CU_Magdeburg
Der AfD-Parteitag war schon interessant. Letztlich nur das, was Lucke sich selber herangezogen hat, um einen gewissen Wahlerfolg sicher zu stellen. Die braunen Geister, die er rief, wurde er nun aber nicht mehr los. Die AfD ist nun endgültig und komplett an den rechten politischen Rand gerückt. Blinde Antiamerikanismus, blindes Prorussland, kombiniert mit ausländerfeindlichen und antisemitischen und teilweise verschwörungstheoretischen und braunesoterischen Elementen. Republikaner 2.0, mit Tendenz zur NPD.
Aerolith
seeyou, hanebüchener blödsinn, den du da schreibst. nazitum und prorussisches in einem gedanken abzuarbeiten, ist schon abenteuerlich. das ganze dann mit dem adjektiv "blind" zu garnieren, zeugt von wenig differenziertem betrachten. deine anmerkung hättest du dir besser schenken sollen. wenn du ein argument vorzubringen hast, diskutiere ich gern mit dir darüber. und nein, ich bin kein AfD-mitglied. ich bin da sehr kritisch, was die AfD angeht.
MD-Reiner
cu zeigt, dass es ein generelles Problem der Intolleranz gibt. Ich glaube, Tommi hat das hier auch schon versucht zu schreiben. Sobald man nicht der Mainstream-Meinung angehört ist man rechts, links, prorussisch, antiamerikanisch oder gehört, wie uns amerikanische Politiker zu belehren versuchen, zum alten Europa.
Wann um alles in der Welt hört das eigentlich mal auf? Nach dem nächsten Krieg, den bestimmt keiner gewollt hat? Jeder sollte bei sich anfangen, diesen Quatsch der Politik nicht zu wiederholen, und sei er noch so "nachvollziehbar". [u]Nichts von dem stimmt[/u], denn das haben Ideologien so an sich. Solange es Menschen und andere Tiere gibt, solange geht es um Macht. Wie sie verpackt ist, möge unterschiedlich sein, die Durchsetzung ist immer die gleiche- Krieg, Eroberung, Unterdrückung, arm, reich.
Jetzt kommt bestimmt gleich wieder die Fraktion um die Ecke, die beim Anblick ihres vollen Kühlschranks sagen, so schlecht geht es uns aber nicht. Ja aber auf wessen Elend beruht denn unser Luxus. Gerade auch deshalb braut sich politisch, aber auch ökonomisch (z.B. Börse) in der Welt einiges zusammen. Bei dem was da kommen könnte, nützt der noch volle Kühlschrank wenig. Wenn unser gutes Leben halbwegs so bleiben soll, reicht der Vogel Strauß zur Nachahmung nur recht wenig. Es reicht auch nicht, sich auf die eine oder andere Seite zu schlagen, die Kriese oder der Krieg der folgt, könnt ihr nicht überleben. Das ist auch nicht im Plan so vorgesehen. :o . (In Griechenland sterben Menschen wegen der Kriese und keiner, ich wiederhole keiner will Schuld sein.)
Ich schreibe hier nur immer wieder, weil ich die Meinung vertrete, dass es bessere Wege geben muss und auch gibt, sonst werden wir verheizt und gehen irgentwann den Bach runter. (buh- gehöre ich jetzt in die Schublade der Weltuntergansverschwörer? :evil: )
FCMcrewBS
[quote="MD-Reiner"]...Ich glaube, Tommi hat das hier auch schon versucht zu schreiben. Sobald man nicht der Mainstream-Meinung angehört ist man rechts...[/quote]
Ähm sorry, wenn jemand wie der von Dir besagte hier offen Fremdenfeindlichkeit propagiert, ist das dann nicht rechts? :?
MD-Reiner
[quote="FCMcrewBS"][quote="MD-Reiner"]...Ich glaube, Tommi hat das hier auch schon versucht zu schreiben. Sobald man nicht der Mainstream-Meinung angehört ist man rechts...[/quote]
Ähm sorry, wenn jemand wie der von Dir besagte hier offen Fremdenfeindlichkeit propagiert, ist das dann nicht rechts? :?[/quote]
Mehr hast du nicht zu sagen in meinem Beitrag?
Nun, da du Tommi in deine Schublade gesteckt hast, kannst du ihn auch selber fragen. Bitte mache es nicht per PN, denn ich freue mich schon auf seine Antwort hier.
FCMcrewBS
In die Schublade hat er sich mit seinen Äußerungen im Rahmen der ...gida Diskussion hier selbst reinverfrachtet.
CU_Magdeburg
@Aerolith, eine nationalsozialistische und gleichzeitig prorussische Ausrichtung schließt sich nicht aus. Natürlich gibt es da auch unter den Nazis verschiedene Strömungen, genauso wie beim Thema Israel bei den Linken. Eine prorussische Einstellungen scheint für den "modernen Nazi" aber durchaus "in" zu sein. Udo Voigt ist ja auch erst neulich fröhlich zum "großen Bruder" gereist.
@MD-Reiner: Wer mit Russlandflaggen umher läuft, dem Ami an allem Schuld gibt, und Russlands Politik in allem gut heißt ist ja nun offenkundig prorussisch, und das nicht zu wenig. Wer sich neben Nazis stellt, ihre Überzeugungen teilt, ihre Sprüche skandiert und sich wie sie benimmt, ist ein Nazi.
Und ich bin moderat proamerikanisch und proisraelisch. Habe ich auch keine Probleme, dass zu sagen. "Moderat" deswegen, weil in meiner freundschaftlichen Ausrichtung zu diesen beiden Ländern auch ausreichend Kritik enthalten ist. Persönliche Sympathien und "alles gut finden" sind zwei deutliche Unterschiede. Ich habe freundschaftliche Beziehungen zur jordanischen Königsfamilie, weil diese viele schlaue Köpfe in den Reihen hat. Monarchie finde ich dennoch nicht gut. Auch zu der Kurdenpartei habe ich gewisse Sympathien, auch wenn ich deren politische Überzeugungen im Großen nicht teile.
Was mich an der überwältigenden prorussischen Mehrheit in der AfD ganz besonders stört ist dass die ALLES was von dort kommt zum Guten erklären. Dagegen habe ich was, weil alle mal falsche Dinge tun. (Also außer ich natürlich! :mrgreen: )
Und ja, uns geht es sehr gut! Zwar ist die allgemeine Lohnentwicklung nicht durchgängig positiv, sondern verlief teilweise negativ, aber dennoch haben wir noch einen sehr hohen Wohlstand. Das wird auch grundsätzlich so bleiben.
Aerolith
gute antwort, seeyou. in der tat scheint es so zu sein, daß die freunde des rassismus, unsere neunazis, sich inzwischen nicht mehr am [i]slawischen untermenschentumgedanken ihrer väter im geiste[/i], den anhängern der nazi-ideologie, stören und mirnichts, dirnichts dieselben in vorauseilendem gehorsam zur einzigen hoffnung des deutschen übermenschen erklären.
[u]zum thema[/u]: neue deutsche außenpolitik.
allerdings aber gibt es viele möglichkeiten für die deutsche politik, sich geopolitisch einzubringen. eine davon ist der zusammenschluß mit frankreich, rußland und china, eine neue achse, die sich zweifellos gegen britannien, indien (?) und amerika richten würde, vielleicht auch japan und australien. diese möglichkeit ist im augenblick nicht mehrheitsfähig, könnte es aber werden, denn vielen stinkt hierzulande die unterwürfigkeit gegenüber den spitzelgenies aus übersee. eine andere möglichkeit liegt darin, außenpolitisch gar nichts zu tun und sich um solche nebenkriegsschauplätze wie die erhaltung des € zu kümmern oder die durchdrückung von TTIP oder den regenwald zu retten, der schon seit vierzig jahren tot sein soll. eine dritte möglichkeit läge in dem engeren schulterschluß mit amerika. eine vierte wäre die organisation eines von rußland und amerika unabhängigen europäischen verteidigungsbündnisses.
jede dieser möglichkeiten hat ihre vor- und nachteile.
als historiker wäre ich für ein europäisches verteidigungsbündnis unter einschluß rußlands. aber ist das realistisch? was geschieht, wenn die AfD ihre russophilie entwickelt und die Linken die wiederentdecken? (sahra wagenknecht ist hier ganz eindeutig FÜR rußland)
das andere, was mir hier auffällt, ist die verbindung von persönlichem schubkastendenken und sachferne. weil tommi in dem und dem schubkasten steckt, sind seine meinungen von vornherein falsch? anders gesagt: weil peter eine grüne jacke trägt, kann der keine ahnung vom fahrradfahren haben. hä? eben!
ich glaube, es wäre uns allen hier sehr gedient, wenn wir die nicks als nicks nehmen würden und nur das betrachten, was geschrieben steht, nicht aber von vornherein äußerungen deswegen ablehnen, weil sie von jemandem kommen, den wir nicht leiden können. kindergarten.
Stefanie
[quote="Aerolith"] ich bin kein AfD-mitglied. ich bin da sehr kritisch, was die AfD angeht.[/quote]
Warum? Zu wenig Nationalkonservismus?
Aerolith
weiß nicht, ob die AfD zu wenig nationalkonservatismus besitzt. im moment kann ich überhaupt noch keinen bei ihr entdecken, nur rechtspopulismus. allerdings gefällt mir die frauke petry gut. die frau hat haare auf den zähnen. das gefällt mir. aber ob sie... weiß ich nicht. wir werden es erleben.
weil ich parteien für kleinkariert halte, sage ich klar nein zu parteien. da bin ich ganz [url=http://www.vonwolkenstein.de/Datenbank/doku.php?id=schnurzel]schnurzel[/url]. sie reden mal so, mal so, ihre programme haben eine geringe halbwertzeit und am ende muß ich das denken, was die mehrheit in der partei denken soll, andernfalls gibt es streß. und dann diese fraktionsdisziplin! soll ich so abstimmen, wie es verlangt wird oder so, wie ich es für richtig halte? nö, parteien sind was für weicheier oder für leute mit mehr ausdauer, als ich sie habe.
das nationalkonservative dagegen ist etwas, das zwar in der vergangenheit parteipolitisch verwurstet wurde, aber es wird in deutschland auf absehbare zeit keine partei geben, die das repräsentieren könnte, auch die AfD nicht. die wird, schätze ich, zwischen rechtspopulismus und neoliberalismus zerrieben werden. ich nenne dir mal ein paar nationalkonservative: möser, schubart, schiller, fichte, arndt, bismarck, jahn, scharnhorst, humboldt, novalis, goethe, stein... das waren nationalkonservative. da war keiner in einer partei, obwohl es die zu ihren lebzeiten schon gab. rate mal, warum keiner auch nur auf die idee kam, eine partei zu gründen - und trotzdem waren sie alle politisch aktiv und ein paar von ihnen sogar mächtig.
Stefanie
[quote="Aerolith"]
weil ich parteien für kleinkariert halte,... und am ende muß ich das denken, was die mehrheit in der partei denken soll, andernfalls gibt es streß. und dann diese fraktionsdisziplin! soll ich so abstimmen, wie es verlangt wird oder so, wie ich es für richtig halte? [/quote]
In dem Punkt sind wir uns sogar einig. Dieser Fraktionszwang, den es in unserer "Demokratie" angeblich nicht gibt.
Die Frage ist nur, hast du eine Lösung, wie der Staat ohne diese Parteien, in denen ja nur die "Weicheier" sind, funktionieren soll.
Aerolith
ich sagte NICHT, daß in parteien NUR weicheier seien, sondern nur: parteien sind was für weicheier. es ist also durchaus möglich, daß sich mal einer in einer partei verirrt, der ein politischer kopf ist. in manchen parteien traten sie in der vergangenheit sogar gelegentlich auf. es muß sie also geben, die guten leute in den parteien.
deine frage zielt auf eine veränderung des politischen systems. wie jedes politische system hat auch unser gegenwärtiges eine lebenszeit. unseres wird maßgeblich von den parteien getragen. diese parteien verloren in den letzten jahren zunehmend ihr profil, was einerseits die niedrigen wahlbeteiligungen erklärt (die die parteien aber nicht sonderlich stören, weil ihre Anteile, nach denen sich ihre gelder ergeben, bestehen bleiben). andererseits führt ein vakuum der politischen willensbildung rechts immer wieder zu parteigründungen, die aber stets dem gleichen muster anheim- und bald darauf zerfallen. ephemere gebilde.
du fragst, ob ein postmoderner staat ohne parteien funktionieren kann. sicherlich nicht. sicherlich doch. nicht verwirrt sein. die lösung liegt im begriff: was ist eine partei? ein funktuationspunkt der politischen willensbildung. um deine frage zu beantworten: kein postmoderner staat kann ohne funktuationspunkte (mehrzahl) der politischen willensbildung existieren, denn diese punkte bündeln die meinung und zielen auf partizipation der massepartikel, dem staatsvolk. also muß es so etwas wie parteien geben. strittig aber kann das Wie und der anteil dieser parteien sein. und hier ließe sich in der tat vieles tun, um a) den bürger stärker in den politischen prozeß einzubinden, sofern der das will, und b) die gemeinschaft stärken, indem andere funktuationspunkte gebildet werden, die neben den parteien existieren und von diesen nicht ausgehebelt werden können. und dann gibt es noch eine dritte möglichkeit, nämlich die parteien schwächen. alle. wie? indem man ihnen den geldhahn zudreht und parteien zu dem macht, was sie eigentlich sind: PRIVATE vereinigungen von gleichgesinnten. das sind sie nämlich in der BRD schon längst nicht mehr, sondern sozusagen in den staat hineingewachsen und jetzt scheinbar nicht mehr aus diesem herauszudrehen (wie ein unkraut im garten). man verstehe mich hier nicht falsch: parteien sind funktuationspunkte eines postmodernen gemeinwesens und kein unkraut, aber sie können zu unkraut werden, wenn sie sich in den staat hineinfressen und partei- und staatspolitik quasi zum einerlei wird, so, wie es jetzt bei uns aussieht, was aber auch etwas mit der Großen Koalition zu tun hat, aber das ist ein anderes thema.
kurzum: ich denke, parteien sollten private organisationsformen bleiben, sich also ohne irgendwelchen schnickschnack privat finanzieren.
das wäre mein lösungsvorschlag, würde mich jemand fragen. tut aber keiner. :D
MD-Reiner
Um das so schön zu schreiben wie du aero, fehlen mir wohl ein paar Windungen. Aber das stört mich nicht, das ist Natur. Was ich sagen möchte ist, mit deinem Beitrag kann ich gut leben.
Bleibt die Frage der Sicherheit von Staaten. CU hat aufgeschrieben, wen er so alles kennt und wollte sicher damit ausdrücken, dass er sehr wohl unterschiedliche Machtformen nicht nur kennt, sondern weil ihm handelnde Personen bekannt sind, auch unterschiedliche Denkweisen kennen gelernt hat. (ich hoffe CU, ich habe dich da richtig verstanden).
Nun aber zu mir. Ich habe schon so in einigen Staaten gelebt und gearbeitet, habe den Islam kennen gelernt, den Budismus, den Kapitalismus, den Sozialismus, in China- tja was haben die eigentlich, ich habe ein Indianervolk in Südamerika kennen gelernt usw. usf. Und was soll ich euch sagen, alle haben sie auf ihre Machthaber und Regierungen geschimpft und zwar der Macht wegen. Oft gab es Gespräche über Krieg und Frieden und ich habe nicht einen Menschen getroffen, der Krieg gut findet. Habe da vielleicht Glück gehabt, aber wo sitzen diese Leute, denen Krieg wichtiger ist, wie das Wohlergehen von Menschen, das ihre Landes und der "Feinde".
Ich glaube, es gibt einen Zusammenhang zwischen Macht (politisch oder durch eine Religion) und Krieg. Die Frage ist dann, wie diese unsägliche Verbindung aufgespalten werden kann. OK, den Parteien in unseren Gefilden weniger Macht und Einfluss- sehr schön. Aber wie demmt man die ökonomische Macht ein, die Waffenindustrie, die Geheimdienste? Wie bekommt man diese Leute wieder auf den Boden der Tatsachen, die hinter jedem Baum einen Feind sehen?
Was ist mit den Religionen? Und wie macht man den Menschen die der Macht sehr nahe stehen deutlich, dass eigentlich sie diejenigen sind, die für die Ungerechtigkeiten verantwortlich sind? Denn du und du, die normal denkenden, friedliche Menschen und ich sind es nicht! Über Verantwortung muss mehr geredet werden, damit sich die "Hintermänner" nicht weiter verstecken können. Und wir in Deutschland sollen hier in Deutschland entlich ernsthaft damit anfangen. In Russland, China USA sollen andere suchen. Machen sie auch, werden dann aber inhaftiert, gefoltert, umgebracht. Und hier in Deutschland?
Braugold-Fan
[quote="Aerolith"]kurzum: ich denke, parteien sollten private organisationsformen bleiben, sich also ohne irgendwelchen schnickschnack privat finanzieren.[/quote]
Mit so einer "Privatisierung der Parteien" förderst aber genau du das, was alle immer wieder bemängeln: Die Politik wird dann von denen bestimmt, die das Geld haben bzw. wer kein Geld hat, kann seine Interessen nicht mehr vertreten und ist auf den Wohlwollen des Kapitals angewiesen. Man kann natürlich die Meinung vertreten, dass das schon jetzt der Fall sei und sich eh nichts ändern würde. Aber faktisch würdest du mit einer solchen Entwicklung einen Mangel des derzeitigen Systems zum Standard erheben. Ist das wirklich erstrebenswert?
MD-Reiner
[quote="Braugold-Fan"][quote="Aerolith"]kurzum: ich denke, parteien sollten private organisationsformen bleiben, sich also ohne irgendwelchen schnickschnack privat finanzieren.[/quote]
Mit so einer "Privatisierung der Parteien" förderst aber genau du das, was alle immer wieder bemängeln: Die Politik wird dann von denen bestimmt, die das Geld haben bzw. wer kein Geld hat, kann seine Interessen nicht mehr vertreten und ist auf den Wohlwollen des Kapitals angewiesen. Man kann natürlich die Meinung vertreten, dass das schon jetzt der Fall sei und sich eh nichts ändern würde. Aber faktisch würdest du mit einer solchen Entwicklung einen Mangel des derzeitigen Systems zum Standard erheben. Ist das wirklich erstrebenswert?[/quote]
Genau das ist [u]ein[/u] springender Punkt, das Geld einen großen Einfluss haben kann auf die Moral von uns Menschen. Geld- und Geltungssucht sind heute innigst verbunden. Ihr Ursprung ist die Gier. Da die Welt seit langen nur höher, weiter, schneller kennt und uns überall gelehrt wird das dies alternativlos sei, laufen so viele Manipulierte rum. Man merkt schon lange nicht mehr, wie versklavt (ideologisch) man eigentlich ist.
Reich zu sein bezieht seinen Reiz nur dadurch, dass es Armut gibt. Die Armut auf der Welt ist hausgemacht und gewollt.
Wenn jeder Mensch nur in einem gewissen Wohlstand leben würde, was übrigens gar nicht soooo utopisch ist, dann würde niemand mehr reich sein wollen, denn es gäbe nicht den Armen auf den man herabblicken kann. Einfach wie in einer Freundschaft, wo der eine Arbeiter und der andere Millionär ist, es aber keine Rolle spielt. Der Reiche müsste nur noch teilen.
Auf dieser Welt ist genug für alle da, doch nicht für jedermanns Gier. Auf dieser Gier beruht alles Übel, Krieg, Hunger, Machtmissbrauch usw.
Gier ist eng mit Angst verknüpft. Angst der andere könnte besser, schneller sein, mehr Geld verdienen, mehr Kunden haben, ein besseres Produkt verkaufen, eine schönere Frau/ Mann haben, oder unabhängiger leben.
Angst ist das Gegenteil von Liebe. Darum gehen diese Leute mit Macht und Gier auch sprichwörtlich über Leichen. Ihnen hinterher zu laufen ist einfach nur dumm und selbstmörderisch.
Kein Machthaber würde das Geld abschaffen, weil er sich dann selbst abschaft. Also steckt er Teile seines Geldes in die Manipulation. Dabei helfen ihm dann auch noch bewusst und unbewusst Politiker. Das gibt es sogar offiziell und nennt sich Lobbyarbeit. Eine Sache, die abgeschafft gehört.
Es müsste weit mehr geändert werden, als nur die Parteienlandschaft.
Aerolith
mein vorschlag zielte hier in zwei richtungen. der eine punkt ist, dem parteiwesen wieder die basis zu geben, die ein postmodernes gemeinwesen benötigt: die vereinigung privater zur durchsetzung ihrer interessen.
das zweite ist die finanzierung dieses funktuationspunktes innerhalb der politischen diskurses, also des gemeinsamen gesprächs resp. auseinandersetzung. wenn der staat diese privaten interessenverbände unterstützt, kommt es früher oder später zum filz oder, wie man das in österreich nennt, zum proporz.
man darf also staatliche und private interessen nicht mit hilfe der/mehrerer (staatstragender) parteien vermengen, andernfalls betreiben minister, die für das ganze da sein sollen, auch nur parteipolitik und vermengen amt und parteiauftrag. der punkt ist also nicht die finanzierung der parteien, sondern die zurückdrängung ihrer macht. die kann anfangs so erfolgen, daß keine partei zuwendungen vom staat erhält. das argument, daß damit die superreichen die parteipolitik bestimmen, ist aus zwei gründen abzulehnen:
1. eine partei besteht aus tausenden mitgliedern, die ihre interessen durchsetzen wollen. auch für den fall, daß die partei aus hungerleidern besteht, kann sie zur politischen macht werden, denn die eigentlichen politischen mittel des informationstransports sind heutzutage mit wenig geld zuwege zu bringen. die höchsten ausgabenposten bei den parteien bilden die personalaufwendungen. da müssen tausende bezahlt werden, die es sich in ihren sesseln sehr bequem machten. parteien bilden inzwischen staaten im staat. das muß aufhören.
2. das itzige system fördert die politik der lobbyisten, der superreichen, denn wenn der staat die bezahlung des apparats übernimmt, müssen die nur an einigen stellschrauben eingreifen, lassen hier geld fließen und benutzen dieses system zur durchsetzung ihrer langfristigen interessen. es ist also genau andersherum, als braugold vermutet: ein ausbleiben der (weitreichenden) parteifinanzierung durch den staat würde zuerst den ärmeren nutzen, die plötzlich bessere aufstiegschancen erhalten würden, weil sie sich nicht erst als parteiarbeiter jahrelang verdingen müßten und immer auch stallgeruch brauchen, um es bei den arrivierten zu etwas zu bringen.
vielleicht sollte man den alten vorschlag der GRÜNEN mal richtig durchdenken, die amt und mandat trennten, diesen gedanken aber nicht zu ende dachten oder denken wollten: es sollte so sein, daß kein ÖFFENTLICHES amt von einem parteimitglied besetzt werden dürfte, denn dieses steht ja immer im verdacht, die interessen seiner partei über die des gemeinwohls zu stellen. wenn jemand also ein solches amt will, müßte er seine parteikarriere (die ihm sicherlich bei der erreichung des amtes half) aufgeben. ob er dann noch im verdacht steht, für seine partei zu arbeiten, muß die opposition prüfen oder auch die öffentliche kontrolle ergeben.
Oliver
Diese ellenlange Statements sind genauso interessant und inhaltsvoll wie die Berichte von den Parteitagen der SED im ND. :roll:
Aerolith
danke, genosse!
Oliver
Gerne - wenigstens der Dank klappt :-)
MD-Reiner
[quote="Oliver"]Diese ellenlange Statements sind genauso interessant und inhaltsvoll wie die Berichte von den Parteitagen der SED im ND. :roll:[/quote]
Hier ein neuer Versuch, mal auf eine andere Art. Vielleicht besser zum Nachdenken für Leute wie dich, falls deine Stärke eher auf hören liegt:
https://www.youtube.com/watch?v=vS-7vk0-iuw
Wat`n Text + geile Mucke!
Madsen
„Sirenen“
Wasserwerfer, Tränengas alles viel zu weit weg
keine Welt so perfekt
Mord und Todschlag Menschenhass
kein großes Thema für dich
betrifft dich auch nicht
hast du bist jetzt gedacht
hörst du die Sirenen,
sie singen ein Lied
Wir sind hier drinnen und draußen herrscht Krieg
hörst du die Sirenen
Sie weinen für dich
Ich kann's nicht verstehen
Sag mir:
Warum hörst du sie nicht?
Panzer und Pistolen
nur ein Beten macht dich Lebensechter den je
Am Himmel fliegen Drohnen
bringen die Post vor die Tür
machen ein Foto von dir
und du denkst
du bist frei, du bist frei
Hörst du die Sirenen
sie singen ein Lied
wir sind hier drinnen
und draußen herrscht Krieg
Hörst du die Sirenen
sie weinen für dich
Ich kanns nicht verstehen
sag mir:
Warum hörst du Sie nicht?
Hörst du die sirenen?
Sie singen ein Lied
Wir sind hier drinnen
und draußen herrscht Krieg
Hörst du die Sirenen
sie weinen für dich
Ich kanns nicht verstehen
sag mir:
Warum hörst du sie nicht?