MD-Reiner
[attachment=0]20180629_100128.jpg[/attachment]
Auf dem Bild sieht man rechts ein Haus. Auf den ersten Blick sieht es alt aus, hat "kaputte" Fensterläden.
Dieses Haus, zusammen mit dem linken Haus ist im Innern mega modern und tatsächlich nur 1 Haus. beide Fassaden sind eine Vorgabe gewesen, ansonsten hätte es nicht renoviert und erneuert werden dürfen. Die Fassade ist genau so(!) gewollt, damit sich 2 alte Häuser nach der Erneuerung in das Gesamtbild einfügen. Ist das nicht klasse durchdacht?
Ich erinnere hier nochmals, nur als Beispiel, an Banken und Sparkassen in MD, bei deren Neubauten am Hassel, Alter Markt, Domplatz ich mir vergleichbares gewünscht hätte. Für die von Aerolith angesprochenen Neubaublöcke im Breiten Weg hätte es sicher auch passendere Fassaden gegeben. Aber da man über Geschmack nicht streiten kann, muss man diese Entscheidungen ertragen. Ich persönlich hätte es besser gefunden einen Bogen vom Hassel bis zum Domplatz zu spannen, unter dem architektonisch mehr zusammen passt. Aber die Leute mit Ahnung und Verantwortung werden schon wissen, was sie da gemacht haben.
Uli Block 10
lass mich raten, beide fassaden standen noch?
MD-Reiner
[quote="Uli Block 10"]lass mich raten, beide fassaden standen noch?[/quote]
Ich könnte, wenn ich wollte hier Fotos posten, wo Fassaden noch standen und wo nicht. Es gibt genug Beispiele in Europa.
Aber das bringt nichts. Denn es wäre egal, für mich. Wichtig ist das Ergebnis und darum ging es hier bis jetzt und nicht darum, ob oder nicht... Und komme mir nicht mit Kosten oder Kompromisse. Denn es ist nur(!) eine Frage der Vorgaben. Auch hier hätte ich Beispiele genug.
Übrings finde ich selbst Eisenhüttenstadt architektonisch interessant. Allerding nur solange, bis dort jemand ultramoderne Häuser mit häßlichen Fassaden wie in MD bauen darf oder z.B. Fachwerkhäuser aufgestellt werden, die da für mich auch nicht hinpassen würden . :roll:
Wir reden aneinander vorbei. Macht aber nichts. Als Sandlatscher schreibe ich hier nur, was ich denke. :mrgreen:
Jörn
Ist halt die Frage ob als hier die grübderzeithäuser gebaut wurde die leute auch gemeckert haben, was diese langweiligen modernen klötzer in unserer schönen barocken stadt zu suchen haben.
Und als barock in Magdeburg Einzug hielt, kam vielleicht tasächlich die Frage auf was diese ktischigen modernen Dinger hier sollen und warum man so die schöne mit völlig anderer bautradition behaftete einst so große stadt so berschandeln kann.
Allein der Domplatz ist für mich ein Traum und steht in seiner architektonischen diversität wie nichts anderes. Gibt es überhaupt einen Ort auf der Welt mit so uneinheitlicher Architektur? Ich finde das hat etwas.
Erstmal der Dom und das kloster. Ja ich weiß das kloster ist nicht direkt donplatz. Aber die beiden passen ja so überhaupt nicht zusammen. Wie man überhaupt auf die Idee kam in so einer romanischen gepägten Gegend und Stadt son gotisches teil hinzurotzen? Braucht keiner antworten, man wollte halt hoch hinaus und hat da auf traditionelle bauweise gepfiffen. Dann die preußischen Bauten wo jetzt der Landtag drin ist. Ich meine das passt dich überhaupt gar nicht zu den mittelalterlichen Bauten drumherum. Also das passt nullkomma null. Das war schon so durcheinander, da passt dann der glasbau auch irgendwie. Und das hundertwasserhaus ist für mich eins der schönsten und beeindruckendsten bauten in Magdeburg. Es passt nirgends besser hina als am domplatz. Wenn ich jemanden nur einen ort in Magdeburg zeigen soll, dann den Domplatz. Gerade weil er in seiner abwechslung weltweit einzigartig ist und jedes gebäude seine eigene Besonderheit hat.
So war es halt in Magdeburg schon immer. Das ist unsere tradition. Immer so zu bauen wie es in dem Moment modern war wo man baute. Anachronistisch zu bauen. Das ist nicht Magdeburg. War es noch nie in all den Jahrhunderten. Überhaupt ist der magdeburger eher praktisch als ästhetisch veranlangt. Da brauchen wir auch niemand anderen etwas vormachen.
KirscheMD
[quote="Jörn"]
Allein der Domplatz ist für mich ein Traum und steht in seiner architektonischen diversität wie nichts anderes. Gibt es überhaupt einen Ort auf der Welt mit so uneinheitlicher Architektur? Ich finde das hat etwas.
[/quote]
Genau das habe ich ja auch schon so geschrieben. Diesen extremen Mix hat doch keine andere Stadt zu bieten :-) Und ja, das hat auch was!
Recht machen kann man es nie allen, von daher...
Ich hätte aber trotzdem gern noch ein paar Häuser nach altem Vorbild wieder erbaut.
MD-Reiner
[quote="Jörn"]Ist halt die Frage ob als hier die grübderzeithäuser gebaut wurde die leute auch gemeckert haben, was diese langweiligen modernen klötzer in unserer schönen barocken stadt zu suchen haben.
Und als barock in Magdeburg Einzug hielt, kam vielleicht tasächlich die Frage auf was diese ktischigen modernen Dinger hier sollen und warum man so die schöne mit völlig anderer bautradition behaftete einst so große stadt so berschandeln kann.
Allein der Domplatz ist für mich ein Traum und steht in seiner architektonischen diversität wie nichts anderes. Gibt es überhaupt einen Ort auf der Welt mit so uneinheitlicher Architektur? Ich finde das hat etwas.
Erstmal der Dom und das kloster. Ja ich weiß das kloster ist nicht direkt donplatz. Aber die beiden passen ja so überhaupt nicht zusammen. Wie man überhaupt auf die Idee kam in so einer romanischen gepägten Gegend und Stadt son gotisches teil hinzurotzen? Braucht keiner antworten, man wollte halt hoch hinaus und hat da auf traditionelle bauweise gepfiffen. Dann die preußischen Bauten wo jetzt der Landtag drin ist. Ich meine das passt dich überhaupt gar nicht zu den mittelalterlichen Bauten drumherum. Also das passt nullkomma null. Das war schon so durcheinander, da passt dann der glasbau auch irgendwie. Und das hundertwasserhaus ist für mich eins der schönsten und beeindruckendsten bauten in Magdeburg. Es passt nirgends besser hina als am domplatz. Wenn ich jemanden nur einen ort in Magdeburg zeigen soll, dann den Domplatz. Gerade weil er in seiner abwechslung weltweit einzigartig ist und jedes gebäude seine eigene Besonderheit hat.
So war es halt in Magdeburg schon immer. Das ist unsere tradition. Immer so zu bauen wie es in dem Moment modern war wo man baute. Anachronistisch zu bauen. Das ist nicht Magdeburg. War es noch nie in all den Jahrhunderten. Überhaupt ist der magdeburger eher praktisch als ästhetisch veranlangt. Da brauchen wir auch niemand anderen etwas vormachen.[/quote]
Finde deine Meinung interessant und gut auf MD anwendbar. Auch Kirsche hat das gut beschrieben.
Also geht es um Geschmack und wie wir wissen, kann man darüber nicht streiten. Zumindest in unserer Landeshauptstadt.
Dafür fahren wir dann nach Goslar, Quedlinburg, diverse Hansestädte, nach Erfurt ins Andereasviertel oder ins Elsass, weil da die Stadtzentren so schön sind. Nur bei uns, wos aussieht wir holl und boll, ist es so kaotisch, dass es schon wieder gut ist.
Als Laie werde ich natürlich immer vor einem neuen Bauwerk stehen und mich fragen, ob ich dies gut und schön oder einfach nur häßlich und unpassend finde. Und da sind mir die Bauvorschriften, auf die sich immer mal wieder andere berufen, völlig egal. Sie legalisieren ja nur die "Entgleisungen" von Architekten/ Künstlern und Bauherren. ;)
Uli Block 10
[quote="MD-Reiner"][quote="Uli Block 10"]lass mich raten, beide fassaden standen noch?[/quote]
Ich könnte, wenn ich wollte hier Fotos posten, wo Fassaden noch standen und wo nicht. Es gibt genug Beispiele in Europa.
Aber das bringt nichts. [b]Denn es wäre egal[/b], für mich. Wichtig ist das Ergebnis ...[/quote]
... über welches sich, entgegen anderslautenden sprichworten, doch immer trefflich streiten lässt. mir ist es aber eben nicht egal, ob man etwas erhält oder nur etwas nachbaut. erhalten ist sicher oft die richtige wahl, zumindest solange es sinn macht. wenn also irgendwo in einem geschlossenen gebäudeensemble ein zu sanierendes/erneuerndes gebäude steht, dann finde ich es in der regel richtig, von diesem zumindest die fassade zu erhalten. wenn da aber eine lücke ist, bin ich absoluter gegner, diese mit pseudoarchitektur vergangener epochen zu schließen...
ps. was jörn schrieb, trifft es insgesamt ziemlich gut.
MD-Reiner
Weil viele so [u]dachten[/u] wie du, haben wir in MD das Zentrum, was wir haben. Habe mit Absicht in der Vergangenheit geschrieben, denn die Würfel sind gefallen. Komisch für mich nur, dass seit rund 70 Jahren offensichtlich deine Meinung in MD bei denen vorherrscht, die auch die Entscheidungen fällen.
Das Ergebniss Mischmasch ist für jeden sichtbar.
Mir wären andere Entscheidungen lieber gewesen. Da es hier aber ausschließlich um Geschmack geht, waren halt für mich immer die falschen Entscheidungsträger am Werk, mit einem Geschmack den[u] ich[/u] nicht nachvollziehen kann.
So und nu is jut, denn beim Fußball haben wir offensichtlich den selben "Geschmack". Wenigstens was. :)
Jörn
Ich weiß ja nicht ob es wirklich viele beispiele gibt, wo das anders ist. Gibt es wirklich Städte in denen ganze straßenzüge mit alter architketur wieder aufgebaut wurden? Also es gibt ja nichts was es nicht gibt, aber normal ist, was weg ist, ist weg.
Steven Burns
[quote="Jörn"]Ich weiß ja nicht ob es wirklich viele beispiele gibt, wo das anders ist. Gibt es wirklich Städte in denen ganze straßenzüge mit alter architketur wieder aufgebaut wurden? Also es gibt ja nichts was es nicht gibt, aber normal ist, was weg ist, ist weg.[/quote]
Spontan würde mir da die neue Frankfurter Altstadt einfallen. Wobei mein Empfinden dort auch etwas befremdlich ist, da es sich irgendwie künstlich anfühlt. Ansonsten bekanntermaßen Dresden, wobei hier vielleicht "ganze Straßenzüge" nur bedingt zutreffend ist.
bluesky
Freiburgs Altstadt wurde nach dem Krieg originalgetreu wieder aufgebaut.
FCMFan1990
[quote="Aerolith"] Da werden die superhäßlichen Zehngeschosser im südlichen Abschnitt des Breiten Weges weggerissen - völlig zurecht. Was baut man neu hin: neue Betonklötzer ohne jeden Charme. Widerlich. Es fehlt der Mut, ewige Schönheit neu zu gestalten. Klar ist es teurer, barocke und Gründerhäuser äußerlich aufzubauen, zu rekonstruieren. Aber schon auf mittelfristige Sicht hin ist das zum Schaden der Stadt, der Gegend und der Bewohner, wenn man die billige Lösung präferiert.[/quote]
Zum Domquartier ein paar Sätze:
In diesem Bereich standen weder Barockhäuser noch prächtige Gründerzeithäuser, deren Rekonstruktion sich gelohnt hätte. Das waren biedere Mietskasernen. Auch und gerade deshalb gibt es von diesem Abschnitt praktisch keine historischen Fotos. Er war einfach belanglos.
Also eine Rekonstruktion wäre dort nicht in Frage gekommen. Letztlich haben es die Wohnungsbaugenossenschaften aus meiner Sicht trotzdem nicht gut gemacht. Man hat zwei Blöcke abgerissen und hat in etwas modernerer und diverserer Gestalt zwei neue Blöcke gebaut. Dabei wurden wesentliche Eigenheiten des Gebietes südlich der Danzstraße (Gründerzeitquartier) schlichtweg missachtet, indem man beispielsweise auf Hochhäuser, Staffelgeschoss, Treppenhäuser zur Straßenseite und ein oberirdisches Parkgeschoss gesetzt hat. Damit verstößt man grundsätzlich gegen die Gestaltungseigenarten der Umgebung. Den Wohnungsbaugenossenschaften ist da kein Vorwurf zu machen. Die nutzen das aus, was die Stadt ihnen bietet und schöpfen aus den stadtplanerischen Fehlern den größtmöglichen wirtschaftlichen Nutzen.
Auch muss man sich anschauen, was das umgebende Gebiet südlich der Danzstraße noch auszeichnet: Die Kleinteiligkeit! Nahezu kein Haus ist breiter als 50 Meter. Ich hätte es gut gefunden, wenn man sich den alten Straßen- und Grundstücksplan genommen und die Bebauung danach kleinparzelliert aufgegliedert hätte. Für das gesamte Gebiet hätte es einen umfassenden Fassadengestaltungswettbewerb geben müssen. Das ist lästig für die Bauträger, aber führt in der Regel zu einem besseren und vielfältigeren Endergebnis.
Bestes Beispiel für gelungene und moderne Innenstadtbebauung ist für mich das Lübecker Gründungsviertel. Dort hat man die alte, vollkommen überdimensionierte und grobschlächtige Nachkriegsbebauung abgerissen und durch kleinteilig parzellierte moderne Neubebauung ersetzt. Jedem einzelnen Grundstück ging ein Fassadenwettbewerb (begleitet durch eine Fachjury) voraus. Dabei wurde sich gestalterisch klar am Umfeld orientiert. Was ist das Ergebnis: Es ensteht 1. ein modernes Viertel und 2. ein harmonisches und vielfältiges Viertel auf Basis alter Stadtbaukunst und traditioneller Architekturprinzipien.
https://www.gruendungsviertel.de/home.html
Arpi
[quote="Jörn"]Ich weiß ja nicht ob es wirklich viele beispiele gibt, wo das anders ist. Gibt es wirklich Städte in denen ganze straßenzüge mit alter architketur wieder aufgebaut wurden? Also es gibt ja nichts was es nicht gibt, aber normal ist, was weg ist, ist weg.[/quote]
In Wien wurde jedes dritte Haus zerstört, man hat versucht viele der zerstörten Häuser wieder mit Originalfassade nachzubilden
Bolle65
[url=https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/immobilien-magdeburger-domviertel-laesst-huellen-fallen]https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/immobilien-magdeburger-domviertel-laesst-huellen-fallen[/url]
:thumbup:
Aerolith
[quote="FCMFan1990"][quote="Aerolith"] Da werden die superhäßlichen Zehngeschosser im südlichen Abschnitt des Breiten Weges weggerissen - völlig zurecht. Was baut man neu hin: neue Betonklötzer ohne jeden Charme. Widerlich. Es fehlt der Mut, ewige Schönheit neu zu gestalten. Klar ist es teurer, barocke und Gründerhäuser äußerlich aufzubauen, zu rekonstruieren. Aber schon auf mittelfristige Sicht hin ist das zum Schaden der Stadt, der Gegend und der Bewohner, wenn man die billige Lösung präferiert.[/quote]
Zum Domquartier ein paar Sätze:
In diesem Bereich standen weder Barockhäuser noch prächtige Gründerzeithäuser, deren Rekonstruktion sich gelohnt hätte. Das waren biedere Mietskasernen. Auch und gerade deshalb gibt es von diesem Abschnitt praktisch keine historischen Fotos. Er war einfach belanglos.
..
https://www.gruendungsviertel.de/home.html[/quote]
Unsinn. In jeder Stadt mit Dom/Stadtkirche ist die Domgegend jahrhundertelang die teuerste Wohngegend gewesen. Zudem war udn ist dieser Teil, von dem ich sprach, Teil des Breiten Weges gewesen, der prächtigsten Barockstraße der Welt. Da wohnte kein Gesocks in Mietghettos. Das war Innenstadt, reiche Ackerbauern errichteten dort ihre palastartigen Wohnhäuser, nach 1631 bauten dort reiche Beamte und Soldaten ihre Stadtwohnungen. Weiß nicht, wovon Du sprichst. Mietghettos gab es ab 1870 zuerst in Buckau, das liegt aber ein paar Kilometer vom Breiten Weg weg.
Mick Jagger
[quote="Aerolith"]
Unsinn. In jeder Stadt mit Dom/Stadtkirche ist die Domgegend jahrhundertelang die teuerste Wohngegend gewesen. Zudem war udn ist dieser Teil, von dem ich sprach, Teil des Breiten Weges gewesen, der prächtigsten Barockstraße der Welt. Da wohnte kein Gesocks in Mietghettos. Das war Innenstadt, reiche Ackerbauern errichteten dort ihre palastartigen Wohnhäuser, nach 1631 bauten dort reiche Beamte und Soldaten ihre Stadtwohnungen. Weiß nicht, wovon Du sprichst. [b]Mietghettos gab es ab 1870 zuerst in Buckau[/b], das liegt aber ein paar Kilometer vom Breiten Weg weg.[/quote]
Was es 1870 in Buckau gab dürfte der Alten Stadt Magdeburg egal gewesen sein, denn die eigenständige Stadt Buckau wurde erst 1887 eingemeindet. Magdeburg hatte aber eigene Probleme in Sachen menschenfreundliche Unterbringung der arbeitenden Bevölkerung. Das Knattergebirge war eines der am dichtesten bebauten Wohngebiete Europas.
KirscheMD
[quote="Bolle65"][url=https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/immobilien-magdeburger-domviertel-laesst-huellen-fallen]https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/immobilien-magdeburger-domviertel-laesst-huellen-fallen[/url]
:thumbup:[/quote]
Sehr gut. Komme heute aus dem Urlaub wieder und werde morgen mal vorm Spiel vorbei fahren. :-)
FCMSRO
[quote="KirscheMD"][quote="Bolle65"][url=https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/immobilien-magdeburger-domviertel-laesst-huellen-fallen]https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/immobilien-magdeburger-domviertel-laesst-huellen-fallen[/url]
:thumbup:[/quote]
Sehr gut. Komme heute aus dem Urlaub wieder und werde morgen mal vorm Spiel vorbei fahren. :-)[/quote]
Ganz ehrlich. Mir gefällt es.
madcynic
[quote="Aerolith"][quote="FCMFan1990"][quote="Aerolith"] Da werden die superhäßlichen Zehngeschosser im südlichen Abschnitt des Breiten Weges weggerissen - völlig zurecht. Was baut man neu hin: neue Betonklötzer ohne jeden Charme. Widerlich. Es fehlt der Mut, ewige Schönheit neu zu gestalten. Klar ist es teurer, barocke und Gründerhäuser äußerlich aufzubauen, zu rekonstruieren. Aber schon auf mittelfristige Sicht hin ist das zum Schaden der Stadt, der Gegend und der Bewohner, wenn man die billige Lösung präferiert.[/quote]
Zum Domquartier ein paar Sätze:
In diesem Bereich standen weder Barockhäuser noch prächtige Gründerzeithäuser, deren Rekonstruktion sich gelohnt hätte. Das waren biedere Mietskasernen. Auch und gerade deshalb gibt es von diesem Abschnitt praktisch keine historischen Fotos. Er war einfach belanglos.
..
https://www.gruendungsviertel.de/home.html[/quote]
Unsinn. In jeder Stadt mit Dom/Stadtkirche ist die Domgegend jahrhundertelang die teuerste Wohngegend gewesen. Zudem war udn ist dieser Teil, von dem ich sprach, Teil des Breiten Weges gewesen, der prächtigsten Barockstraße der Welt. Da wohnte kein Gesocks in Mietghettos. Das war Innenstadt, reiche Ackerbauern errichteten dort ihre palastartigen Wohnhäuser, nach 1631 bauten dort reiche Beamte und Soldaten ihre Stadtwohnungen. Weiß nicht, wovon Du sprichst. Mietghettos gab es ab 1870 zuerst in Buckau, das liegt aber ein paar Kilometer vom Breiten Weg weg.[/quote]
Da zeigst du mal wieder, dass du von der Magdeburger Stadtgeschichte nicht ganz so viel Ahnung hast. Der Abschnitt des Breiten Wegs, an dem das so genannte Domviertel steht, war zur Barockzeit Festungsgelände bzw. -vorfeld. Alles südlich der Danzstraße ist Teil der ersten Stadterweiterung unter Hasselbach. Und die Beschreibung als Mietskasernen trifft zum Teil auch zu. Die dort seinerzeit errichteten Gebäude zeichneten sich nämlich durch so viele Hinter- und Seitenhäuser aus, dass der Baupolizei phasenweise Hören und Sehen verging. Es gibt interessante Broschüren des Stadtplanungsamts, in denen sich u.a. auch Grundrisse finden lassen. Dass die Vorderhäuser prachtvoll aussahen, hat damit nichts zu tun - Straßenseite war schon immer was anderes als hinten raus.
Aerolith
es geht um die fassaden, nicht um das, was dahinter.
ich geb ja zu, bei mir kann man da schon mal durcheinanderkommen, denn ich bin eher der vertreter, der meint, es sei nicht so wichtig, wie's vornherum aussieht, hauptsache, es tut sich was hinter der fassade. bei der stadtplanung ist das aber umgekehrt, da sage ich, die fassaden sind entsche[size=100]idend, was aber dahinter gemacht wird, rein bautechnisch, ist mir wurscht.[/size]
[size=100]abgesehen davon sollte man gründerzeit und barock nicht durcheinanderbringen. aber beide baustile sind der itzigen lösung extrem vorzuziehen. und das ist meine kritik.[/size]