Blausiegel
Fetzt. Vielleicht kann man ja mit so nem Teil endlich Leute halb schneiden. Was mich irritiert, ist dass man immernoch auf Wasserwerfer setzt. Mit einem Laserstrahl oder Schnellfeuergewehren könnte man erheblich nachhaltiger für bleibende Erinnerungen sorgen.
Ansonsten: Typen, die Autos anstecken und Polizeiwachen attackieren haben einfach nur einen an der Waffel. So viel fehlgeleitete Energie.
montipauli
Bitte nicht verharmlosen. Einen an der Waffel.. das reicht nämlich leider nicht. Diese Typen sind hochgradig kriminell. Und ich habe Angst davor, am 2.Jan. wieder lesen zu müssen dass Einsatzkräfte an ihrer Drecksarbeit gehindert wurden in der Silvesternacht durch Gewalt dieser Typen. Und unter Einsatzkräften darf man auch Feuerwehr und sonstige Rettungskräfte verstehen. Alles vorgekommen, verschärft in der letzten Silvesternacht. Größtenteils nur noch krank im Suff.
Kille
...
Blausiegel
So sieht das aus. Aber wir sollten realistisch bleiben: die 50 Millionen für neue Wasserwerfer sind wesentlich sinnvoller angelegt, als in irgendwelchen sozialen Projekten. Für das Geld könnte man doch höchstens eine halbe, auf ein Jahr befristete Sozialarbeiterstelle schaffen. Und möchtest Du Deine Steuern in irgendsoeinen halbgewalkten Sozi investiert wissen, der sich die Haare nicht schneiden lässt und Karohemden trägt? Da ist mir so ein in schickem Blau gehaltener, alle Beteiligten begeisternder Tankwagen doch allemal lieber.
Kann man die Dinger mit CS-Gas "laden"?
montipauli
Kille: Ich (und sicher viele andere) gebe Dir da recht. Es ist allerdings eine Seuche, eine (Beispiel HH, welches ich beobachte und daher einigermassen... beurteilen kann) Spirale, die man derzeit nicht in den Griff kriegt. Autobrände in allen möglichen Stadtteilen, auch fernab von Schanze und Hafenstrasse, also der "tradionell" als linken Szene der Stadt beheimateten Ecken. Diese Sozialprojekte können gar nicht in kurzer Zeit aufgesetzt werden und greifen, da liegen viele Fehler in der verpennten Vergangenheit. Die Eskalationen wundern mich nicht, allerdings von beiden Seiten nicht, und da pflege ich weiterhin eine wirklich weitestgehend neutrale, versucht objektive Ansichtsseite.
Hier auf den Kiez gehe ich auch nicht mehr zu Silvester. Nicht weil ich Schiss habe sondern deshalb weil es unendlich viele (glaubt mir) Idioten zwischen 16 und 25 gibt, die sturzblau nur noch irgendwann etwas im Kopf haben was sie meinen, hirnbefreit ausdrücken zu müssen ohne Hintergründe zu kennen. Da sind nicht wenige dabei aus dem Speckgürtel der Stadt und mit Taschengeld von Papa unterwegs. Die wissen nicht was 8 Cola 8 Bier bedeutet in den bekannten Buchstaben, brüllen es aber. Und für diese Kinder müssen dann reichlich Beamte abgestellt werden damit viele andere sich noch auf die Meile nachts trauen, das ist traurig.
Diese Autoansteckerei ist nur noch krank, die Anzahl der Trittbrettfahrer möchte ich nicht kennen. Und irgendwann kommt jemand ums Leben, das war neulich als Mordanschlag zu werten in der Schanze, da gibt es rein gar nichts mehr zu verharmlosen. Kann nur hoffen, dass Silvester im Rahmen bleibt und nicht noch ein RK-Mitarbeiter attackiert wird, letztes Jahr mehrfach vorgekommen.
gelöscht
Mal nebenbei als Info: In ganz MD gibt es 4 Streetworker, die für die Stadt unterwegs sind.
armageddon
[quote="EinNetzer"]Mal nebenbei als Info: In ganz MD gibt es 4 Streetworker, die für die Stadt unterwegs sind.[/quote]
Und wie viel Millionen (in Wasserwerfern :o ) bekommen die :D
Grüße
mmd1970
[quote="Blausiegel"]So sieht das aus. Aber wir sollten realistisch bleiben: die 50 Millionen für neue Wasserwerfer sind wesentlich sinnvoller angelegt, als in irgendwelchen sozialen Projekten. Für das Geld könnte man doch höchstens eine halbe, auf ein Jahr befristete Sozialarbeiterstelle schaffen. Und möchtest Du Deine Steuern in irgendsoeinen halbgewalkten Sozi investiert wissen, der sich die Haare nicht schneiden lässt und Karohemden trägt? Da ist mir so ein in schickem Blau gehaltener, alle Beteiligten begeisternder Tankwagen doch allemal lieber.
[b]Kann man die Dinger mit CS-Gas "laden"?[/[/b]quote]
ja, natürlich, dafür sind sie ja da.
wobei cs.gas da nicht der richtige ausdruck ist. das wasser wird mit reizstoffen versetzt, deswegen auch manchmal der schöne farbige strahl des wasserwerfers.
Blausiegel
Pervers.
Uli Block 10
[quote] 08.12.2009 - Fanrechtefonds
Gang vors Bundesverfassungsgericht
Nach dem BGH-Urteil zum Thema Stadionverbote Ende Oktober, gab der Fanrechtefonds gestern bekannt, dass eine Verfassungsbeschwerde des Bayern-Fans eingereicht werde und der Fanrechtefonds das Vorgehen des Fans weiterhin unterstützen werde.
Nach dem Urteil des V. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes (BGH) bezüglich der Rechtmäßigkeit von Stadionverboten auf Verdacht reicht der Kläger nun Verfassungsbeschwerde ein. Der Fanrechtefonds unterstützt ihn weiterhin. Zudem konnte mit dem Stuttgarter Rechtsanwalt Prof. Dr. Rüdiger Zuck einer der renommiertesten Verfassungsrechtler als Anwalt des Klägers vor dem Bundesverfassungsgericht gewonnen werden.
Marco Noli, Anwalt des Fanrechtefonds dazu: „Wir halten die Rechtsstaatlichkeit und die Persönlichkeitsrechte des Klägers für verletzt und hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht dies ebenso sieht.“ Der BGH hat nach Ansicht des Fanrechtefonds, ebenso wie schon die Instanzen davor, den Grundsatz des fairen Verfahrens nicht berücksichtigt.
„Der Fanrechtefonds unterstützt den Kläger weiterhin, da verhindert werden muss, dass ganze Gruppen unter Generalverdacht gestellt werden“, so Philipp Markhardt, Sprecher des Fanrechtefonds. „Der BGH verlangt, dass der Betroffene selbst beweisen muss, dass er nichts gemacht hat. Das kann er allein deshalb schon nicht, weil die ‚Standardeinstellung’ eines Verfahrens nach § 153 StPO ihm keine weiteren Rechtsmittel erlaubt, der erwähnte Paragraf aber keine zwingende Aufhebung eines Stadionverbotes vorsieht. Der Fan ist in einer Zwickmühle, aus der er nicht mehr hinauskommt. Wenn allein die Einleitung eines Ermittlungsverfahren durch die Polizei für ein vom Verein verhängtes und bundesweit gültiges Stadionverbot genügen soll, dann gibt man praktisch der Polizei alleine die Macht über ein eigentlich zivilrechtliches Stadionverbot. Der Polizist hat also die alleinige Entscheidungsgewalt über ein zivilrechtliches Verhältnis zwischen Verein und Stadionbesucher. Wenn die polizeiliche Entscheidung nicht überprüft wird, sondern einfach nur hingenommen wird, ist somit der Willkür Tür und Tor geöffnet.“
Der Fanrechtefonds ruft deshalb alle Fans zu Spenden auf, damit auch weiterhin Prozesse mit Signalwirkung und vorrangig natürlich erst einmal der Fall vor dem Bundesverfassungsgericht unterstützt werden können. (Stadionwelt, 08.12.2009)[/quote]
http://www.stadionwelt.de/sw_fans/index.php?folder=sites&site=news_detail&news_id=3099
Mal sehen, was daraus wird.
Pappel
Mal nen paar neue Bilder!
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-49861.html
lavrence
Ein interessanter Artikel, wie ich finde:
[url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,667026,00.html]Solidarisches Schweigen[/url]
Braugold-Fan
[quote="lavrence"]Ein interessanter Artikel, wie ich finde:
[url=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,667026,00.html]Solidarisches Schweigen[/url][/quote]
Ah, gut dass der auch online ist. Ich hatte ihn nur auf Papier und war zu faul zum Abtippen... ;)
Im Grunde steht aber auch nix drin, was man nicht schon wusste oder aufgrund der Beobachtung des Offensichtlichen vermuten konnte. Trotzdem bemerkenswert, dass das Thema mal angesprochen wird.
Gerade zwei Absätze sollte man aber mal jenen unter die Nase reiben, die - auch hier - immer wieder gebetsmühlenartig erklären, dass prügelnde Polizisten ja auch für ihr Fehlverhalten bestraft werden, wenn sie denn was getan haben:
[quote="Spiegel"]Die Erfolgsrate der Polizei bei internen Untersuchungen ist auffallend gering. So wurde allein im Jahr 2008 gegen Berliner Polizisten in 636 Fällen wegen Körperverletzung im Amt ermittelt. In 615 Fällen stellte die Staatsanwaltschaft die Verfahren ein, sechs beschuldigte Beamte wurden in einem Prozess freigesprochen, verurteilt wurde nicht einer.
Oft steht Aussage gegen Aussage. Ein Betroffener zeigt den Beamten wegen Körperverletzung an, der Polizist reagiert mit einer Gegenanzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt. Ohne weitere Zeugen oder Beweise werden beide Verfahren eingestellt.[/quote]
BWG
Pappel
@Ralf:
Danke, dass wollte ich auch gerade schreiben!
Damit hast du mir die Arbeit abgenommenn, kann deinen Post nur unterstützen.
Und es ist nicht nur die Berliner Polizei. Wenn man bedenkt, wie schnell sich die Gewerkschaft der Polizei gegen harmlose Fragebögen einer wissenschaftlichen Einrichtung wehrt...
BWG
ksf
[i]Italienische Hooligans nach Krawallen verurteilt
Der italienische Fußball kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus: Ein römisches Gericht hat 18 Hooligans zu Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren verurteilt. Die Angeklagten hatten im November 2007 nach dem Tod eines Fans des Erstligisten Lazio Rom eine Polizeikaserne und den Sitz des Italienischen Olympischen Komitees CONI angegriffen.
Zwei Angeklagte wurden freigesprochen. Den Tätern waren Vandalismus, Angriffe auf die Polizei und Sachbeschädigung vorgeworfen worden. Auslöser der Krawalle war die Tötung des Lazio-Fans Gabriele Sandri auf einer Autobahnraststätte in der Nähe der toskanischen Stadt Arezzo durch einen Polizisten. [/i]
quelle: http://sport.t-online.de/italien-18-hooligans-zu-haftstrafen-verurteilt/id_21072194/index
Das muss man sich vorstellen, da wird ein Fan zu 10 Jahren Haft verurteilt, weil er Sachbeschaedigungen und versuchte Koerperverletzung begeht, während der Bulle, der Gabriele Sandri erschossen hat 6 Jahre bekommt, und dann noch in Berufung geht, weil es zuviel ist.
gelöscht
[quote="ksf"][i]Italienische Hooligans nach Krawallen verurteilt
Der italienische Fußball kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus: Ein römisches Gericht hat 18 Hooligans zu Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren verurteilt. Die Angeklagten hatten im November 2007 nach dem Tod eines Fans des Erstligisten Lazio Rom eine Polizeikaserne und den Sitz des Italienischen Olympischen Komitees CONI angegriffen.
Zwei Angeklagte wurden freigesprochen. Den Tätern waren Vandalismus, Angriffe auf die Polizei und Sachbeschädigung vorgeworfen worden. Auslöser der Krawalle war die Tötung des Lazio-Fans Gabriele Sandri auf einer Autobahnraststätte in der Nähe der toskanischen Stadt Arezzo durch einen Polizisten. [/i]
quelle: http://sport.t-online.de/italien-18-hooligans-zu-haftstrafen-verurteilt/id_21072194/index
Das muss man sich vorstellen, da wird ein Fan zu 10 Jahren Haft verurteilt, weil er Sachbeschaedigungen und versuchte Koerperverletzung begeht, während der Förster, der Gabriele Sandri erschossen hat 6 Jahre bekommt, und dann noch in Berufung geht, weil es zuviel ist.[/quote]
Schwieriges Thema...
Ich glaube, dass es trotz allem einen Unterschied zwischen dem Staatsdiener und einem normalen Bürger geben muss. Als ein Organ der Exekutive vertritt er stellvertretend den Staat und seine Gesetze. Würde es eine Gleichstellung mit einer Zivilperson geben, würde das seine vom Staat vorgegebene Sonderstellung konterkarieren. Dass das dann des öfteren zu solch absurden Gerichtsentscheiden kommt ist natürlich dennoch traurig aber wahr.
Soviel ich weiß, besitzen zwei Drittel aller deutschen Polizisten nur eine mittlere Reife, welche sich dann zensurentechnisch nur minimal von der Qualität eines Hauptschulabschlusses unterscheidet.. Vielleicht sollte man dort in Kombination mit (regelmäßig zu überprüfenden) psychologischen Profilen mal versuchen, dem ganzen "Übel" mal entgegenzuwirken.
Der Rest ist dann eine reine Moraldebatte.
FCMcrewBS
[quote="EinNetzer"]
Ich glaube, dass es trotz allem [color=#FF0000]einen Unterschied zwischen dem Staatsdiener und einem normalen Bürger geben muss.[/color] Als ein Organ der Exekutive vertritt er stellvertretend den Staat und seine Gesetze. Würde es eine Gleichstellung mit einer Zivilperson geben, würde das seine vom Staat vorgegebene Sonderstellung konterkarieren.[/quote]
Was?? :o
Das wäre das Ende einer jeden demokratischen Grundform.
Vor dem Gesetz hat jeder gleich zu sein, egal welche Stellung er im Staat einnimmt, ohne wenn und aber. :!:
Oder wie ist deine Aussage zu deuten? :?
gelöscht
Habe ich doch in den nachfolgenden Sätzen geschildert.
---
Ich glaube auch, das dieser Unterschied immer schon da war. Meiner Einschätzung nach, rührt das noch aus den Zeiten eines deutschen Kaisers her, wo der Polizist eine wirkliche Autoritätsperson war und auch als solche von der Bevölkerung wahrgenommen wurde; Das alles natürlich auf einer gesellschaftlichen bzw. zwischenmenschlischen Ebene.
In der heutigen Zeit zeigt sich, dass auch der Beruf des Polizisten meistens zu einem Verdienstberuf geworden ist. Im Zuge dessen gehen dann so wesentliche Dinge wie das Fingerspitzengefühl oder gute kommunikative Fähigkeiten den Bach herunter. Situationen, die vor 20 Jahren noch durch diese Fähigkeiten gelöst werden konnten, eskalieren heute viel schneller; Und daran sind natürlich beide Seiten schuld.
Pappel
Blödsinn!
Die Gleichheit leitet sich schon aus Art. 3 GG ab!!!
Dies ist ein Abwehrrecht des Bürgers gegen den Staat, also auch gegen die Exekutive.
Dementsprechend ist die Rechtsgleichheit, ob Amtsträger oder "einfacher" Bürger gegeben!
BWG
gelöscht
[quote="Pappel"]Blödsinn!
Die Gleichheit leitet sich schon aus Art. 3 GG ab!!!
Dies ist ein Abwehrrecht des Bürgers gegen den Staat, also auch gegen die Exekutive.
Dementsprechend ist die Rechtsgleichheit, ob Amtsträger oder "einfacher" Bürger gegeben!
BWG[/quote]
Meine Bewertung dieses Urteils ging eindeutig in Richtung gesellschaftliche Stellung eines Polizisten usw. . Eine Beurteilung in juristischer Sicht würde ich mir nicht anmaßen, da ich da nur auf den "ganz großen Pfaden" wandere.