FCMFan1990
[quote="Wassermann"]Mein Tipp an den Investor :Spar lieber das Geld und investiere in den Nordabschnitt des Breiten Weg´s! (man wird ja wohl noch Träume haben dürfen ;) )[/quote]
Dafür würden selbst 50 Mio nicht reichen :o :twisted:
Im Ernst: Im Nordabschnitt kann man nur noch Schadensbegrenzung betreiben, auch wenn die Sanierung des HdL und dieser einen Ladenzeile dort natürlich lobenswert sind. Man wird da aber flächig keine hochwertigen Geschäfte und Kundenströme hinziehen können, aus dreierlei Gründen:
1. es fehlt schlicht und einfach das Flair (da ist jedes Florapark oder jedes Allee-Center attraktiver und man fühlt sich wohler)
2. das große Allee-Center, welches kräftig Kunden anzieht
3. hochwertige Geschäft siedeln sich, wenn außerhalb des Allee-Centers, eher in der südlichen Altstadt an, einfach weil sie immer attraktiver und geschäftiger wird, während die nördliche Innenstadt (bis auf den Alten Markt, Karstadt) alles andere als belebt und geschäftig ist.
Da aber das Geld und der Wille (?) für eine wirklich flächige Neustrukturierung und Umgestaltung für die nördliche Innenstadt fehlt und das Allee-Center nicht abgerissen wird, wird der nördliche Breite Weg immer ein Schattendasein fristen.
Wassermann
Sehe ich ehrlich gesagt nicht ganz so "hoffnungslos" wie du!
Ich behaupte einfach, dass das "Flair" ganz in ordnung ist,klar an den "glorreichen" Zeiten vor dem 2 Wk.wird man nicht annähernd anknüpfen können,aber mit ein paar starken,"niveauvollen" Läden mit klangvollen Namen bzw.Läden mit starken Kundenzuspruch a la Primark,Zara,Starbucks,Globetrotter o.ä. und möglicherweise einer Bebauung am Universitätsplatz bspw.Galeria Kaufhof(ohne eigenen Parkmöglichkeiten) könnte man den Nordabschnitt recht schnell wieder Leben einhauchen.
Den architektonischen Aspekt jetzt mal außen vorgelassen.
So hat man sich aber leider für Mieter wie "1000 kleine Dinge"oder anderen "Rammschläden" entschieden.So lange es da kein Umdenken gibt ,sehe auch ich kaum Entwicklungspotenzial für dieses Gebiet!
BWG
FCMFan1990
[quote="Wassermann"]Sehe ich ehrlich gesagt nicht ganz so "hoffnungslos" wie du!
Ich behaupte einfach, dass das "Flair" ganz in ordnung ist,klar an den "glorreichen" Zeiten vor dem 2 Wk.wird man nicht annähernd anknüpfen können,aber mit ein paar starken,"niveauvollen" Läden mit klangvollen Namen bzw.Läden mit starken Kundenzuspruch a la Primark,Zara,Starbucks,Globetrotter o.ä. und möglicherweise einer Bebauung am Universitätsplatz bspw.Galeria Kaufhof(ohne eigenen Parkmöglichkeiten) könnte man den Nordabschnitt recht schnell wieder Leben einhauchen.
Den architektonischen Aspekt jetzt mal außen vorgelassen.
So hat man sich aber leider für Mieter wie "1000 kleine Dinge"oder anderen "Rammschläden" entschieden.So lange es da kein Umdenken gibt ,sehe auch ich kaum Entwicklungspotenzial für dieses Gebiet!
BWG[/quote]
Das dieser Bereich nie wieder den Flair von der Vorkriegszeit kriegen wird, ist klar. Diese Zeit ist vorbei.
Der Punkt ist aber: Hochwertige, bekannte Geschäfte schön und gut, nur die wollen da scheinbar nicht hin oder sind dort wieder weggezogen. Alles was irgendwie Klang und Namen hat und kein Ramsch ist, zieht sich entweder ins südliche Stadtzentrum oder ins Allee-Center, eben dort wo die meisten Kunden sind und einkaufen wollen.
Und ich glaube auch nicht, dass z.B. ein Galeria Kaufhof daran nennenswert etwas ändern könnte. Die Idee mit dem Verzicht auf Parkplätze ist gut, wird aber kein großer Investor mit sich machen lassen, da sie dadurch auf etliche Kunden und dementsprechend etliches an Umsatz verzichten müssten. Und wenn wir Pech haben, schwächen wir durch solch einen Einkaufstempel wieder unseren attraktiveren südlichen Teil der Innenstadt.
Der nördliche Breite Weg ist so wie er ist, halbwegs akzeptabel und hinnehmbar für diese Ecke. Wir haben mehr damit zu tun unsere eigentliche Perle (südliche Innenstadt (südlich der E-R-Allee) zu stärken und aufzuwerten. Alles zwischen Alten Markt und Uniplatz ist, wenn man ehrlich ist, als Innenstadt mehr oder weniger wertlos (Betonung: Nur Innenstadt, nicht Wohngebiet). Daraus wird man auch nichts mehr machen können.
Es ist und bleibt ein großes, wenn auch schönes (Plattenbau-)wohngebiet.
Aerolith
[quote="appel"]wie formuliert es mein Schauspielkollege immer trefflich, wenn es bei solchem Geschwafel nicht mehr weitergeht :
[b]Ich geh mal kacken ![/b][/quote]
vor solchen schauspiel-kollegen (!) hat mich meine mama immer gewarnt. ist das handwerk des schauspielers nicht das zigmalige aufsagen ein und desselben? ist dein kollege nicht vielleicht nur ein klugscheißer?
[u]nordabschnitt[/u]: noch mehr konsumtempel? mehr fällt euch dazu nicht ein? ich schlage für diesen bereich abriß und errichtung eines zentralen parks vor. am theaterplatz (boleslaw bierut) sollte vielleicht ein hochhausring stehen, barockizid, mit terrassen und großen wohnungen.
Leuchtboje
[quote="Aerolith"][quote="appel"]wie formuliert es mein Schauspielkollege immer trefflich, wenn es bei solchem Geschwafel nicht mehr weitergeht :
[b]Ich geh mal kacken ![/b][/quote]
vor solchen schauspiel-kollegen (!) hat mich meine mama immer gewarnt. ist das handwerk des schauspielers nicht das zigmalige aufsagen ein und desselben? ist dein kollege nicht vielleicht nur ein klugscheißer?
[/quote]
Ich tippe mal, er meint John Travolta als Vincent Vega in PULP FICTION.. 8-) ( aber Kollege ...??? :roll: )
Aerolith
ach, ich bin ja nun ein bißchen doof. also appel meinte nicht schauspiel-kollegen, sondern einen schauspieler-kollegen? und dann meinte er auch noch einen, der auf dem closette erschossen wurde, wenn ich mich recht entsinne.
is ja nen tolles gleichnis.
appel, jeh in jarten und reib heizöl. da kommt mehr bei rum.
Uli Block 10
[quote="Aerolith"][u]nordabschnitt[/u]: ...am theaterplatz (boleslaw bierut) sollte vielleicht ein hochhausring stehen, barockizid, mit terrassen und großen wohnungen.[/quote]
theaterplatz hieß der noch nie. 'deutscher platz', 'kaiser-wilhelm-platz', 'staatsbürgerplatz', 'boleslaw-bierut-platz' - was ist da eigentlich gegen die aktuelle benennung 'universitätsplatz' einzuwenden?
und vor allem, was ist eigentlich 'barockizid'? darf ich mir unter einem barockiziden hochhausring eine ovale stalinallee vorstellen oder gar etwas so schönes wie das centrul civic in bukarest?
Wassermann
Und gleich wieder neuer Diskussionsstoff :D
Es geht wieder einmal um die Pläne am Prämonstratenserberg :!:
(Volksstimmeartikel nicht online verfügbar)
Alle bisherigen Pläne(Stadtvillen)wurden schon aufgrund des neugestalteten "Bauarbeiterhotels"verworfen,stattdessen schreibt die Vst. folgendes...
"....dass hier die Bebauung ins Grün eingebettet werden soll, dass eine Art Gartenlandschaft entstehen soll.
Neben der Schaffung von Wohnraum in Elb- und Innenstadtnähe setzt die Magdeburger Wohnungsbaugesellschaft aber auch auf einen ganz anderen Schwerpunkt: Mit der Neubebauung des bis zur Zerstörung Ende des Zweiten Weltkriegs über Jahrhunderte dicht bebauten Gebietes soll ein neuer Innenstadtbereich mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Aus einer „toten Ecke“ könnte eine Stelle städtischen Lebens werden. Will heißen: Gemeinsam mit der wiederbelebten Ladenzeile im Block der Regierungsstraße soll eine Art neue Flaniermeile entstehen, auf die die Magdeburger ebenso wie die Besucher der Stadt gern einmal zum Schlendern vorbeikommen."
Meinungen?
BWG
Aerolith
ich danke für die belehrung, sitzopa.
das ist sache der architekten. ich meine nur, daß die stadt mehr barock gebrauchen kann und darauf verzichten sollte, mitten in die stadt einfamiliensiloanlagen zu placieren. am theaterplatz bietet sich eine umgestaltung geradezu an. man könnte die zwei neubauensembles weghauen und die grünfläche am hellweg frisch bebauen. die zehngeschosser im nordabschnitt des breiten wegs sind häßlich. da hülft auch keine stinkteure verglasung und nen ladenvorbau. weg damit.
wird alles nicht passieren. ich schätze, sie werden da noch zweihundert jahre kosmetik betreiben - und es wird nicht schöner.
das mit der neubebauung hinterm petriförder finde ich gut. wenn man den leuten vom breiten weg dort zuerst wohnungen anböte, könnte man sie aus dem breiten weg rausbekommen und hätte die blöcke dort schnell frei - um sie abzureißen.
P.S. Ich hab noch ne vierte Theorie zu unseren Stadtfarben gefunden: Ulrich von Augsburg, dem zu Ehren die Ulrichskirche als erste Stadtkirche vor 1000 gegründet wurde, brachte seine Stadtfarben mit nach Magdeburg. nämlich grün-rot.
FCMFan1990
Die Idee klingt erstmal sehr charmant und spannend, allerdings ist das alles auch noch äußerst unkonkret und unreif.
Klar ist aber, dass man mit der Elbnähe und mit dem Gefälle am Hügel einiges schönes machen kann.
Ich frage mich aber dennoch, wie sich die Wobau das vorstellt, denn viel Platz ist da nicht wirklich, wenn man ehrlich ist. Denn da ist nämlich das große, unschöne Parkhausgebilde in direkter Nähe.
Und gleichzeitig habe ich aber auch Bauchschmerzen, wenn ich daran denke, dass die Wobau dieses Projekt realisieren will. Wirklich richtig schöne Bauten sind noch nicht entstanden und auch die Sanierungen sind immer grundsolide, aber immer nach Schema F (bis auf das Bauarbeiterhotel).
FCMFan1990
[quote="Aerolith"]man könnte die zwei neubauensembles weghauen und die grünfläche am hellweg frisch bebauen. die zehngeschosser im nordabschnitt des breiten wegs sind häßlich. da hülft auch keine stinkteure verglasung und nen ladenvorbau. weg damit.
wird alles nicht passieren. ich schätze, sie werden da noch zweihundert jahre kosmetik betreiben - und es wird nicht schöner.[/quote]
Die Neubauten am Uniplatz empfinde ich als sehr gelungen. Ich erwarte jetzt eigentlich nur noch eine hochwertige Sanierung der Plattenbauten an dem Platz und den Neubau eines ebenso großstädtischen, architektonisch ansprechenden Wohnkomplexes, dann bin ich zufrieden.
Deine Einschätzungen zum Breiten Weg sind drastisch, dennoch sehe ich das ähnlich. Mit ein bisschen Aufhübschung hier und ein bisschen Aufhübschung da, löst man das eigentliche Problem dieser "Flaniermeile" nicht, man kann es allerhöchstens lindern.
Da aber ein flächiger Abriss nicht in Sicht und auch nicht realisierbar ist, sollte das Gebiet einfach weiter gepflegt und saniert werden und als innenstadtnaher Wohnbereich mit bezahlbaren Wohnraum angesehen und geschätzt werden.
Arpi
[quote="Aerolith"]
papstkirche gibt es nicht nur in rom/vatikan, sondern in vielen teilen europas. grob gesagt, d.i. so ein sammelbegriff für die kirchen, in denen speziell für den luxus in rom bezahlt wurde. wenn ich dir halbgebildetem das mal beibiegen darf: der papst wird von kardinälen gewählt, aus diesem kreis bestimmt. in diesen kreis muß man erst mal (als laie) reinkommen. das erfolgte über ämterkauf, simonie. da machten viele mit, auch albrecht von brandenburg. der kaufte sich quasi unsern dom auf seinem wege zum papstposten. weiß nicht, ob er papst werden wollte, aber hoch hinaus wollte er, sonst hätte er sich nicht auch noch um mainz beworben und hoch verschuldet, sonst hätte er nicht mit leo (der war alt und papst) in rom den deal gemacht und leo hätte ihm dann nicht erlaubt, die schulden über das supergeschäft der ablaßbriefe einzutreiben. dafür war magdeburg vorgesehen, also der ostfälische raum bis brandenburg rein, aber in brandenburg war seinerzeit nix zu holen, also magdeburg...[/quote]
Meines Wissens nach ging es Albrecht nicht um den Papstthron sondern um den Titel des Kurfürsten. Sieben Kurfürsten wählten im Mittelalter (bis 1648, danach 8 Kurfürsten bis 1806) den deutschen König / Kaiser. Wenn er zwei Kurfürstenwürden inne hatte (Brandenburg und Mainz), dann hatte er im Entscheidungsgremium deutlich größeren Einfluss auf Wahl und Wirken des künftigen Regenten
Aerolith
[quote="Arpi"]
Meines Wissens nach ging es Albrecht nicht um den Papstthron sondern um den Titel des Kurfürsten. Sieben Kurfürsten wählten im Mittelalter (bis 1648, danach 8 Kurfürsten bis 1806) den deutschen König / Kaiser. Wenn er zwei Kurfürstenwürden inne hatte (Brandenburg und Mainz), dann hatte er im Entscheidungsgremium deutlich größeren Einfluss auf Wahl und Wirken des künftigen Regenten[/quote]
man soll nie nie sagen. wer churfürst, erzbischof und noch mal churfürst ist, der will noch mehr, denke ich. ist aber müßig, darüber zu spekulieren, zumal das mit dem dom nicht sehr viel zu tun hat. mir ging es lediglich darum, zweierlei anzuzeigen:
1. der dom war die letzte kirche in magdeburg, die reformiert, also protestantisch wurde, was seinen grund darin hatte, daß sie eine dem papsttum sehr nahestehende kirche war und es große (mutmaßlich auch militärische) verwicklungen gegeben hätte, wenn die magdeburger hier hand angelegt hätten und
2. das von koch geplante dom-museum mit edith und wichmann als zentralen attraktionen ist unsinnig, da weder edith noch wichmann was mit dem dom zu tun hatten, da der dom erst lange nach ihrer zeit gebaut wurde
Jörn
[quote="Aerolith"][quote="Arpi"]
Meines Wissens nach ging es Albrecht nicht um den Papstthron sondern um den Titel des Kurfürsten. Sieben Kurfürsten wählten im Mittelalter (bis 1648, danach 8 Kurfürsten bis 1806) den deutschen König / Kaiser. Wenn er zwei Kurfürstenwürden inne hatte (Brandenburg und Mainz), dann hatte er im Entscheidungsgremium deutlich größeren Einfluss auf Wahl und Wirken des künftigen Regenten[/quote]
man soll nie nie sagen. wer churfürst, erzbischof und noch mal churfürst ist, der will noch mehr, denke ich. ist aber müßig, darüber zu spekulieren, zumal das mit dem dom nicht sehr viel zu tun hat. mir ging es lediglich darum, zweierlei anzuzeigen:
1. der dom war die letzte kirche in magdeburg, die reformiert, also protestantisch wurde, was seinen grund darin hatte, daß sie eine dem papsttum sehr nahestehende kirche war und es große (mutmaßlich auch militärische) verwicklungen gegeben hätte, wenn die magdeburger hier hand angelegt hätten und
[b]2. das von koch geplante dom-museum mit edith und wichmann als zentralen attraktionen ist unsinnig, da weder edith noch wichmann was mit dem dom zu tun hatten, da der dom erst lange nach ihrer zeit gebaut wurde[/b][/quote]
naja. zumindest halten sie sich bis heute darin auf. und wer sagt denn, dass das dommuseum nur ein museum ist, was sich auf den aktuellen dom bezieht. wenns ein museum ist, dass die geschichte des ersten und zweiten doms in magdeburg abhandeln soll, haben die beiden wiederum doch noch mehr damit zu tun.
Uli Block 10
[quote="Aerolith"]...ich meine nur, daß die stadt mehr barock gebrauchen kann ...[/quote]
unfassbar, dass im 21. jahrhundert jemand ernsthaft fordert oder sich wünscht, in magdeburg barocke gebäude/fassaden neu zu errichten ...
[gelöscht]
[quote="Uli Block 10"][quote="Aerolith"]...ich meine nur, daß die stadt mehr barock gebrauchen kann ...[/quote]
unfassbar, dass im 21. jahrhundert jemand ernsthaft fordert oder sich wünscht, in magdeburg barocke gebäude/fassaden neu zu errichten ...[/quote]
du wirst lachen, ich würde das auch gut finden und mir wünschen! in Dresden hat man es sogar schon gemacht. nur weil du es nicht gut findest muss es lange noch nicht unfassbar sein......
Braugold-Fan
Historisierende Disneyland-Architektur ist doch momentan schwer in Mode. Man schaue nur auf die Schlösser, die derzeit in Berlin und Potsdam hochgezogen werden.
Aerolith
es geht nicht um disneyland, sondern um architektur und stadtbild. der breite weg hat seine historische bedeutung aufgrund seiner barocken gestaltung, nicht mittelalterlich, nicht postmodern, sondern frühneuzeitlich, wie die zeit des barock historisch auch fixiert wird. ich will da keine pappfassade, die bunt angemalt wird, sondern häuser, die während des barock da standen, die besten und schönsten und nicht alle. all das sollte in ein ensemble aus neuem, künftigem und vergangenem integriert sein. das dümmste und schon auf mittlere sicht teuerere ist die sanierung der zehn- und fünfgeschosser aus DDR-zeiten, am blödsinnigsten noch mit einer glasfassade einer ramschladenkette.
es ist besser und wertsteigernder für die stadt, diese dinger abzureißen und statt dessen ganz langsam mit dem handwerklich-fundierten neuaufbau des breiten weges (nordabschnitt) anzufangen. das werden uns unsere kinder und kindeskinder danken.
am einfachsten ist es, sich vom theaterplatz richtung karstadt langsam vorzuarbeiten.
Kille
...
FCMFan1990
[quote="Kille"][quote="jürgen"]"... ich würde das auch gut finden und mir wünschen ..."[/quote]
Ich auch! ;![/quote]
Ich würde mir das auch wünschen! ;!
[quote="Aerolith"]es geht nicht um disneyland, sondern um architektur und stadtbild. der breite weg hat seine historische bedeutung aufgrund seiner barocken gestaltung, nicht mittelalterlich, nicht postmodern, sondern frühneuzeitlich, wie die zeit des barock historisch auch fixiert wird. ich will da keine pappfassade, die bunt angemalt wird, sondern häuser, die während des barock da standen, [b]die besten und schönsten und nicht alle. all das sollte in ein ensemble aus neuem, künftigem und vergangenem integriert sein.[/b]das dümmste und schon auf mittlere sicht teuerere ist die sanierung der zehn- und fünfgeschosser aus DDR-zeiten, am blödsinnigsten noch mit einer glasfassade einer ramschladenkette.
es ist besser und wertsteigernder für die stadt, diese dinger abzureißen und statt dessen ganz langsam mit dem handwerklich-fundierten neuaufbau des breiten weges (nordabschnitt) anzufangen. das werden uns unsere kinder und kindeskinder danken.
am einfachsten ist es, sich vom theaterplatz richtung karstadt langsam vorzuarbeiten.[/quote]
Das dick markierte unterstütze ich vollkommen. Das dieses Modell funktioniert zeigen die Beispiele Dresden und Frankfurt eindrucksvoll. Unglaublich, um wieviel attraktiver die Innenstädte durch diese Maßnahmen geworden sind. Dabei ist Dresden besonders hervorzuheben. Potsdam ist auch auf einem guten Weg, wobei die Linke (wer sonst?) noch sehr versucht dort gegenzusteuern.
In Magdeburg hätte dieses Modell auch Erfolg gehabt und die Innenstadt deutlich attraktiver gemacht. Dabei spreche ich nicht davon, großflächig Plattenbauten u.a. DDR-Architektur abzureißen und dann zu rekonstruieren, sondern höchstens punktuell (!), da wo es eben passt.
Ich nenne mal Beispiele, wo es mMn gepasst hätte:
- Bereich Breiter Weg zwischen Leiterstraße und Ulrichshaus
- Ecke Breiter Weg/Danzstraße
- Danzstraße (Bereich am Dom)
- Alter Markt (anstelle des Sparkassengebäudes)
- Bei der Hauptwache
Jeweils immer nur die bedeutensten Bauwerke, den Rest mit standortangepassten Neubauten. Anders machen es die anderen Städte auch nicht.
Allerdings halte ich nichts davon, dieses Modell am Nordabschnitt durchzuführen und dementsprechend eine Straße aus dem Gesamtensemble zu reißen. Das würde nichts bringen.
Aber der politische Wille ist eben noch nicht da und unter Trümper als OB, wird der politische Wille dazu auch nicht kommen.
Mir würde es ja schon reichen, wenn man wenigstens stilvoll modern bauen würde, aber das tut man ja auch nicht. Da hat man die Chance den Breiten Weg Nordabschnitt ein wenig aufzuwerten und dann lässt man einen Investor solch ein grausiges Marietta-Quartier bauen, wo alle gestalterischen Aspekte ins Bodenlose fallen und man es mMn sogar geschafft hat, eine Verschlechterung zum Vorzustand (Plattenbau) zu erreichen. Und so gibt es noch zahlreiche Beispiele in der Innenstadt, wo ich mich als Bürger einfach frage, ob die Entscheidungsträger nicht wenigstens ein wenig gestalterischen Anspruch haben. Ein gutes Beispiel ist auch die grausam verunstaltete Lukasklause. :twisted:
Versteht mich nicht falsch, unser Magdeburg ist eine schöne Stadt und es hat sich vieles deutlich verbessert, aber man könnte noch so viel aus unserem schönen Magdeburg machen und verbessern.