DISASTER
Jetzt simplifizierst du den Sachverhalt eben extrem, um deine Aussage durchzubringen.
Wir haben folgenden Sachverhalt: Titz möchte den Verein wechseln, auch weil er weiß, dass er Chancen bei anderen Vereinen hat. Zudem hat er laut eigenen Aussagen die Entwicklung beim FCM als Maximum gesehen - so war es indirekt rauszuhören. Er informiert Schork nach dem Paderborn-Spiel, dass er wechseln möchte. Zu einem früheren Zeitpunkt wäre es auch nicht gegangen. Hier handelt er aus meiner Sicht nachvollziehbar und optimal für den Verein, da er es frühstmöglich mitgeteilt hat. Jetzt ergibt sich das Problem, dass keiner der Vereine, von denen er dachte, er würde dort landen (wohl Bremen, Köln, Schalke), ihn letztendlich verpflichten wollte. Dafür kann er ja nichts. So musste er H96 annehmen, was für ihn immer noch eine Verbesserung darstellte. Zuvor hatte er nach den Absagen Schork nochmal klar gemacht, dass er nicht zurückkehren wird - im Vergleich dazu hätte er auch warten können, bis ein Vertrag unterschrieben ist - hier bestand also dann die Gewissheit für den Verein - aus beiden Alternativen Optimalfall für den Verein. Was aber hätte er dann anders machen sollen? Freiwillig vom Vertrag zurücktreten - dann wäre uns die Ablöse flöten gegangen - das Ergebnis wäre in beiden Fällen gewesen, dass wir einen neuen Trainer brauchen - also war es auch hier der Optimalfall aus beiden Alternativen. Wenn der Verein unbedingt Gewissheit gebraucht hätte, hätten sie ihn auch freistellen können - sicher aber auch mit Einbußen dann.
Daher meine Frage: was genau hättest DU von Titz erwartet, was er hätte anders machen sollen?
Natürlich ist das Missgunst - wenn man sein Verhalten objektiv betrachtet, hat er sich für den Verein optimal verhalten in den Bereichen, die er beeinflussen konnte, wenn man die Option streicht, dass er hier Trainer bleibt - die Missgunst kann also nicht das Resultat seines Handelns sein, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass es euch (und mir durchaus auch) einfach nur zu weh getan hat, dass er nicht mehr Trainer eures Vereins sein möchte, sondern lieber woanders hingeht. Das ist der einzige Fakt, der diese Missgunst hervorruft.
Und ob der Klassenerhalt bei einem sofortigen Abschied - und nochmal der war an sich schon nach dem Paderbornspiel kommuniziert, Schork klammerte sich nur an eine Hoffnung - schneller erreicht worden wäre, bleibt offen.