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ist der neue Einbürgerungstest des BMI .
[quote]BMI veröffentlicht Fragenkatalog zum Einbürgerungstest
Das Bundesministerium des Innern hat heute den Fraktionen des Deutschen Bundestages den Entwurf der Verordnung zur Kenntnis zugeleitet, die ab dem 1. September 2008 einen bundeseinheitlichen Einbürgerungstest einführt. Das Richtlinienumsetzungsgesetz vom 19. August 2007 hat das Bundesministerium des Innern ermächtigt,die Prüfungsmodalitäten des Einbürgerungstests und das Curriculum für den Einbürgerungskurs durch Rechtsverordnung ohne Parlamentsvorbehalt und ohne Beteiligung des Bundesrats zu regeln. Dies steht im Einklang mit dem Konzept „Bundeseinheitliche Standards für das Einbürgerungsverfahren“, auf das sich die Innenministerkonferenz am 31. Mai/01. Juni 2007 mit dem Bund verständigt hatte. Die Verordnung wird dem Bundeskabinett zur Kenntnisnahme vorgelegt und Anfang August 2008 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Der „Gesamtkatalog der für den bundeseinheitlichen Einbürgerungstest vorgesehenen Prüfungsfragen“ wird als Anlage zur Verordnung mit veröffentlicht. Dieser Fragenkatalog wurde neben den Bundestagsfraktionen auch den Bundesressorts und den Innenministerien und Senatskanzleien für Inneres der Länder übersandt und ist unter http://www.bmi.bund.de ab sofort abrufbar.
Die Fragen wurden vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) der Humboldt Universität Berlin innerhalb eines Jahres entwickelt und in konkrete Prüfungsbögen mit je 33 Fragen umgesetzt. Grundlage für die Entwicklung war der im Curriculum für den ländereigenen Einbürgerungskurs detailliert nach Thema, Feinlernziele, Lerninhalte etc. beschriebene Lernstoff. Das dem Test vorausgesetzte Sprachniveau B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens wird auch für die Einbürgerung gefordert. Die für die Zulassung als verbindliche Prüfungsbögen vorgesehenen Exemplare hat das IQB nach wissenschaftlichen Kriterien an verschiedenen Vergleichsgruppen unter Praxisbedingungen testen lassen. Diese waren Hauptschüler, Realschüler, Schüler Berufsbildender Schulen mit und ohne Migrationshintergrund sowie Teilnehmer an Integrationskursen. Auch die nach der Integrationskursverordnung berufene Bewertungskommission, die sich aus Vertretern von Bundes- und Länderressorts sowie aus Experten der Politischen Bildung und der Sprachvermittlung zusammensetzt, hat sich damit vertieft befasst.
Das IQB ist eine von allen 16 Bundesländern gemeinsam finanzierte Einrichtung, die eine hervorragende wissenschaftliche Qualität und nationale und internationale Reputation im Bereich der Entwicklung und Überprüfung von Bildungsstandards (z.B. PISA-Studie) besitzt und für die Kultusministerkonferenz arbeitet.
Mit dem bundeseinheitlichen Einbürgerungstest sollen „Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland“ nachgewiesen werden. Diese werden ab dem 1. September 2008 als zusätzliche Einbürgerungsvoraussetzung in § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 des Staatsangehörigkeitsgesetzes verlangt. Dabei handelt es sich um einen Multiple-Choice-Test, der pro Frage vier Antwortmöglichkeiten vorgibt, von denen jeweils nur eine richtig ist. Wer auf dem Prüfungsfragebogen 17 der 33 Fragen richtig angekreuzt hat, hat den Test bestanden. In jedem Prüfungsfragebogen sind drei landesbezogene Fragen enthalten, die von der Grundfragestellung der zehn Landesfragen im Gesamtkatalog zwar gleich, aber von Testteilnehmern im jeweiligen Bundesland spezifisch zu beantworten sind, wie zum Beispiel die Frage nach Landeswappen oder Landeshauptstadt. Der Test kann unabhängig davon abgelegt werden, ob zuvor ein Einbürgerungskurs besucht worden ist; er kann auch wiederholt werden. Zu allen 310 Fragen des Gesamtfragenkataloges werden kurz gefasste schriftliche Hintergrunderläuterungen veröffentlicht, die auch eine individuelle Vorbereitung ermöglichen.
Die Stadt- oder Kreisverwaltungen beraten Einbürgerungswillige, ob sie bereits die sonstigen, insbesondere die zeitlichen Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen. Sie informieren auch darüber, wo sie gegebenenfalls einen Sprachtest und wo sie den Einbürgerungstest ablegen können. Ein bestandener Einbürgerungstest gilt nicht als Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse.
Weitere Informationen:
Bundeseinheitlicher Einbürgerungstest - allgenmeine Fragen (Download) - Gesamtkatalog der für den Einbürgerungstest zugelassenen Prüfungsfragen
300 allgemeine Fragen aus den Themenfeldern
* "Leben in der Demokratie",
* "Geschichte und Verantwortung" sowie
* "Mensch und Gesellschaft"
entsprechend dem Rahmencurriculum zum Einbürgerungskurs
sowie 10 landesbezogene Fragen, die nur für das jeweilige Bundesland zu beantworten sind:
* Baden-Württemberg
* Bayern
* Berlin
* Brandenburg
* Schleswig-Holstein
* Hamburg
* Hessen
* Mecklenburg-Vorpommern
* Niedersachsen
* Nordrhein-Westfalen
* Rheinland-Pfalz
* Saarland
* Sachsen
* Sachsen-Anhalt
* Schleswig-Holstein
* Thüringen
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http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2008/07/Fragenkatalog__Einbuergerungstest.html
[url=http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Themen/Staatsangehoerigkeit/DatenundFakten/Einburgerungstest__allgemein,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Einburgerungstest_allgemein.pdf]Allgemeiner Test[/url]
[url=http://www.bmi.bund.de/Internet/Content/Common/Anlagen/Themen/Staatsangehoerigkeit/DatenundFakten/Einburgerungstest__SachsenAnhalt,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Einburgerungstest_SachsenAnhalt.pdf]Zusätzlicher Test Sachsen-Anhalt[/url]
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"Niemand überfordert"
Schäuble verteidigt Einbürgerungstest
Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den zum Teil scharf kritisierten Einbürgerungstest für Ausländer verteidigt. "Da wird keiner überfordert", sagte er der "Stuttgarter Zeitung".
"Wir sind großzügig in der Gewährung der deutschen Staatsbürgerschaft, aber die Einbürgerung ist nicht voraussetzungslos. Ein Hochschulstudium setzt sie jedoch nicht voraus." Der Test sei "nicht so anstrengend wie die Führerscheinprüfung", er diene nicht dazu Gesinnungen oder Überzeugungen abzufragen.
Mit dem bundesweit einheitlichen Test sollen Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland nachgewiesen werden. Das Bundesinnenministerium hat die insgesamt 310 Fragen im Internet veröffentlicht. Es handelt sich um 300 allgemeine Fragen aus den Themenfeldern "Leben in der Demokratie", "Geschichte und Verantwortung" sowie "Mensch und Gesellschaft".
Der Einbürgerungstest
Haben Sie das Zeug zum "echten Deutschen"? Machen Sie hier den
Textdokument Einbürgerungstest
Hinzu kommen jeweils 10 landesspezifische Fragen für jedes Bundesland. Vom 1. September an muss jeder Einbürgerungswillige einen Fragebogen mit 33 Fragen beantworten. Kreuzt er bei mindestens 17 Fragen die richtige Vorgabe an, hat er den Test bestanden.
Kritik kam von Deutsch-Türken, Grünen und Linken. Die Türkische Gemeinde in Deutschland kündigte an, die Fragen zum deutschen Staat, zu Gesellschaft und Geschichte an Ständen etwa in Berlin auch Deutschen vorzulegen. Ihr Vorsitzender Kenan Kolat kritisierte, dass auch Einstellungen abgefragt würden. "Das finden wir nicht gut."
Der Grünen-Politiker Volker Beck kritisierte: "Die Einbürgerung soll nicht erleichtert, sondern erschwert werden." Er sagte der "Berliner Zeitung" (Mittwoch): "Hier wird ein Wissen abverlangt, über das die meisten Deutschen wohl erst verfügen, wenn sie ein Semester Staatsrecht studiert haben."
Die FDP-Innenpolitikerin Gisela Piltz betonte in der Zeitung zwar, dass Einbürgerungswillige Kenntnis von deutschen Gesetzen, Werten und der Kultur besitzen sollten. "Ob aber Fragen nach dem Rosenmontag oder Abendgymnasien geeignet sind zu erkennen, ob die Voraussetzungen für eine Einbürgerung vorliegen, ist zweifelhaft." Einige Fragen erinnerten sie an das TV-Quiz von Jörg Pilawa.
Der CSU-Abgeordnete Max Straubinger kritisierte unterdessen das neue Konzept für die leichtere Zuwanderung ausländischer Fachkräfte.
"Unser Arbeitsmarkt ist auch jetzt nicht vernagelt", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Er forderte, das inländische Arbeitskräfte-Potenzial zu nutzen. "Bei den Arbeitsagenturen sind fast 11000 arbeitslose Elektro- und Maschinenbauingenieure gemeldet." Es gebe "jede Menge Qualifizierungsangebote durch die Bundesagentur, die Arbeitgeber auch endlich wahrnehmen müssen".[/quote]
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Hessen
Der irritierende Einbürgerungstest
Am 1. September kommt der Einbürgerungstest. Unklar ist jedoch, welche Personengruppen die Prüfung machen müssen. Viele hessische Migranten sind verunsichert. Von Canan Topçu
VON CANAN TOPçU
Die Entscheidung ist gefallen. Orhan Danisan will Deutscher werden. Am Dienstagmorgen sitzt er im Warteraum der Einbürgerungsbehörde, wartet, dass seine Nummer aufgerufen wird.
Orhan Danisan stammt aus der Türkei, ist 42 Jahre alt und lebt seit 1992 in Deutschland. Vor einiger Zeit war er schonmal in der Rottweiler Straße, hat sich über die Einbürgerungsvoraussetzungen erkundigt und nun die nötigen Unterlagen mitgebracht. Über türkischen Zeitungen hat er erfahren, dass vom 1. September an auch ein Einbürgerungstest erforderlich ist.
Orhan Danisan ist sich nicht sicher, ob er die Prüfung bestehen würde; spaßeshalber lässt er sich auf die Fragen ein. Der aus Mittelanatolien stammende Mann ist um Antworten verlegen. Manch eine Frage versteht er nicht einmal inhaltlich. "Ich werde mich auf den Test vorbereiten müssen", erklärt der 42-Jährige.
Der Einbürgerungstest
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Textdokument Einbürgerungstest
"Was ist keine staatliche Gewalt in Deutschland?" lautet eine der Fragen. Der Test besteht aus 33 Fragen, die aus 310 Fragen zusammengestellt werden, die mit vier möglichen Antworten nach dem Multiple-Choice-Prinzip zu beantworten sind. Den Fragenkatalog hat das Bundesinnenministerium am Montag im Internet veröffentlicht.
"Ich bin vom Test nicht betroffen", kommentiert ein anderer Antragsteller das Frage-Antwort-Spiel im Warteraum. Er sei Student, erklärt der aus Marokko stammende 26-Jährige. So sicher sollte er sich aber nicht sein. Denn wie von Martin Jungnickel, Leiter des Einbürgerungsdezernats im Regierungspräsidium Darmstadt, zu hören ist, sind die Testverordnungen noch nicht bekannt.
Es ist also noch nicht endgültig geklärt, welche Personengruppen vom Einbürgerungstest befreit sein werden. Fest stehe, dass Ausländer, die in Deutschland mindestens einen Hauptschulabschluss gemacht haben, keine Prüfung ablegen müssen. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind all jene, die im Herkunftsland zur Schule gegangen sind und hier die Hochschule besucht haben beziehungsweise noch studieren, vom Test nicht befreit. Ob Antragsteller, die hier keine Schule besucht, aber eine Ausbildung gemacht haben, befreit werden, sei noch unklar.
Der Einbürgerungstest
Bereits im im Frühjahr 2007 verständigte sich die Innenministerkonferenz auf "bundeseinheitliche Standards für das Einbürgerungsverfahren". Der Einbürgerungstest gilt ab dem 1. September. Unklar ist, welche Personengruppen die Prüfung machen müssen. Am Montag ist der Fragenkatalog im Internet veröffentlich worden.
Der Test besteht aus 33 Fragen und wird aus 310 Fragen zusammengestellt; wobei drei der zu beantwortenden Fragen je nach Bundesland variieren. Die Prüfung erfolgt nach Multiple-Choice-Prinzip, bestanden hat der Einbürgerungswillige, wenn er mindestens 17 Fragen richtig beantwortet hat. Abgefragt wird Wissen aus drei Bereichen "Politik in der Demokratie", "Geschichte und Verantwortung" und "Mensch und Gesellschaft".
Die Fragen sind vom Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen entwickelt worden. Der Einbürgerungstest kostet 25 Euro und kann beliebig oft wiederholt werden.
Diese und andere Fragen beschäftigen dieser Tage auch Thomas Blank als Leiter der Abteilung Staatsangehörigkeit im Standesamt. Blank und seine Mitarbeiter sind um Antworten verlegen, wenn bei Beratungsgesprächen die Frage nach Institutionen gestellt wird, die in Frankfurt die Vorbereitungskurse anbieten und die Prüfungen abnehmen werden.
Seinen gestrigen Arbeitstag hat Blank am Kopierapparat begonnen und die vom Bundesinnenministerium ins Internet gestellte Mitteilung über den Einbürgerungstest vervielfältigt. "Wir möchten unseren Kunden die Informationen mitgeben", so Blank. Bis zur Mittagszeit ließen sich 59 Personen in der Einbürgerungsabteilung des Standesamts beraten. Manch einer wollte sich auch über den Einbürgerungstest informieren. " Es gibt aber noch viele Unklarheiten", erklärt der Abteilungsleiter.
Vieles sei unklar, sagt auch Barbara Çakir-Wahl, Leiterin der Volkshochschule (VHS) Frankfurt. Es sei schon ein "Ärgernis", dass die Zeit zwischen der Veröffentlichung des Fragenkatalogs und des Inkrafttretens des Gesetzes so knapp sei. Bundesweit werden nämlich die Volkshochschulen den Test und die Vorbereitungskurse auf jeden Fall anbieten. "Wir müssen uns mit dem Test doch methodisch beschäftigen, um die Inhalte entsprechend vermitteln zu können", sagt Çakir-Wahl. Auch wenn es für die Dozenten in Stress ausarten werde: Spätestens Ende August werde die VHS den ersten Vorbereitungskurs anbieten.
Vom "theoretischen Ansatz her" sei der Test in Ordnung, meint Jungnickel. Veröffentlicht werden müssten aber nicht nur die Fragen, sondern auch die Antworten, damit sich Antragsteller selbst vorbereiten können. Jungnickel geht davon aus, dass die Einführung des Einbürgerungstest zum Rückgang der Antragszahlen führen wird.[/quote]
[quote]Leitartikel
Falsches Signal
Von Canan Topçu
Kein Politiker, der hinter dem Einbürgerungstest steht, würde offen aussprechen wollen, welche Wirkung das Prüfungsverfahrens auch haben wird: Es wird Einbürgerungswillige abschrecken. Noch weniger Zuwanderer als bisher werden sich dazu entschließen, einen Antrag zu stellen. Und es werden nicht nur die "Ausländer" sein, die befürchten, die Prüfung nicht zu bestehen.
Der vom 1. September an geltende Test kann beliebig oft wiederholt werden, und früher oder später - also entweder bereits beim ersten Mal oder aber bei der x-ten Wiederholung - würde wohl auch der "dümmste" Einbürgerungswillige 17 der 33 Fragen richtig beantworten können. Nur: Es ist kaum anzunehmen, dass sich Antragsteller, die durchgefallen sind, sich wieder und wieder einer Prüfung aussetzen wollen.
Der Einbürgerungstest
Haben Sie das Zeug zum "echten Deutschen"? Machen Sie hier den Einbürgerungstest
Das Argument für den Einbürgerungstest wird von Befürwortern gebetsmühlenartig wiederholt: Von Einwanderern, die deutsche Staatsangehörige werden wollen, sei zu erwarten, dass sie über Kenntnisse zur Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland verfügen.
In der Tat: Es kann erwartet werden, dass sich die Menschen, die an dem deutschen Pass interessiert sind, auch für dieses Land interessieren; dass sie wissen, wie das Leben tickt, wie die Politik funktioniert und welche Pflichten und Rechte sie als Staatsbürger haben. Und es kann auch nicht schaden, das eine oder andere über Kunst und Kultur zu wissen. Das Interesse von Zugewanderten für die Bundesrepublik wird ganz gewiss nicht über die Vorbereitung auf den Einbürgerungstest geweckt.
Der von den Innenministern abgesegnete Fragenkatalog wirft mehr Fragen auf als er beantwortet. Da wäre zunächst einmal die Frage nach den Erfahrungen mit all den bisher Eingebürgerten zu stellen. Seit 1980 sind rund zwei Millionen Ausländer deutsche Staatsbürger geworden: Welche Probleme haben diese Menschen denn bereitet? Warum sieht sich die deutsche Politik so im Zugzwang? Warum diese Hast, mit der der Beschluss vom vergangenen Jahr nun umgesetzt werden soll? Weder den Einbürgerungsbehörden noch den Institutionen wie der Volkshochschule, die auf die Prüfung vorbereiten und den Test abnehmen sollen, bleibt Zeit, sich selbst vorzubereiten.
Der Einbürgerungstest setzt ein falsches Signal, auch wenn immer wieder betont wird, wie locker doch die "Prüfungsordnung" sei und Kenntnisse abgefragt werden, die zu wissen keineswegs schaden können. Der Einbürgerungstest erweckt den Eindruck, dass von Ausländern eine Bedrohung ausgeht und daher weitere Hürden notwendig sind, um zu verhindern, dass sie als deutsche Staatsbürger zu einer noch größerer Gefahr werden. Der Test wird das gesellschaftliche Klima nicht erwärmen, sondern das Misstrauen von Einheimischen gegenüber Eingewanderten nur verstärken.[/quote]