Jonny
Also beim oberen Teil gebe ich dir recht. Mit der zusätzlichen Aussage, dass wir nicht zwingend von der Kreativität, sondern gerne auch von gewonnenen Eins-Gegen-Eins oder Eins-Gegen-Zwei-Situationen gelebt haben. Dass uns die Qualität für diesen Stil fehlt, sehe ich genauso. Aber ob es mit einem anderen Stil so viel besser wäre, wage ich zu bezweifeln. Hansa spielt es ganz anders und ist damit auch null erfolgreich.
Ich bin mir aber nicht so sicher, ob das Stadion mit mehr Risiko so viel besser reagieren würde. Letztendlich bedeutet Risiko immer, man nimmt in den Kauf, dass das Ding wie ein Bumerang zurückkommt und ich glaube, gehäuft Chancen der anderen sehen, halten viele nicht aus. Wenngleich es am Ende sowieso egal ist, wie ein Stadion das Spiel findet.
Unmotiviert finde ich übertrieben und dem körperlichen Aufwand, den sie betreiben, nicht angemessen.
Einen Umbruch sehe ich aber auch durchaus als richtig, denn dieser Kader so wird es wohl immer schwerer haben.
Maßlos enttäuscht war ich überhaupt nicht und wenn dann viel mehr nach dem Lautern-Spiel. Diese jedoch mit uns zu vergleichen ist eine schöne theoretische Spielerei, aber weit entfernt der Realität, weil das gar nicht zu unserer Mannschaft passt. Das einem Rahmen zuzuordnen finde ich auch unangemessen, denn letztendlich war das heute die Mannschaft gegen Fürth und vor 50 Jahren eine ganz andere Truppe. Es bestehen vielleicht zeitliche Vergleichbarkeiten aufgrund des 8. Mai in der Nähe, aber inhaltlich sind es zwei Welten, die man nicht vermischen sollte. Ich erwarte nicht, dass die Spieler von heute die Mannschaft von vor 50 Jahren vertreten. Das würde Krügel und allen auch gar nicht gerecht werden. Das war ihr Erfolg und ganz allein ihrer. Das feiert man trotzdem und genauso, egal wie es heute lief.