfrei dastehen kann.
Vllt. klappt es auch wieder in Aachen. 8-)[/quote]
Bist du sicher, dass der Geldgeber für die Strukturen und Arbeiten der letzten 10 Jahre verantwortlich ist? Oder sind das die Vereinsverantwortlichen, die sowohl den Karren in den Dreck, als auch aus dem Dreck fahren können?
Schnatterinchen
Wie meinst du das jetzt konkret?
FCMSRO
[quote="Schnatterinchen"][size=100]Das sind mir zu viele hätte und wäre[/size][/quote]
Du kleiner Selbstdarsteller.
im Fußball ist viel hätte und wäre. Hätte Viktoria Köln, welches in 2 Religationsspielen die bessere Mannschaft war, sich durchgesetzt, wäre Jena immer noch 4. Liga. Hätte Jena den Gang in die Insolvenz angetreten, könnte man heute auch da stehen können, wo sie jetzt stehen. Um aufzuzeigen, wie eine Insolvenz ablaufen kann, muss man nicht nach Aachen gucken, da reicht der Blick vor die eigene Haustür.
Klehmchen
[quote="Schnatterinchen"]Der aktuelle FCM-Ligakontrahent, der FC Carl-Zeiss Jena, scheint sich scheinbar einen "guten Investoren" an Land gezogen zu haben.
Dank seiner Unterstützung, und nur durch diese, sind die Jenenser wieder in der 3.Liga angekommen.
Und wie es aussieht, scheint er viel Dinge im Sinne des FCCZ zu händeln:
[url=http://www.liga3-online.de/carl-zeiss-jena-investor-verzichtet-auf-millionen-rueckzahlung/]Carl Zeiss Jena: Investor verzichtet auf Millionen-Rückzahlung[/url][/quote]
Köstlich sowas als guten Investor zu bezeichnen. Das ist reine Ausbeuterei. Investor würde doch investieren bedeuten. Das heißt, man bezahlt eine Summe X und kriegt dafür als Gegenleistung Anteile an der Firma bzw. in diesem Fall dem Verein. Bekommen hat er fast 50% der Stimmrechte. Investiert hat er dagegen nichts. Er hat dem Verein einen Kredit zur Verfügung gestellt und diesen jetzt "großzügig" gestundet und keineswegs auf irgendetwas verzichtet. Wenn Jena mal Gewinn erwirtschaftet bekommt er sein komplettes Darlehen samt Zinsen zurück und hält immer noch fast 50% der Stimmanteile. Das ist doch reinste Ausbeuterei. In der freien Wirtschaft würde man sowas als Kredithai bezeichnen...
Schnatterinchen
[quote="FCMSRO"]
[b]Um aufzuzeigen, wie eine Insolvenz ablaufen kann, muss man nicht nach Aachen gucken, da reicht der Blick vor die eigene Haustür.[/b][/quote]
Dazu kenne ich jetzt deine Haustür zu wenig, um das beurteilen zu können. 8-)
Ein aktueller Blick z.B. nach Pößneck, zum dortigen VfB, unserem ehemaligen Ligakontrahenten bzw. dem der Jenenser, zeigt, der Weg von der untersten Klasse bis hin zurück, zum bezahlten Fußball, ist ein extrem weiter und steiniger Weg und dem möchte man keinem Tradiotionsverein und vor allen Dingen nicht seinen Fans zwingend zumuten. Pößneck ist nun nicht gerade ein Traditionsverein, aber die benannten Sorgen mit einer Insolvenz haben sie gerade und müssen das Ding mit aller sportlichen Härte durchziehen.
[quote="Klehmchen"][b]Er hat dem Verein einen Kredit zur Verfügung gestellt und diesen jetzt "großzügig" gestundet und keineswegs auf irgendetwas verzichtet. Wenn Jena mal Gewinn erwirtschaftet bekommt er sein komplettes Darlehen samt Zinsen zurück und hält immer noch fast 50% der Stimmanteile. Das ist doch reinste Ausbeuterei. In der freien Wirtschaft würde man sowas als Kredithai bezeichnen...[/b][/quote]
Was ist jetzt an dem Darlehen vom Herrn Duchâtelet unseriös, dass dun ihn als Kredthai bezeichnen musst?
Geht die Kiste den Bach runter, ist er seine Kohle los, sprich er trägt das Risiko gemeinsm mit den Kernbergern. Kommt die große Kohle dann irgendwann, will er natürlich sein Geld zurück haben, was durchaus verständlich ist. Letztendlich ist es eine Win-Win-Situation von der beide Seiten partizipieren. :thumbup:
Lief in Dresden nicht viel anders und die Dynamos sind im Rückblick sicherlich dankbar darüber.
FCMSRO
[quote="Schnatterinchen"][quote="FCMSRO"]
[b]Um aufzuzeigen, wie eine Insolvenz ablaufen kann, muss man nicht nach Aachen gucken, da reicht der Blick vor die eigene Haustür.[/b][/quote]
Dazu kenne ich jetzt deine Haustür zu wenig, um das beurteilen zu können. 8-)
[/quote]
Du bist schon ziemlich blöd, das ist ja bekannt. Du brauchst dich aber nicht dümmer stellen als du ohnehin schon bist.
Jörn
bei Pößneck weiß man doch noch gar nicht welche Auswirkungen die Insolvenz hat. die haben doch jetzt erst angemeldet. abgestürzt bis in die kreisoberliga sind die ganz ohne Insolvenz. hat also damit überhaupt nichts zu tun.
und in Aachen entschied man sich aktuell dafür lieber nochmal zwei ligen runter zu gehen als einen Investor mit ins boot zu holen. insofern ist deine aussage, dass sie im Rückblick liebend gern einen Investor gehabt hätten wohl falsch, wenn sie es nicht mal jetzt wollen.
man kann halt sein Tafelsilber nur ein einziges mal verschleudern. bringt ein paar jahre vielleicht was, vielleicht auch nicht. und dann hat man 100 jahre bzw. bis in alle Ewigkeit diese verkauften Anteile nicht mehr zur verfügung und kriegt in all der zeit auch kein zusätzliches Geld von dem Eigentümer. klingt wie das schlechteste vorstellbare Geschäft für einen Fußballverein.
Schnatterinchen
[quote="Jörn"][b]und in Aachen entschied man sich aktuell dafür lieber nochmal zwei ligen runter zu gehen als einen Investor mit ins boot zu holen. insofern ist deine aussage, dass sie im Rückblick liebend gern einen Investor gehabt hätten wohl falsch, wenn sie es nicht mal jetzt wollen.[/b][/quote]
Dass sie es nicht wollen ist so nicht korrekt. Das Nichtwollen ist die Sichtweise bestimmter Fans und deckt sich sicherlich mit deiner persönlichen Sichtweise zum Thema.
Von der Regionalliga zurück in die Landesliga ist sicherlich nicht der Wunsch der gemäßigten Fans bzw. der langjährigen Sponsoren.
Die Allemania spielt derzeit immer noch in der RL und nicht bereits in der [url=http://www.reviersport.de/345714---aachen-landesliga-neustart-alternative-zum-investor.html]Landesliga[/url] und auch die [url=http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/alemannia-philipp-favorisiert-die-investoren-loesung-1.1521810]Stadtväter[/url] favorisieren eher eine Investorenlösung, zu mal [url=http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/investoren-stellen-alemannia-knifflige-hausaufgaben-1.1518137]Herr Kölmel Gewehr bei Fuß steht[/url].
Es sei denn du hast bessere und aktuellere Quellen als ich zur Sache, die das Thema [url=http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/potenzielle-alemannia-investoren-wir-sind-keine-heuschrecken-1.1517149]Investor in Aachen[/url] komplett verwerfen. Zur Zeit ist man mal wieder dabei sich intern neuaufzustellen, um dann vllt. doch mit Kölmel zusammenarbeiten zu wollen.
Jörn
ja, aber auch hier ist die Insolvenz nicht der grund warum sie so tief gefallen sind bzw. ist die Insolvenz folge einer kapitalen Fehlentscheidung. Nämlich ein eigenes Stadion zu bauen. Das ist ihnen so richtig um die Ohren geflogen. Da hätte ein Investor kurzzeitig Geld gebracht. sie brauchten aber über sehr lange zeit immer viel Geld um das Stadion abzubezahlen. Der Investor hätte nur kurz das Loch gestopft und 5 Jahre später wären die gleichen Probleme wieder da gewesen.
Die Lösung wäre nicht gewesen den Verein zu verkaufen sondern das Stadion und dafür einen Investor finden bzw. das von vornherein gar nicht erst selbst zu bauen.
Schnatterinchen
Das sehe ich grundsätzlich nicht viel anders. Großkotzige Entscheidungsträger im Verein haben dort falsche Entscheidungen getroffen, zum Leidwesen vieler Fußballfans.
Allein kommen die Aachener aus diesem Elend, in den nächsten 10-15 Jahren, nicht mehr raus, da hilft nur ein guter Investor, wie z.B. Kölmel, der dem Verein das Stadionproblem abnimmt und ihm die Luft zum Atmen gibt.
Klehmchen
[quote="Schnatterinchen"][quote="FCMSRO"]
[b]Um aufzuzeigen, wie eine Insolvenz ablaufen kann, muss man nicht nach Aachen gucken, da reicht der Blick vor die eigene Haustür.[/b][/quote]
Dazu kenne ich jetzt deine Haustür zu wenig, um das beurteilen zu können. 8-)
Ein aktueller Blick z.B. nach Pößneck, zum dortigen VfB, unserem ehemaligen Ligakontrahenten bzw. dem der Jenenser, zeigt, der Weg von der untersten Klasse bis hin zurück, zum bezahlten Fußball, ist ein extrem weiter und steiniger Weg und dem möchte man keinem Tradiotionsverein und vor allen Dingen nicht seinen Fans zwingend zumuten. Pößneck ist nun nicht gerade ein Traditionsverein, aber die benannten Sorgen mit einer Insolvenz haben sie gerade und müssen das Ding mit aller sportlichen Härte durchziehen.
[quote="Klehmchen"][b]Er hat dem Verein einen Kredit zur Verfügung gestellt und diesen jetzt "großzügig" gestundet und keineswegs auf irgendetwas verzichtet. Wenn Jena mal Gewinn erwirtschaftet bekommt er sein komplettes Darlehen samt Zinsen zurück und hält immer noch fast 50% der Stimmanteile. Das ist doch reinste Ausbeuterei. In der freien Wirtschaft würde man sowas als Kredithai bezeichnen...[/b][/quote]
Was ist jetzt an dem Darlehen vom Herrn Duchâtelet unseriös, dass dun ihn als Kredthai bezeichnen musst?
Geht die Kiste den Bach runter, ist er seine Kohle los, sprich er trägt das Risiko gemeinsm mit den Kernbergern. Kommt die große Kohle dann irgendwann, will er natürlich sein Geld zurück haben, was durchaus verständlich ist. Letztendlich ist es eine Win-Win-Situation von der beide Seiten partizipieren. :thumbup:
Lief in Dresden nicht viel anders und die Dynamos sind im Rückblick sicherlich dankbar darüber.[/quote]
Natürlich ist das hoch unseriös. Wenn du ein Unternehmen hast und holst dir einen Investor ins Boot läuft das doch ganz anders ab. Sagen wir mal dein Unternehmen wird mit 10 Mio euro bewertet, dann kommt ein Investor und gibt dir für 10% des Unternehmens 1 Mio Euro. Dafür partizipiert er dann eben später an den Gewinnen der Firma. Du musst aber die 1 Mio Euro nicht zurückzahlen, denn dafür hat er ja 10% des Unternehmens erhalten. Machst du nie Gewinn und dein Unternehmen geht den Bach runter, hat der Investor halt sein Geld verbrannt - unternehmerisches Risiko.
Nun kommt aber hier Duchatelet an. Gleiches Beispiel in dem wir Jena mal als Unternehmen bezeichnen. Wird wieder mit 10 Milllionen bewertet. Nun kauft er die Hälfte des Vereins und gibt als Kaufpreis ein Darlehen über im konkreten Fall wohl insgesamt 4 Mio Euro. Geht das Unternehmen den Bach runter, kriegt er seine Kohle nie wieder - unternehmerisches Risiko. Machst das Unternehmen dagegen Gewinne, dann partizipiert er nicht nur prozentual an den Gewinnen, nein er kann erstmal, wenn er will den kompletten Gewinn einstreichen, weil der Verein davon den Kredit erstmal zurückzahlen muss. Gelingt das dem Verein, dann kriegt Duchatelet sein komplettes "Investment" samt Zinsen wieder und behält trotzdem knapp die Hälfte des Vereins und kassiert auch in Zukunft weiter mit an den Gewinnen.
Weil du damit wahrscheinlich immer noch nicht verstanden hast, warum ich sowas als Kredithai bezeichne mach ich es mal einfach. Du baust dir ein Haus und weil du nicht genu Eigenkapital hast gehst du zu deiner Hausbank. Die gibt dir einen Kredit über 150.000 Euro mit gut 2% Zinsen und du kannst dein Haus bauen und dort einziehen. Nun zahlst du schön deine 150.000 Euro + Zinsen ab, bist am Ende von 20-30 Jahren vielleicht dadurch 200.000 Euro losgeworden und wenn dein Kredit dann abbezahlt ist, gehört der Bank trotzdem noch die Hälfte deines Hauses. Hallo, was soll der Scheiß denn?
Genau wegen dieser verfehlten Investorenpolitik und wahrscheinlich Leuten wie dir in Führungsebenen sind viele Vereine dank Kölmel abgesoffen. Ich will jetzt Kölmel damit gar nicht die Schuld in die Schuhe schieben. Aber hier wird doch einfach nur ein Darlehen zu unverhältnismäßigen Konditionen rausgehauen. Hier wird so getan, als wenn man dem Verein damit kurzfristig massiv hilft die sportliche Situation zu verbessern. Aber genau das darf eben nicht passieren. Wenn man Kredite in Beine investiert wird über kurz oder lang nur ein Bruchteil der Vereine genug Rendite erzielen können um aus dem Kredit wieder herauszukommen. In der 3.Liga können eben von 20 Vereinen nur maximal 3 aufsteigen, in der Regionalliga 60, 70 Vereinen nur maximal 3 Vereine. Da müssen welche auf der Strecke bleiben, egal wie gut sie ihren Kader aufbauen. Du musst also das Geld in die Basis und die Infrastruktur stecken, um nicht nach 2-3 Jahren das Geld verbrannt zu haben und jedesmal nur Zweiter geworden zu sein und dir dann den guten Kader nicht mehr leisten zu können. Aber Basis und Infrastruktur bringen keine Rendite in 2-3 Jahren. Die bringen Rendite vielleicht in 10 Jahren, wenn du gut ausgebildete Jugendspieler vielleicht mal für 50.000 oder 100.000 Euro verkaufen kannst und das wahrscheinlich auch nicht jedes Jahr.
Schnatterinchen
Machen wir es doch nicht komplizierter als es ist, ohne "Belgische Schokolade" wäre in Jena schon längst das Licht ausgegangen und der kleine Verein wäre, ohne Stadion und ohne Flutlicht, in einer so kleinen Stadt wie Jena, mausetot. Die wären nach meinen Dafürhalten nie wieder zurückgekommen und hätten sich das Schicksal von Stahl Brandenburg hier im Osten oder von Tennis Borussia teilen können.
Mit Herrn Duchâtelet spielen sie jetzt 3. Liga, bauen demnächste ein neues Stadion bzw. bekommen wieder eine Flutlichtanlage.
Nun sag wir als Fußball-Fan, welches Los das schlechtere ist?
Und was ist mit Dynam Dresden? Geht es denen trotz ihrer Kölmel-Liaison wirklich so schlecht?
Klehmchen
[quote="Schnatterinchen"]Machen wir es doch nicht komplizierter als es ist, ohne "Belgische Schokolade" wäre in Jena schon längst das Licht ausgegangen und der kleine Verein wäre, ohne Stadion und ohne Flutlicht, in einer so kleinen Stadt wie Jena, mausetot. [/quote]
Hier ging es aber nicht darum, ob Jena mausetot wäre oder nicht. Der Eingangspost zielte daraufhin, dass sich Jena einen guten Investor an Land gezogen hat. Das sehe ich eben nicht so und habe dir dargelegt, warum ich Duchatelet nicht für einen guten Investor halte. Wenn dich die Beantwortung solcher Fragen nicht interessiert, dann brauchst du so einen Thread nicht aufmachen.
P.S. Wir waren auch schon mal so ziemlich mausetot und insolvent und spielen jetzt auch 3.Liga und haben ein neues Stadion bekommen und das ganz ohne Investor. Vielleicht mit etwas Hilfe der Stadt, aber das wäre in Jena genauso möglich, zumal Jena jetzt als Stadt nicht so schlecht da steht für eine Ost-Stadt.
Arpi
[quote="Klehmchen"][quote="Schnatterinchen"][quote="FCMSRO"]
[b]Um aufzuzeigen, wie eine Insolvenz ablaufen kann, muss man nicht nach Aachen gucken, da reicht der Blick vor die eigene Haustür.[/b][/quote]
Dazu kenne ich jetzt deine Haustür zu wenig, um das beurteilen zu können. 8-)
Ein aktueller Blick z.B. nach Pößneck, zum dortigen VfB, unserem ehemaligen Ligakontrahenten bzw. dem der Jenenser, zeigt, der Weg von der untersten Klasse bis hin zurück, zum bezahlten Fußball, ist ein extrem weiter und steiniger Weg und dem möchte man keinem Tradiotionsverein und vor allen Dingen nicht seinen Fans zwingend zumuten. Pößneck ist nun nicht gerade ein Traditionsverein, aber die benannten Sorgen mit einer Insolvenz haben sie gerade und müssen das Ding mit aller sportlichen Härte durchziehen.
[quote="Klehmchen"][b]Er hat dem Verein einen Kredit zur Verfügung gestellt und diesen jetzt "großzügig" gestundet und keineswegs auf irgendetwas verzichtet. Wenn Jena mal Gewinn erwirtschaftet bekommt er sein komplettes Darlehen samt Zinsen zurück und hält immer noch fast 50% der Stimmanteile. Das ist doch reinste Ausbeuterei. In der freien Wirtschaft würde man sowas als Kredithai bezeichnen...[/b][/quote]
Was ist jetzt an dem Darlehen vom Herrn Duchâtelet unseriös, dass dun ihn als Kredthai bezeichnen musst?
Geht die Kiste den Bach runter, ist er seine Kohle los, sprich er trägt das Risiko gemeinsm mit den Kernbergern. Kommt die große Kohle dann irgendwann, will er natürlich sein Geld zurück haben, was durchaus verständlich ist. Letztendlich ist es eine Win-Win-Situation von der beide Seiten partizipieren. :thumbup:
Lief in Dresden nicht viel anders und die Dynamos sind im Rückblick sicherlich dankbar darüber.[/quote]
Natürlich ist das hoch unseriös. Wenn du ein Unternehmen hast und holst dir einen Investor ins Boot läuft das doch ganz anders ab. Sagen wir mal dein Unternehmen wird mit 10 Mio euro bewertet, dann kommt ein Investor und gibt dir für 10% des Unternehmens 1 Mio Euro. Dafür partizipiert er dann eben später an den Gewinnen der Firma. Du musst aber die 1 Mio Euro nicht zurückzahlen, denn dafür hat er ja 10% des Unternehmens erhalten. Machst du nie Gewinn und dein Unternehmen geht den Bach runter, hat der Investor halt sein Geld verbrannt - unternehmerisches Risiko.
Nun kommt aber hier Duchatelet an. Gleiches Beispiel in dem wir Jena mal als Unternehmen bezeichnen. Wird wieder mit 10 Milllionen bewertet. Nun kauft er die Hälfte des Vereins und gibt als Kaufpreis ein Darlehen über im konkreten Fall wohl insgesamt 4 Mio Euro. Geht das Unternehmen den Bach runter, kriegt er seine Kohle nie wieder - unternehmerisches Risiko. Machst das Unternehmen dagegen Gewinne, dann partizipiert er nicht nur prozentual an den Gewinnen, nein er kann erstmal, wenn er will den kompletten Gewinn einstreichen, weil der Verein davon den Kredit erstmal zurückzahlen muss. Gelingt das dem Verein, dann kriegt Duchatelet sein komplettes "Investment" samt Zinsen wieder und behält trotzdem knapp die Hälfte des Vereins und kassiert auch in Zukunft weiter mit an den Gewinnen.
Weil du damit wahrscheinlich immer noch nicht verstanden hast, warum ich sowas als Kredithai bezeichne mach ich es mal einfach. Du baust dir ein Haus und weil du nicht genu Eigenkapital hast gehst du zu deiner Hausbank. Die gibt dir einen Kredit über 150.000 Euro mit gut 2% Zinsen und du kannst dein Haus bauen und dort einziehen. Nun zahlst du schön deine 150.000 Euro + Zinsen ab, bist am Ende von 20-30 Jahren vielleicht dadurch 200.000 Euro losgeworden und wenn dein Kredit dann abbezahlt ist, gehört der Bank trotzdem noch die Hälfte deines Hauses. Hallo, was soll der Scheiß denn?
Genau wegen dieser verfehlten Investorenpolitik und wahrscheinlich Leuten wie dir in Führungsebenen sind viele Vereine dank Kölmel abgesoffen. Ich will jetzt Kölmel damit gar nicht die Schuld in die Schuhe schieben. Aber hier wird doch einfach nur ein Darlehen zu unverhältnismäßigen Konditionen rausgehauen. Hier wird so getan, als wenn man dem Verein damit kurzfristig massiv hilft die sportliche Situation zu verbessern. Aber genau das darf eben nicht passieren. Wenn man Kredite in Beine investiert wird über kurz oder lang nur ein Bruchteil der Vereine genug Rendite erzielen können um aus dem Kredit wieder herauszukommen. In der 3.Liga können eben von 20 Vereinen nur maximal 3 aufsteigen, in der Regionalliga 60, 70 Vereinen nur maximal 3 Vereine. Da müssen welche auf der Strecke bleiben, egal wie gut sie ihren Kader aufbauen. Du musst also das Geld in die Basis und die Infrastruktur stecken, um nicht nach 2-3 Jahren das Geld verbrannt zu haben und jedesmal nur Zweiter geworden zu sein und dir dann den guten Kader nicht mehr leisten zu können. Aber Basis und Infrastruktur bringen keine Rendite in 2-3 Jahren. Die bringen Rendite vielleicht in 10 Jahren, wenn du gut ausgebildete Jugendspieler vielleicht mal für 50.000 oder 100.000 Euro verkaufen kannst und das wahrscheinlich auch nicht jedes Jahr.[/quote]
Auch wenn es nicht direkt um einen Kredit geht, aber Kallnik spricht gerade heute beim Medienpartner davon, dass nach seinem Amtsantritt die zur Verfügung stehenden Gelder erst mal wieder etwas mehr auf die Männermannschaft umgeleitet worden sind, sprich in Beine investiert worden ist. Denn ohne ein Aushängeschild im halbwegs sportlichen Soll nutzen dir auch die tollsten Rahmenbedingungen und Jugendarbeit nichts, weil einfach keine nennenswerten Einnahmen damit generiert werden. Da kann man dann sportlich auch schon 1 x Zweiter und 2 x Vierter werden, aber die sportliche Perspektive nach mehr ist da und das wird von den Fans ( anhand der Zuschauerzahlen messbar) honoriert. 50.000 oder 100.000 Euro für nen Jugendspieler sind doch keine nennenswerten Einnahmen (Im Vergleich zu den TV-Geldern für eine Drittligasaison, das wären dann ca. ein Verkauf von 10-15 Jugendspieler pro Saison um die gleichen Einnahmen zu erzielen)