Eisbär
Hut ab!
[quote="jens/k."]--------------------------------------------------------------------------------
http://www.fc-hansa.de/index.php?id=154&oid=11635
"Nach dem finalen Gespräch mit Fanvertretern hat der Fußball-Zweitligist F.C. Hansa Rostock folgende Entscheidung bezüglich der Kartenvergabe für das St.-Pauli-Spiel an diesem Sonntag in Hamburg getroffen.
Der F.C. Hansa Rostock wird die 500 personalisierten Sitzplatzkarten nicht in den Verkauf geben.
Vielmehr wird der F.C. Hansa Rostock sieben Personen – die Rostocker Zahl– nach Hamburg schicken, um für den Erhalt von Fanrechten im Rostocker Zuschauerblock zu demonstrieren. Es ist geplant, dass diese Personen große Plakate und Transparente auslegen werden und mit Anpfiff der Partie den Block verlassen, so dass der Rostocker Zuschauerbereich komplett leer bleiben wird.
Warum hat sich der F.C. Hansa so entschieden?
Der F.C. Hansa hat bei den Vorgesprächen mit dem FC St. Pauli immer deutlich gemacht, dass der Verein ein Karten-Kontingent von 1400 Tickets (Steh- und Sitzplatz) anstrebt. Zudem demonstrierte der Verein, wie durch einen Kartenverkauf an Mitglieder und Dauerkartenbesitzer sowie einer organisierten An- und Abreise versucht wird, Konflikte im und außerhalb des Stadions zu verhindern.
Der F.C. Hansa hat somit alles in seiner Macht stehende unternommen, um für einen friedlichen Ablauf zu sorgen.
Dem F.C. Hansa Rostock war bewusst, dass die Nachfrage das Angebot - selbst bei 1400 Karten - übersteigt. Die nun durch die Polizei verfügten 500 personalisierten Sitzplatz-Karten sind für den F.C. Hansa nicht hinnehmbar. Eine gerechte Verteilung ist nicht möglich.
Der F.C. Hansa Rostock verschließt seine Augen auch nicht davor, dass es in der Vergangenheit bei Spielen gegen den FC St. Pauli zu Vorfällen von beiden Seiten gekommen ist und diese auch bei dieser Partie nicht auszuschließen sind. Diese könnten einen materiellen Schaden (Strafen) nach sich ziehen, der die Existenz des Vereins gefährdet. Ein eventuelles Geisterspiel in Rostock wäre der finanzielle Kollaps für den F.C. Hansa Rostock.
Auch vor diesem Hintergrund muss der Verein sich selbst schützen. Und dabei muss der Verein auch den Unmut der Fans in Kauf nehmen, die friedlich ihre Mannschaft in Hamburg unterstützen wollten.
Fakt ist, dass der Fußball und seine Vereine vor einem riesigen Problem stehen. Und das ist deutschlandweit verbreitet. Ob man die Gewalt beim Fußball mit Kartensanktionen in den Griff bekommt, scheint für den F.C. Hansa Rostock jedoch fraglich.
Vielmehr brauchen wir eine deutschlandweite Diskussion mit allen Beteiligten (Verein, Fans, Polizei). Credo: Kommunikation statt Konfrontation – und dabei müssen alle Seiten ihre verhärteten Fronten auflösen. Wir alle dürfen es nicht zulassen, dass sich die Spirale von Gewalt und Repressionen immer weiter dreht. Das wäre der Untergang für den Fußball.
Der F.C. Hansa Rostock bittet alle Hansa-Fans, am Sonntag nicht nach Hamburg zu fahren."[/quote]
Uli Block 10
Stellungnahme der Harlekins zu den Vorfällen nach dem Spiel gegen Nürnberg: http://www.hb98.de/index2.htm
Auszug daraus: [quote]...Sachlich betrachtet gab es neben der „Erstürmung des Spielfelds“, Sachbeschädigungen, zwei Böllern sowie „Rennereien mit PVC-Stangen in der Hand“. [b]Dass die Presse aus den Fahnenstangen sofort Eisenstangen und Holzlatten gemacht hat, ist eine dreiste Erfindung.[/b] Kein Wunder, dass Unbeteiligte und Nichtkenner von Fußballszenen vermuten, dass dort Kräfte am Werk waren die Gewalt organisiert hätten. Ebenso falsch ist die Behauptung einiger Zeitungen, dass einer der beiden Vorsänger aus unserer Gruppe von der Polizei verhaftet wurde, nachdem er durch ein Megafon zur Gewalt aufgerufen hätte - beide Vorwürfe sind schlicht unwahr. ...[/quote]
Erinnert mich irgendwie an die Billardkugel aus dem HGS... :evil:
lavrence
Meiner Meinung nach ein absoluter genialer Artikel, der so ziehmlich alles vereint, was momentan Fußballalltag ist:
[quote]
Renaissance des Hooliganismus” begeistert die Medien
Hysterie macht Auflage
Von Hermann Kuttenkeuler
Seit einiger Zeit ist in beinahe allen Medien immer wieder von einer “neuen Qualität der Fußballgewalt” oder gar von der “Renaissance des Hooliganismus” die Rede. Nach welchen Zahlen und Fakten diese bedrohliche Neuigkeit errechnet wurde, bleibt dabei meist im Dunkeln. Tatsache hingegen ist, dass die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze in den vergangenen Jahren lediglich einen Zuwachs an Stadionverboten verbuchen konnte, jedoch keinen bezüglich eingeleiteter Strafverfahren.
Zwar liegt für die vergangene Spielzeit noch kein Jahresbericht Fußball der ZIS vor, aber zumindest das Innenministerium Baden-Württemberg gab vor kurzem einen Rückgang fußballbezogener Delikte in der laufenden Saison bekannt, was wohl ein objektives Kriterium dafür darstellen dürfte, dass es ganz so schlimm dann doch nicht sein kann. Hinzu kommt, dass die Zuschauerzahlen weiter steigen. Ganz subjektiv scheinen sich also nicht allzu viele Menschen aus Angst um Leib und Leben von einem Stadionbesuch abhalten zu lassen. Woher rührt also die aktuelle Flut an Horrormeldungen über den Volkssport Nummer eins?
Es gibt Gewalt beim Fußball. Das soll gar nicht bestritten oder verharmlost werden. Aber wann war es anders? In den 50er Jahren vielleicht, das mag sein. Damals war man wahrscheinlich so mit Wirtschaftswundern beschäftigt, dass keiner mehr am Wochenende die Fäuste hochbekommen hat. Aber bereits in der darauf folgenden Dekade gab es Fan-Ausschreitungen, lange bevor hierzulande irgendjemand mit dem Begriff Hooligan umzugehen gewusst hätte. Und von den 70ern bis Mitte der 90er Jahre sah sich der Sport mit einem Problem konfrontiert, das alles, was heute im Rahmen von Fußballspielen passiert, in den Schatten stellt. Vielleicht mag es im Vorfeld der zum Sommermärchen hochgejazzten WM im eigenen Land etwas ruhiger geworden sein, aber das war eine von allen Seiten beflügelte Ausnahmesituation und nicht der Alltag. Kurz vor Weihnachten sind die Kinder auch immer ganz artig, ob der Vorfreude auf das große Ereignis. Aber bereits zu Silvester machen sie dann manchmal wieder Unsinn, da der Umgang mit Feuerwerkskörpern Kinder manchmal ein wenig von der Vernunft abdriften lässt. Aber dazu kommen wir später. Auffällig ist jedenfalls, dass nüchtern betrachtet die Fußballgewalt in jüngerer Zeit eher ab- als zuzunehmen scheint.
Das Tischtuch zwischen Fans und Polizei bekommt Risse
Die Angst vor der Gewalt aber nicht, ganz im Gegenteil. Nicht nur die Zeitungen mit den bunten Bildern, sondern beinahe die gesamte Presselandschaft wird nämlich nicht müde, dem Leser beinahe täglich die unüberschaubaren Gefahren, welche durch die Randerscheinungen des Sports für die innere Sicherheit und unsere hart erarbeitete Demokratie drohen, zum Frühstück zu servieren. Der unbewanderte Leser schluckt diese Informationen dann brav zusammen mit Kaffee und Mehrkornbrötchen, sind die schockierenden Berichte doch häufig mit aufschlussreichen Zitaten von Koryphäen auf diesem Gebiet angereichert. Gerne wird hierzu, wenn gerade kein anerkannter Fan-Forscher zur Hand ist, ein Polizeigewerkschafter befragt, welcher dann bereitwillig über kriegsähnliche Zustände auf den Straßen berichtet und darüber, dass seine Beamten wie Opferlämmer dem Pöbel zum Fraß vorgeworfen werden. Übertreibungen dieser Art gehören natürlich zu seinem Job, wobei sogar eingeräumt werden muss, dass seit einiger Zeit tatsächlich die Polizei immer öfter als Ziel von Aggressionen am Rande von Fußballspielen herhalten muss. Wobei die Beamten selbst nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung sind, denn auch dem gemäßigten Auswärtsreisenden in Sachen Fußball wird nicht verborgen geblieben sein, dass das Tischtuch zwischen Fans und Polizei regelmäßig von beiden Seiten neue Risse bekommt. Wenn Anhänger von Repression und Willkür sprechen, wird dies - auch dank der einseitigen medialen Berichterstattung - häufig als Schutzbehauptung abgetan oder bestenfalls belächelt. Wer sich aber einer entsprechenden Situationen einmal ausgesetzt sieht, wird schnell feststellen, dass eine gewisse Vorverurteilung seitens der Exekutive nicht von der Hand zu weisen ist. Daraus resultiert schnell ein prophylaktisch hartes Vorgehen, welches auf der Gegenseite ganz sicher nicht zu besserem Benehmen anregt. Von dieser Seite ist tatsächlich eine Zunahme der Gewalt erkennbar. Nie zuvor wurde so unbedacht von Pfefferspray Gebrauch gemacht und wurden derart leichfertig Stadionverbote mit der groben Kelle verteilt. Im Nachhinein können solche Maßnahmen dann als Gefahrenabwehr verkauft werden. Niemandem werden beim Kauf eines Sportwagens in weiser Voraussicht fünf Punkte in Flensburg gutgeschrieben, obwohl doch bereits der Kauf an sich auf eine etwas zügigere Fahrweise hindeuten könnte, aber ein Fußballfan auf Auswärtsfahrt wird häufig durch seine bloße Anwesenheit als Chaot abgestempelt, der nur angereist ist, um Raketensprühtöpfe abzubrennen oder anderweitig für Randale zu sorgen. Verhält er sich dann so, wie von ihm erwartet wird, ist das Geschrei nach härterem Vorgehen wieder groß. Verhält er sich anders, wird das als Erfolg der energisch durchgreifenden Polizei verbucht. Rechtmachen kann er es jedenfalls keinem.
Skifahrer nicht gleich Fußballfans
Wo wir gerade das Thema angeschnitten haben, seit längerem schon ist in Presse, Funk und Fernsehen in Verbindung mit Pyrotechnik beim Fußball schnell die Rede von Randale oder Krawall. Gibt man diese Begriffe bei Wikipedia ein, wird man zu Vandalismus beziehungsweise Aufruhr weitergeleitet. Die Wortwahl scheint hier also etwas überzogen, zumal die Herren Sportkommentatoren noch vor wenigen Jahren beim Anblick hell erleuchteter Stadionränge gerne von südländischer Atmosphäre schwärmten. Natürlich ist Feuerwerk außerhalb der Jahresendzeit genehmigungspflichtig und selbstverständlich ist es nicht schön, dass vor kurzem im Gästeblock in Bochum beim Spiel gegen Nürnberg der Einsatz von Pyrotechnik zwei Schwerverletzte hervorbrachte. Aber stellen wir diesen Schwerverletzten unter den hunderttausenden Fans, die jeden Spieltag eines der vielen Fußballstadien besuchen, in denen trotz Verbot hin und wieder gezündelt wird, die Anzahl an Versehrten gegenüber, die ein einziger Tag Wintersport während der Saison hervorbringt, dann liegt der Schluss nahe, dass ein gemeiner Skifahrer mehr Potential zum randalierenden Chaoten mitbringt, als ein Fußballfan.
Eine mediale Hetze gegen Wintersportler würde aber vermutlich nicht die Auflage steigern. Obwohl die Maßnahmen im Kampf gegen Skifahrer der Kategorie C einiges an Unterhaltungswert versprächen. [b]Bei den ersten Schneefällen könnten aktenkundigen Pistenrowdies Ausreise- und weiträumige Skigebietverbote erteilt werden, neben der Pflicht, sich dreimal täglich auf einer Polizeistation zu melden, um so heimliches Skilaufen zu unterbinden. Wer sich auf dem Weg zum Skilift ungeschickt anstellt und in eine Ausweiskontrolle gerät, landet schneller in der Datei ’Gewalttäter Ski’, als er sich versehen kann, und schon flattert einem ein dreijähriges Pistenverbot ins Haus.[/b]
Immer neue Sanktionen
In Verbindung mit Wintersport klingt das alles ziemlich albern, für Fußballfans sieht so nicht selten die Realität aus. Wobei natürlich nicht alle Stadionverbote als ungerechtfertigt dargestellt werden sollen, aber was im Augenblick an immer neuen Sanktionen seitens der Verantwortlichen aus dem Ärmel geschüttelt wird, um einem Problem entgegenzuwirken, welchem zwar durch die Medien immer mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, welches objektiv gesehen aber nicht an Bedrohlichkeit zunimmt, macht doch ein wenig Sorgen, welche Sau wohl als nächstes durchs Dorf getrieben wird, falls die Pressewelt einmal den Spaß an Kriegsszenarien am Rand von Fußballspielen verloren hat und auf den nächsten Zug aufspringt. Bis es soweit ist, könnte man doch vielleicht die Sau etwas weniger jagen, dafür die Kirche ein bisschen mehr im Dorf lassen, denn solange auf künstlich erzeugte Hysterie mit überzogenem Aktionismus reagiert wird, kann es eigentlich nicht friedlicher werden. Sollte aber irgendein Innenministerium erneut einen Rückgang der fußballbezogenen Delikte vermelden, wird das bestimmt am harten Durchgreifen der Polizeibeamten liegen. Deren Vergehen tauchen in der Statistik ja nicht auf. (PK)
[/quote]
[url=http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14961]Hysterie macht Auflage[/url]
Eisbär
[quote="Braugold-Fan"][quote="Berserker"][quote="montipauli"]Naja, es hätte durchaus mal soweit kommen können. Wenn die letzten Zellen ausgeblendet werden und der blanke Hass regiert, sich eine Situation hochschaukelt.....
[url=http://www.youtube.com/watch?v=MUEwZxcjkPY]Nur für dich, Christian[/url] ;-)[/quote]
pfui :==[/quote]
Da kann man von Pauli halten, was man will... Aber was Selbstironie ist, haben sie - schon lange und im Gegensatz zu vielen anderen - verstanden. Und dafür kann ich persönlich nur meinen Respekt aussprechen.[/quote]
Ich wollte die ganzen Tage schon was dazu schreiben, bin irgendwie immer davon abgekommen. Heute nun mein nicht allzuernst gemeinter Senf zu der "St.Paulis Selbstironie ist toll" Geschichte
... wenn Selbstironie das Maß aller Dinge ist, hätte es für den Chemnitzer Auftritt mit den roten Fahnen doch Schenkelklopfen auf St.Pauli Seite geben müssen, haben sich die als Nazis verschrieenen Sachsen mit Deutschland Hüten und eindeutigen Fahnen doch spaßeshalber genauso dargestellt, aber statt Freudentränen gab es Tränengas und Pflasterstein :roll: :roll: :roll:

[img]http://media.de.indymedia.org/images/2006/04/142950.jpg[/img]
montipauli
Eisbär, gehts noch?
Entschuldige bitte diese Eingangsworte, aber mir fehlten sie zunächst, auch jetzt bin ich noch entsetzt.
"Nicht ganz erst zu nehmen"!? Was bitte genau möchtest du denn dann mitteilen?
Auch dir erkläre ich es ein xtes mal: Was nach dem Spiel passierte hat wenig mit der Pauli-Szene zu tun, die sich ansonsten vielleicht so geben mag, wie du es ironisch darstellen möchtest, ich lass dir deine Meinung. Was denkst du, was damals los? Wegen den WW, wegen dem Polizeieinsatz allgemein? Was denkst du, wie wir Fans darüber nachgedacht haben, wieviel Prostest es gab, weswegen Corny Littmann bis heute in der Kritik steht in gewissen Gruppierungen, die Polizei hier sowieso?
Was genau weisst du von dem Tag, an dem du garantiert nicht zugegen warst? Was genau kennst du von der Szene, die derzeit trotz größmöglichem sportlichen Erfolg der Mannschaft gespalten ist wie lange nicht? Aber auch hier wirst du Internet-Foren-Fragmente aufgreifen um irgendwelchen Blödsinn (sorry) zu posten.
Ich bin stocksauer wenn ich sowas lese, ja.
Es war die größte Provokation die ich je erlebte hier seitens dieser Idioten. Nazi-Symbole in den Block, eindeutige verbale Äusserungen, Rauchbomben, das volle Programm. Die Vereinsleitlinien wirst du nicht kennen. An dem Tag hörte jeglicher Spaß auf. Was nach dem Spiel passierte... ich lass es bzw kommentierte es bereits. Einfach mal versuchen zu verstehen bzw vorher informieren, das hälfe.
Manchmal sollte es wirklich verboten werden, die Weltgemeinde mit Unsinn per Netz zu überschütten. Aber das erleben wir ja alle Tag für Tag, auch abseits vom Fussball.
jens/k.
Frankfurt/Main (dpa) - Im Kampf gegen die Gewalt in den Stadien setzt die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf Prävention statt Repression. Diesen Artikel weiter lesen
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Bild vergrößern .«Es macht keinen Sinn, noch eine Maßnahme oben drauf zu packen», sagte Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, bei einem Hintergrundgespräch zum Thema «Sicherheit im Fußball». Darin ist er sich mit Helmut Spahn, dem Sicherheitsbeauftragten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), einig. «Noch mehr Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien sind keine Lösung», sagte Spahn.
Nach Angaben von Hieronymus würden viele Dinge, die im Nationalen Konzept Sport und Sicherheit festgelegt worden sind, bereits umgesetzt. Nach den schweren Krawallen in Bochum und Berlin sieht er die DFL allerdings in einem Dilemma. «Wir müssen reagieren und die Leute bedienen, die sich beschützt fühlen wollen», erklärte der frühere Bundesligaprofi. Hieronymus hält jedoch nichts davon, künftig «alle Gäste-Tickets zu personalisieren oder die Kontingente zu beschränken».
Andreas Klose, Vizepräsident der Fachhochschule Potsdam, empfiehlt eine verstärkte Kommunikation zwischen den Dachorganisationen des Fußballs, der Polizei sowie den Fans. Mit Hilfe einer kommunikativen Netzwerkstrategie müsse dafür gesorgt werden, dass sich alle Beteiligten an vereinbarte Regeln halten. Zugleich warnte er vor einer Hysterie in der Sicherheitsdebatte, denn die derzeitigen Probleme träten seit der Gründung der Bundesliga in Wellen immer wieder auf.
«1963 wurden an jedem Spieltag Übergriffe registriert. Damals wurden die Spielfelder gestürmt oder die Kabinen der Gästemannschaften sowie der Schiedsrichter belagert. Daraus entstand Ende der 60er Jahre die Zaundebatte, um die Zuschauer vom Platz fernzuhalten», erinnerte Klose.
Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld warnte davor, dass es keinen «Verschiebebahnhof der Zuständigkeiten» geben dürfe. Dies sei «auf Dauer gefährlich». Bei der Bewältigung der Probleme müsse der professionelle Fußball seine Aufmerksamkeit verstärkt auf die unteren Ligen richten. «Dort wachsen die Gewalt-Prozesse», so Heitmeyer.
Für den Kriminologen Thomas Feltus von der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum hängen die Gewaltakte im Fußball mit der «Zunahme von Rücksichtslosigkeiten in der Gesellschaft» zusammen. Es sei ein «Irrglaube, wenn man denkt, mit höheren Strafen etwas bewirken zu können».
quelle:http://de.news.yahoo.com/26/20100408/tsp-gewalt-im-fuball-dfl-gegen-mehr-repr-818a112.html
Raupe
[quote="Volksstimme von heute"]Magdeburger Maßnahmen gegen Gewalt bei Fußballfans / Erste Auswertung
Konfliktmanager werden auch künftig bei „brisanten“ Fußballspielen eingesetzt
Von Birgit Ahlert
Um Krawallen bei Fußballspielen vorzubeugen, setzt die Polizei neuerdings auf sogenannte Konfliktmanager. Erstmals wurden diese beim Spiel des 1. FCM gegen den Halleschen FC zur Fanbetreuung eingesetzt. Mit welchem Erfolg? Wir fragen nach.
Magdeburg. Das Regionalderby der Mannschaften von Magdeburg und Halle gilt seit jeher als „explosiv“. Bereits beim Hinspiel in Halle hatte es Ausschreitungen gegeben. Und auch vor dem Spiel am letzten März-Sonntag in Magdeburg heizte sich die Stimmung an. Genau an diesen Punkten setzten die neuen Konfliktmanager ein. Wer aggressiv auftritt, wird gezielt angesprochen. Denn so mancher fühlt sich in der Gruppe stark und meint, sich mit Aggression „beweisen“ zu müssen. In Einzelgesprächen zeigen sich die meisten jedoch als „ganz normale nette Leute“, hatte es Konfliktmanager Thomas Kriebitzsch am Tag des Regionalderbys formuliert.
Eine „offizielle“ Auswertung gibt es zwar noch nicht, aber die beteiligten Polizeibeamten ha ben ihre Erfahrungen Polizeikommissar Nico Tredup mitgeteilt, unter dessen Leitung das Projekt durchgeführt wird. „Wir wollten bewusst die Erlebnisse ein wenig ,sacken’ lassen, um ein möglichst objektives Bild zu erhalten“, sagt der 33-Jährige. „Es hilft niemandem, etwas schönzureden“, begründet er, „wir wollen kritisch auswerten“.
Er persönlich habe das Drumherum des Spiels „in der Tat entspannter erlebt“, sagt Nico Tredup. Ob das wirklich an den Konfliktmanagern gelegen hat, „ist nicht messbar“, betont er.
Noch nicht, möchte man ergänzen. Denn es hat auch für den außenstehenden Betrachter einen großen Unterschied gegeben, verglichen mit dem Hinspiel zu Saisonbeginn in Halle. Nach den Ausfällen dort war das Problem der Gewalt beim Fußball auch Thema im Innenausschuss von Sachsen-Anhalt. Daraufhin wurden mehrere Maßnahmen besprochen, dazu gehören u. a. offene Fanbriefe der Polizei, in denen vor dem Spiel zum ruhigen und fairen Miteinander aufgerufen worden ist. Auch wurden die Gruppe der Hallenser Fans vom Sonderzug bis zum Stadion mit einem Lautsprecherwagen begleitet, von dem aus ein ausgebildeter Sprecher auf die aktuelle Situation einging (u. a. das Zünden von Pyrotechnik) und im Dialog zur Ruhe beim Marsch beitragen sollte.
Das ist wohl auch ganz gut gelungen, meinen auch die Konfliktmanager. Drei von ihnen waren mit dem Hallenser Trupp mitgelaufen, drei begleiteten die Magdeburger Derbygruppe. „Wir haben schon ganz andere Spiele erlebt, auch in zivil“, erklärt Nico Tredup, „diesmal sind auch die Hallenser entschieden ruhiger wieder abgezogen.“
Auch während des Spiels hatte es keine bemerkenswerten Vorkommnisse gegeben. In jedem Fanblock waren die Konfliktmanager auch während des Spiels. Um zu beobachten, An zeichen zu erkennen und gegebenenfalls zu reagieren.
Fan-Krawalle beim Fußball sind weder neu noch ein alleiniges Magdeburg-Phänomen. Aktuelle Beispiele sind die Ausschreitungen nach dem Spiel von St. Pauli gegen Hansa Rostock kürzlich in Hamburg, die in einer regelrechten Krawall-Nacht endeten. Auch Dresden ist bekannt dafür, der DFB hat jetzt Strafen ausgesprochen (Volksstimme berichtete gestern).
Die Magdeburger Polizei hat sich am erfolgreichen Beispiel von Hannover orientiert: Dort werden seit ein paar Jahren Konfliktmanager eingesetzt. Mit den Kollegen dort gab es einen Erfahrungsaustausch. „Daraus haben wir unsere Schlüsse gezogen daraufhin, was bei uns umsetzbar ist“, erklärt Nico Tredup. Für den Einsatz bei den Spielen wurden dann gezielt Polizeibeamte ausgewählt, die „sportinteressiert und kommunikativ sind“.
Sie werden auch bei den nächsten „Spielen mit sicherheitsrelevantem Risiko“ eingesetzt werden. Als nächster Termin ist der 25. April (gegen Chemnitz) im Visier, so weit dann Fanmärsche geplant sind. Weitere Spiele könnten gegen Babelsberg und St. Pauli II sein. [/quote]
madcynic
Soso, gegen Babelsberg und St. Pauli II. Da plant aber einer langfristig...
Eisbär
[quote="montipauli"]
"Nicht ganz erst zu nehmen"!? Was bitte genau möchtest du denn dann mitteilen?[/quote]
ich wollte eigentlich nur mal einen Stein in den Teich werfen, die Wellen schlägst Du...
[quote="montipauli"]Auch dir erkläre ich es ein xtes mal: Was nach dem Spiel passierte hat wenig mit der Pauli-Szene zu tun, [/quote]
achso, entschuldige, ich dachte es bestand da irgendein Zusammenhang, zwischen dem Chemnitzer Auftritt und dem Spektakel nach dem Spiel, nun weiss ich es ja, von der Fanszene selber war quasi niemand beteiligt
[quote="montipauli"]Was genau weisst du von dem Tag, an dem du garantiert nicht zugegen warst?[/quote]
Man muss also bei allem, was man irgendwie mal hinterfragt, anwesend gewesen sein???
[quote="montipauli"]Was genau kennst du von der Szene, die derzeit trotz größmöglichem sportlichen Erfolg der Mannschaft gespalten ist wie lange nicht? Aber auch hier wirst du Internet-Foren-Fragmente aufgreifen um irgendwelchen Blödsinn (sorry) zu posten.[/quote]
Ich war rund 25x dort, schöne Lage für ein Fussballstadion, die Fanszene ist ganz toll selbstironisch und irgendwie ist jeder zweite Verein weltweit mit euch befreundet.
[quote="montipauli"]Ich bin stocksauer wenn ich sowas lese, ja.[/quote]
warum
[quote="montipauli"]Es war die größte Provokation die ich je erlebte hier seitens dieser Idioten. Nazi-Symbole in den Block, eindeutige verbale Äusserungen, Rauchbomben, das volle Programm.[/quote]
Aber das hat euch ja kaltgelassen, schliesslich war nach dem Spiel nicht die St.Pauli Fanszene beteiligt.
[quote="montipauli"]Die Vereinsleitlinien wirst du nicht kennen. An dem Tag hörte jeglicher Spaß auf. Was nach dem Spiel passierte... ich lass es bzw kommentierte es bereits.[/quote]
ja hast Du kommentiert, die Fanszene war nicht beteiligt...
[quote="montipauli"]Einfach mal versuchen zu verstehen bzw vorher informieren, das hälfe.[/quote]
darum hab ich mal nachgefragt, warum man nicht vor Ironie gluckste...findet man es doch auch ganz klasse selbstironisch wenn man der Welt mitteilt, dass man ne Bande asoziale Zecken ist (obwohl sich mancher wundert, wenn du hier stolz berichtest, dass sogar Leute mit Geld da kühn mal mitsingen)
[quote="montipauli"]Manchmal sollte es wirklich verboten werden, die Weltgemeinde mit Unsinn per Netz zu überschütten. Aber das erleben wir ja alle Tag für Tag, auch abseits vom Fussball.[/quote]
jau, die Gralshüter der Fankultur nicht toll zu finden ist natürlich zwangsläufig Unsinn und schreit nach Zensur.
Wollte eigentlich keine grosse Sache draus machen, ich respektiere vieles an StP, finde aber auch vieles einfach Sch..., so ist es halt im Leben.
Uli Block 10
Und weiter geht es mit dem Ausschluss von Fußballfans aus deutschen Stadien: [quote]Erneut limitierte und personalisierte Gästekarten
Nachdem Hansa Rostock bereits beim Gastspiel bei den Kiezkickern vom FC St. Pauli nur 500 Fans nach Hamburg hätte mitbringen dürfen, treffen die Anhängerschaft von Hansa nun ähnliche Sanktionen beim Auswärtsspiel in Düsseldorf.
...
Wie der Zweitligist Hansa Rostock gestern mitteilte wollte die Polizei Düsseldorf ursprünglich lediglich 1.200 Hanseaten für das Spiel zulassen. Normalerweise stehen dem Gastverein zehn Prozent der Gesamtkapazität des Stadions zu. Im Fall Düsseldorf wären dies 4.800 Karten. Nach Gesprächen zwischen allen betroffenen Parteien, Fortuna Düsseldorf, Hansa Rostock und der Polizei Düsseldorf, wurde das Gästekartenkontingent nach Angaben des FC Hansa letztendlich auf 2.500 beschränkt. Sämtliche Karten für die Hansa-Fans müssen zudem personalisiert werden. Der FC Hansa betonte, dass die Daten nicht an die Polizei oder Dritte weitergegeben würden. Lediglich dem gastgebenden Verein Fortuna Düsseldorf würden die Daten am Spieltag übermittelt werden. Alle Hansa-Anhänger werden zudem darauf hingewiesen, dass sie sich am Spieltag beim Betreten des Stadions ausweisen müssen, da ihnen sonst der Zutritt verwehrt bleibt. (Stadionwelt, 08.04.2010) [/quote]
http://www.stadionwelt.de/sw_fans/index.php?head=Erneut-limitierte-und-personalisierte-Gästekarten&folder=sites&site=news_detail&news_id=3318
sorry, mit dem Link funktioniert was nicht, müsst ihr dann noch etwas nach unten scrollen ....
[color=#BF0000]EDIT DAMIEN: oder diesen Link nehmen:[/color] http://tean.de/dLBeD ;)
Eisbär
Sicher auch eins von den ganz ganz gefährlichen Spielen, wo es quasi schon immer ganz schlimme Randale gab...meine Fresse, es wird immer schlimmer, als es DD bei uns betraf, haben viele noch bravo gerufen, war ja nur eine Ausnahme weil die vorher die schönen Sitze kaputt gemacht haben, irgendwie kommt es jetzt jede Woche zu solchen Nummer, bis es wie in der US und A ist, wo es eban nicht wirklich nen Awaysupprt gibt...... :cry:
Tom978
[size=150][b][color=#FF0000]Polizistin[/color] verprügelt Fußballspielerinnen!!!![/b][/size] :o
Jetzt schlägt schon die Polizei zu!!! :cry:
http://www.welt.de/die-welt/sport/article7205129/Polizistin-verpruegelt-Fussballspielerinnen.html
Mick Jagger
[quote="Tom978"][size=150][b][color=#FF0000]Polizistin[/color] verprügelt Fußballspielerinnen!!!![/b][/size] :o
Jetzt schlägt schon die Polizei zu!!! :cry:
http://www.welt.de/die-welt/sport/article7205129/Polizistin-verpruegelt-Fussballspielerinnen.html[/quote]
Da hat die Kollegin in Grün wohl vergessen das sie nicht im Dienst war, kann ja mal passieren! :mrgreen:
KarlKani21
[quote="Mick Jagger"][quote="Tom978"][size=150][b][color=#FF0000]Polizistin[/color] verprügelt Fußballspielerinnen!!!![/b][/size] :o
Jetzt schlägt schon die Polizei zu!!! :cry:
http://www.welt.de/die-welt/sport/article7205129/Polizistin-verpruegelt-Fussballspielerinnen.html[/quote]
Da hat die Kollegin in Grün wohl vergessen das sie nicht im Dienst war, kann ja mal passieren! :mrgreen:[/quote]
Vielelicht waren die ja mal Kollegen
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,679849,00.html
Pappel
Es gibt mal etwas positives zu berichten! Die Datei "Gewalttäter und Sport" ist rechtswidrig!!
Mehr unter:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,690787,00.html
BWG
armageddon
[quote="Pappel"]Es gibt mal etwas positives zu berichten! Die Datei "Gewalttäter und Sport" ist rechtswidrig!!
Mehr unter:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,690787,00.html
BWG[/quote]
Nu sie ist in der jetzigen Form rechtswidrig. Die Politik müsse sie nur neu 'ordnen', gesetzlich regeln, dann geht das Spiel von vorne los.
BWG
Eisbär
[quote="armageddon"][quote="Pappel"]Es gibt mal etwas positives zu berichten! Die Datei "Gewalttäter und Sport" ist rechtswidrig!!
Mehr unter:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,690787,00.html
BWG[/quote]
Nu sie ist in der jetzigen Form rechtswidrig. Die Politik müsse sie nur neu 'ordnen', gesetzlich regeln, dann geht das Spiel von vorne los.
BWG[/quote]
Naja geschafft haben die das ja seid 2008 nicht, da gab es das erste Urteil bezüglich fehlender Rechtsgrundlage - ich hoffe das Bundesverwaltungsgericht kippt diesen Sammel und Meldewahn diverser Beamter dann endlich...
Raupe
[quote="Volksstimme von heute"]Runder Tisch zum Thema Fußball und Gewalt
Zehn Punkte gegen Gewalt – 2011 wird es keinen Fußball am 1. Mai geben
Der deutsche Fußball macht gegen neue Gewalt in den Bundesliga-Stadien mit einem Zehn-Punkte-Programm mobil – schon der 1. Mai soll zu einem Lackmustest werden. Denn am 33. Spieltag wird weniger Polizei in den Bundesliga-Stadien präsent sein. Im kommenden Jahr wird es am Maifeiertag keine Spiele der 1. und 2. Bundesliga geben, um die hohe Belastung der Polizei zu reduzieren.
Berlin (dpa). Dies versprachen die Verantwortlichen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Politik gestern bei einem Runden Tisch zum Thema Fußball und Gewalt.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière wertete diese neuen Maßnahmen als klares Zeichen, dass nach den jüngsten Fan Ausschreitungen in der Bundesliga „auch im Fußball neue Anstrengungen unternommen werden“.
DFL-Präsident Reinhard Rauball stellte in Berlin den Zehn-Punkte-Plan vor: Er reicht von der Intensivierung präventiver Maßnahmen und der Verbesserung der Kommunikation über wissenschaftliche Begleitung, einem Ehrenkodex für Fans bis hin zu Bewährungsmöglichkeiten für bestrafte Anhänger. Personengebundene Eintrittskarten oder die Abschaffung von Stehplätzen stehen dagegen nicht auf der Agenda.
Schon am kommenden 1. Mai solle aus den Fußball-Stadien bei weniger Polizeipräsenz „ein Signal gegen Gewaltbereitschaft“ ausgehen, forderte de Maizière. Zwar konnten DFL und DFB für diesen Tag, an dem die Polizeikräfte deutschlandweit wegen befürchteter Krawalle am Rande der Mai-Demonstrationen gefordert sind, nur in Nuancen für eine Entzerrung sorgen. „Das ist der vor letzte Spieltag der Bundesliga“, wies Rauball darauf hin, dass die Austragung aller Partien an diesem Tag schon wettbewerbsmäßig vorgeschrieben sei.
Doch für die kommenden Jahre soll der fußballfreie 1. Mai in Deutschland trotz der gültigen Fernsehverträge durchgesetzt und damit die Polizei entlastet werden, versprachen Rauball und DFB-Präsident Theo Zwanziger. Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Länder-Innenminister (IMK), sieht in dieser Zusicherung verbunden mit den anderen Maßnahmen einen „Quantensprung“ in der Zusammenarbeit des Fußballs mit der Polizei
Angesichts der jüngsten Ereignisse wie in Berlin, als rund 150 Hertha-Chaoten nach dem Spiel gegen Nürnberg den Rasen gestürmt hatten, und alarmierender Zahlen zeigte sich de Maizière „froh“ über die neuen Initiativen des Fußballs. In der vergangenen Saison hatte es bei den 612 Spielen der 1. und 2. Bundesliga 830 verletzte Personen, davon 229 Polizisten, gegeben. Rund eine Million Einsatzstunden habe die Polizei geleistet, zählte der Innenminister auf. Es gebe 12 000 Problemfans in Deutschland, 3500 Stadionverbote seien ausgesprochen worden. Insgesamt hätten die Polizei-Einsätze bei Fußball-Spielen 100 Millionen Euro gekostet, ergänzte Ahlhaus. Die Forderung beispielsweise der Deutschen Polizeigewerkschaft, dass sich die Bundesliga an diesen Kosten beteiligen soll, lehnte DFL-Chef Rauball erneut ab. [/quote]
FCMcrewBS
[quote="[url=http://www.mdr.de/sport/fussball_3l/7278866.html]mdr.de[/url]"]Vorwürfe nach Gewalt im Jenaer Fanblock
Nach dem Spiel des FC Carl Zeiss Jena gegen Heidenheim ist es im Jenaer Fanblock zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei gekommen. Das Fanprojekt schiebt den "Schwarzen Peter" den Beamten zu und erhebt schwere Vorwürfe.
Sanitäter mussten einige Personen verarztenNach Lage der Dinge wollte die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) der Polizei die Identität einer Person feststellen, die im Derby gegen Erfurt vermummt gewesen sein soll. Laut Fanprojekt war der mit Gewalt aus dem Block geholte Mann aber unschuldig. Letztendlich seien unter anderem sechs Jenaer Ordner von den Polizisten verletzt worden. Die Polizei bestätigte bislang nur Auseinandersetzungen, will sich aber am Dienstag mit dem Verein treffen und die Geschehnisse besprechen.
Fanprojekt Jena: "Unverhältnismäßigkeit der Polizei"
Die gewalttätigen Szenen gehen nach Ansicht des Jenaer Fanprojekts auf das Konto der Polizei. "Die Eskalation wäre auf jeden Fall vermeidbar gewesen", sagte Fanprojekt-Mitarbeiter Matthias Stein dem MDR. Identitätsfeststellungen seien nichts Ungewöhnliches. "Das lief zuletzt aber immer ruhig ab, und die Fans kooperierten. Diesmal aber gab es in dieser Hinsicht keine Chance." Selbst der szenekundige Beamte (SKB) vor Ort sei machtlos gewesen.
Stein äußerte sich erschrocken über die Brutalität der Beamten: "Als sich die Lage wieder halbwegs beruhigt hatte, hat die Polizei nochmal zugeschlagen." Er habe selbst gesehen, wie sogar Ordner, die sich zwischen die aufgebrachten Fans und die Einsatzkräfte gestellt hätten, gezielt attackiert worden seien.
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Pappel
Mal was vom 01.Mai!
Ab Sekunde 26 wird gezeigt, wie sehr doch die Polizei dein Freund und Helfer ist!! :==
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