Braugold-Fan
Es geht um Definitionen und Bedeutungen, nicht um Griechischvokabeln. Der relevante Part deines Zitates ist daher der, der [b]nicht[/b] fett markiert ist.
Und jetzt ab damit in die Schlangengrube...
Jörn
[quote="Wirbel"][quote="Jörn"][quote="Wirbel"]
Er ist halt ein gut erzogener und linientreuer (also ein "funktionierender") Bundeslemming, der tut und sagt, was man ihm vorgibt, ohne weiter darüber nachzudenken 8-)
Achja: wir leben (angeblich) in einer Demokratie, da hat IMMER das Volk die Macht! Ergo sagt auch das Volk, was richtig oder falsch ist, oder habe ich da vll. einen Denkfehler drin, [b]MD-Reiner[/b]? 8-)[/quote]
haha. kein wunder dass du glaubst, du wohnst in ner diktatur. du hast dir selbst eine völlig aus der luft gegriffene höchstpersönlich eigene definition von demokratie zurechtgelegt und sie stimmt jetzt nicht mit der realität überein. als resultat der (erfundenen) annahme kannst du logischerweise nur folgern, dass dies keine demokratie ist.
p.s. bitte wieder in den meinung für alles thread verschieben.[/quote]
Nein, das glaube ich nicht Tim 8-)
[quote="Wikipedia"]Demokratie (griechisch Δημοκρατία, von δῆμος [dēmos], „Volk“, und κρατία [kratía], „Herrschaft“, vgl. -kratie; [b]wörtlich: Herrschaft des Volkes[/b]) ist ein politisches System, bei dem das Volk eine wesentliche, mitbestimmende Funktion einnimmt. Typische Merkmale einer Demokratie sind freie Wahlen, das Mehrheitsprinzip, die Respektierung politischer Opposition, Verfassungsmäßigkeit und Schutz der Grundrechte (bzw. nur den Staatsbürgern vorbehaltenen Bürgerrechten) und Achtung der Menschenrechte.[/quote]
http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie[/quote]
und wo steht das was von IMMER und davon dass das volk sagt was richtig oder falsch ist. das volk hat in der Demokratie Macht. gewisse Macht. in unserem fall die Macht zu bestimmen wie das gesetzgebene organ, der bundestag, zusammengesetzt wird. nennt sich repräsentative demokratie und ist genauso wie die direkte demokratie, in der das volk nach mehrheitsmeinung über gesetze direkt selbst abstimmt, eine fom der demokratie.
demokratie ist nicht alles gute und tolle was man sich vorstellen kann und wenn irgendwie alles doof ist, ist es dann keine demokratie. demokratie - sowohl die direkte als auch die repräsentative hat schon per defenition ne menge fehler, die vielen leuten zurecht nicht gefallen.
ich fasse zusammen. demokratie ist scheiße und es passieren dort ne menge dinge, die für sehr viele leute blöd sind. herausstechenstes merkmal der repräsentativen demokratie ist, dass das volk aus seiner mitte jemanden wählt, der die gestze bestimmen kann. dass er dies auch im sinne des wählenden tut, ist im übrigen keine voraussetzung der demokratie. und genau dies haben wir - ergo haben wir demokratie. aber wie sagt man so schön. so lang keine bessere herrschaftsform erfunden ist, müssen wir halt damit vorlieb nehmen
Braugold-Fan
"Demokratie" bedeutet nichts anderes als das Recht des Volkes, sich die Regierung zu wählen, die es verdient. ;)
gelöscht
[quote="Jörn"]
ich fasse zusammen. demokratie ist scheiße...[/quote]
Das ist reine Theorie, für die es (ledier) keine praktischen Erfahrungen gibt. Ich sehe unsere Probleme auch eher hier:
[quote]Typische Merkmale einer Demokratie sind freie Wahlen, das Mehrheitsprinzip, die Respektierung politischer Opposition, Verfassungsmäßigkeit und Schutz der Grundrechte (bzw. nur den Staatsbürgern vorbehaltenen Bürgerrechten) und Achtung der Menschenrechte.[/quote]
Ich könnte jetzt an keinem dieser Merkmale erkennen, daß wir in DE eine Demokratie hätten.
In unserem Fall ist die einzige Macht, die das Volk ausüben darf, die, daß das Volk regelmäßig in verfassungswidrigen Wahlen bestimmen darf, wer die nächsten 4 Jahre unser Diktator ist. 8-)
Im Endeffekt ist es aber tatsächlich so, wie es Braugold-Fan gesagt hat.
Jörn
an welcher stelle verstößt was an den wahlen gegen unsere verfassung sprich das grundgesetz? will das nicht in abrede stellen, da ich mich nicht bis in den letzten paragraphen damit beschäftigt habe. ich frage rein interessehalber.
Braugold-Fan
[quote="Jörn"]an welcher stelle verstößt was an den wahlen gegen unsere verfassung sprich das grundgesetz? will das nicht in abrede stellen, da ich mich nicht bis in den letzten paragraphen damit beschäftigt habe. ich frage rein interessehalber.[/quote]
Ich nehme an, dass Wirbel auf die Tatsache anhebt, dass das BVerfG vor geraumer Zeit etwas an der Berechnung der Überhangmandate auszusetzen hatte, weshalb einige Feinheiten des Wahlrechts geändert werden mussten (Stichwort: "negatives Stimmgewicht"). Man muss allerdings schon anständig verwirbelt in der Rübe sein, aus diesem Verfahrensmangel gleich "verfassungswidrige Wahlen" zu machen bzw. die repräsentative Demokratie in ihrer Gesamtheit in Frage zu stellen.
joerk
Nicht soviel Text bitte, ich hab nur 8 Rauchpausen im Büro. Und die Taschentücher sind auch schon alle.
gelöscht
[quote="Braugold-Fan"][quote="Jörn"]an welcher stelle verstößt was an den wahlen gegen unsere verfassung sprich das grundgesetz? will das nicht in abrede stellen, da ich mich nicht bis in den letzten paragraphen damit beschäftigt habe. ich frage rein interessehalber.[/quote]
Ich nehme an, dass Wirbel auf die Tatsache anhebt, dass das BVerfG vor geraumer Zeit etwas an der Berechnung der Überhangmandate auszusetzen hatte, weshalb einige Feinheiten des Wahlrechts geändert werden mussten (Stichwort: "negatives Stimmgewicht"). Man muss allerdings schon anständig verwirbelt in der Rübe sein, aus diesem Verfahrensmangel gleich "verfassungswidrige Wahlen" zu machen bzw. die repräsentative Demokratie in ihrer Gesamtheit in Frage zu stellen.[/quote]
Sag das den verwirbelten Richtern am BVerfG, [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-erklaert-wahlrecht-fuer-verfassungswidrig-a-846221.html]die das entschieden haben[/url] 8-)
bbp
ts ts ts, wirbel, seit wann plapperst (zitierst) du denn was aus den massenmedien nach, die uns doch nur alle verdummen wollen und eh gleichgeschaltet sind...und um eine deiner lieblingsvokabeln zu benutzen: nachdenken ist hier angesagt! :D
bwg
bbp
edit: fertig nachgedacht? okay, der gesetzgeber hat bereits am 21.2.13 ein neues wahlrecht nach den vorgaben des bverfg beschlossen. dieses wird zur wahl am 22.9. angewandt. ergo: argument verpufft.
Aerolith
...
Kille
[quote="Aerolith"]"... ich für meinen teil hoffe, daß die 5%-hürde bald fällt ... viele köche an vielen herden - und jeder hat recht ..."[/quote]
An der zu hohen Anzahl von [i]Köchen[/i] ist letztendlich die Demokratie der Weimarer Republik gescheitert. Ein Land wird durch die zunehmende Zahl an Parteien und der damit verbunden Splitterung der Wahlstimmen, resultierend in einer fehlenden Mehrheit für eine Partei, irgendwann unregierbar, weil es immer schwieriger wird, die für die Bildung einer Regierungs-Koalition notwendigen Kompromiße mit dem Regierungs-Partner zu schließen.
Auf Grund der Anzahl von zu schließenden Kompromißen in einem politischen System mit zuvielen Parteien, kann irgendwann keine der an der Koalition beteiligten Parteien ihr Regierungsprogramm umsetzen (wegen dem sie aber ursprünglich die Wählerstimme bekam), was irgendwann zu einer Politikverdrossenheit und einem Mißtrauen gegenüber Wahlversprechen in der Bevölkerung führt, die dann irgendwann nach einer starken, ordnenden Hand schreit bzw., wie uns die Geschichte der Weimarer Republik lehrt, einem kleinen österreichischen Rattenfänger auf den Leim geht...
Noch stehen den 13 im Reichstag der Weimarer Republik vertretenen Parteien (1932), lediglich 5 Parteien im deutschen Bundestag (2009) gegenüber und machen so die Bildung einer Regierungsmehrheit wesentlich einfacher als z.B. in der Weimarer Republik. Die Aufhebung der 5%-Hürde würde die Anzahl der im Bundestag vertretenen Parteien drastisch nach oben schnellen lassen und die Verabschiedung von Regierungsbeschlüssen oder Abstimmungen zumindest erschweren und auf Dauer (mit zunehmender Anzahl von [i]Köchen[/i]...) sogar lähmen.
Klehmchen
[quote="Wirbel"][quote="Braugold-Fan"][quote="Jörn"]an welcher stelle verstößt was an den wahlen gegen unsere verfassung sprich das grundgesetz? will das nicht in abrede stellen, da ich mich nicht bis in den letzten paragraphen damit beschäftigt habe. ich frage rein interessehalber.[/quote]
Ich nehme an, dass Wirbel auf die Tatsache anhebt, dass das BVerfG vor geraumer Zeit etwas an der Berechnung der Überhangmandate auszusetzen hatte, weshalb einige Feinheiten des Wahlrechts geändert werden mussten (Stichwort: "negatives Stimmgewicht"). Man muss allerdings schon anständig verwirbelt in der Rübe sein, aus diesem Verfahrensmangel gleich "verfassungswidrige Wahlen" zu machen bzw. die repräsentative Demokratie in ihrer Gesamtheit in Frage zu stellen.[/quote]
Sag das den verwirbelten Richtern am BVerfG, [url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesverfassungsgericht-erklaert-wahlrecht-fuer-verfassungswidrig-a-846221.html]die das entschieden haben[/url] 8-)[/quote]
Nur mal so aus Neugier. Warum sollten sich Diktatoren irgendwas von Verfassungsrichter einreden lassen?
Aerolith
...
Kille
[quote="Aerolith"]"... die weimarer republik ging nicht an einer fehlenden 5%-hürde zugrunde ..."[/quote]
Das habe ich auch nicht behauptet, sondern ich habe auf den Fakt (!) hingewiesen, das die Weimarer Republik an der Vielparteienlandschaft zu Grunde ging (und das lange vor 1933), da diese eine einheitliche Regierungspolitik unmöglich machte, Korruption förderte und gleichzeitig jegliches Wachstum hemmte. Ob eine 5%-Hürde in diesem Fall geholfen hätte, weiß ich nicht, bin aber der Meinung, das sie Deutschland heute vor einem politischen Chaos bewahrt.
[quote="Aerolith"]"... hitler errang die macht nicht aus einer 5%-position heraus, sondern als chef der stärksten partei ..."[/quote]
Hitler errang die Macht überhaupt nicht, sondern sie wurde ihm von, dem durch SPD und Zentrum (CDU) unterstützen, Hindenburg freiwillig übergeben. Hätten sich die Arbeiterverräter der damaligen SPD-Führung, wie von einer Vielzahl der SPD-Wähler gefordert, mit den Gewerkschaften an der Roten Einheitsfront beteiligt anstatt Hindenburg zu unterstützen, wäre Hitler nie an die Macht gekommen, da die Wählerstimmen der NSDAP allein dafür nicht ausgereicht hätten. Im Gegenteil: die NSDAP war zum Zeitpunkt der Machtübergabe sogar auf einem absteigenden Ast, während die Kommunisten Zulauf hatten. Leider hielten die damaligen [i]Parteien der Mitte[/i], Hitler für weniger gefährlich bzw. für leichter zu manipulieren, als Teddy Thälmann.
[quote="Aerolith"]"... und ganz anders argumentiert, kille, was soll das für eine demokratie sein, die vorab den leuten sagt: also, wir haben hier zehn parteien, die zusammen auf 44% der stimmen kommen, aber die hürde nicht schaffen. die müssen wir leider wegfallen lassen, wählt also diese leute erst gar nicht, auch wenn es euch nicht paßt ..."[/quote]
Ich bin der Meinung, das ist eine - mehr oder weniger - funktionierende Demokratie. Zu keinem Zeitpunkt behaupte ich das dieses Gesellschaftssystem perfekt oder gerecht ist, es ist aber, im Vergleich mit den möglichen demokratischen Alternativen, das kleinere Übel. Für einen Gesellschaftsumsturz fehlt mir gerade etwas die Zeit...
[quote="Aerolith"]"... ich glaube, die lösung liegt ..."[/quote]
... entweder auf der Strasse oder man geht selber in die Politik und versucht etwas zu ändern. Allerdings befürchte ich das man, bis man sich in die Ebene der Entscheidungsträger [i]hochgeschlafen[/i] hat, selber so geworden ist, wie diejenigen deren Führungsstil man eigentlich verbessern wollte, denn anderfalls kommt man da doch gar nicht hinein, sondern darf als engagierter Lokalpolitiker lediglich Sympathiepunkte für die Parteibonzen sammeln...
Aerolith
...
Klehmchen
[quote="Kille"]Hitler errang die Macht überhaupt nicht, sondern sie wurde ihm von, dem durch SPD und Zentrum (CDU) unterstützen, Hindenburg freiwillig übergeben. Hätten sich die Arbeiterverräter der damaligen SPD-Führung, wie von einer Vielzahl der SPD-Wähler gefordert, mit den Gewerkschaften an der Roten Einheitsfront beteiligt anstatt Hindenburg zu unterstützen, wäre Hitler nie an die Macht gekommen, da die Wählerstimmen der NSDAP allein dafür nicht ausgereicht hätten.[/quote]
Aber auch die Stimmen von SPD und linken Kräften hätten nicht gereicht - in keiner Wahl.
Kille
[quote="Aerolith"][quote="Kille"]... ich habe auf den Fakt (!) hingewiesen, das die Weimarer Republik an der Vielparteienlandschaft zu Grunde ging (und das lange vor 1933), da diese eine einheitliche Regierungspolitik unmöglich machte, Korruption förderte und gleichzeitig jegliches Wachstum hemmte. Ob eine 5%-Hürde in diesem Fall geholfen hätte, weiß ich nicht, bin aber der Meinung, das sie Deutschland heute vor einem politischen Chaos bewahrt.[/quote]
"... das ist kein fakt, sondern eine meinung mit den vielen parteien, die angeblich am untergang der WR schuld sein sollen. ... der punkt ist: die WR und die damit verbundene westliche demokratie in deutschland gingen 1930/33 nicht an der vielparteienlandschaft zugrunde ..., sondern schlichtweg daran, daß die deutschen das "system", wie man die WR immer nannte, nicht haben wollten und deshalb parteien wählten, die gegen das system waren ..."[/quote]
Die Fakten (!) besagen das die Weimarer Republik auf Grund der Stimmenverteilung auf mehr als zehn Parteien unregierbar wurde, da keine Mehrheiten erreicht und Beschlüße gefasst werden konnten, ständig Neuwahlen erforderlich waren und dieses Chaos letztendlich in einer Notverordnungspolitik endete, die zu einer Politikverdroßenheit und Unmut in der Bevölkerung führte, die zu großen Teilen den Glauben an das System der Weimarer Republik verloren hatte, sich zunehmend radikalisierte und einen Systemwechsel forderte, sprich: sich politisch extrem rechts oder links orientierte. Diese Gefahr sehe ich, bei einem Wegfall der 5%-Hürde, auch heute...
[quote="Aerolith"]"... SPD und KPD waren einander spinnefeind.[/quote]
"... Diese Aussage trifft vor allem auf die SPD-Führung zu. Die Arbeiter in den Fabriken und auf der Strasse sahen das allerdings nicht immer so und praktizierten vielerorts, gegen den Willen der eigenen Parteiführung, die Einheitsfront bei örtlichen Versammlungen und lokalen Demonstrationen. Es gibt in Archiven diverse Zeugnisse von Aufrufen der KPD an SPD und Gewerkschaften, die sämtlichst von der SPD-Führung abgelehnt wurden. Die SPD-Bonzen gingen sogar soweit die der KPD nahestehenden Sportler und Vereine aus dem Arbeiter Turn- und Sportbund auszuschließen. Von diesem Teil der Vergangenheit will man bei der "100 Jahre SPD" heute natürlich nichts mehr wissen, die Sieger schreiben eben die Geschichtsbücher...
[quote="Aerolith"]"... zu den demokratischen spielregeln gehört es, daß dem vertreter der stärksten politischen partei der auftrag gegeben wird, eine regierung zu bilden. hindenburg mußte ... dem ungeliebten gefreiten das mandat erteilen ..."[/quote]
Wie ich bereits schrieb: hätten SPD und Zentrum (CDU) diesen Mann, Hindenburg, damals nicht als Reichspräsidenten an die Macht gebracht, hätte er Hitler auch nicht zum Reichskanzler ernennen können.
[quote="Aerolith"]"... die kommunisten brachen 1933 sofort zusammen ..."[/quote]
Das ist nur teilweise richtig. Sie, die jahrelang die Einzigen waren, der sich der NSDAP wirklich in den Weg stellten, waren ja die Ersten, die von den nun mit Polizeivollmachten ausgestatteten SA-Trupps, entsprechend lange existierender Listen, eingesammelt und in wilden Konzentrationslagern eingepfercht wurden. Trotz des Terror, der Beschlagnahme sämtlichen Eigentums und Parteivermögens und des unmöglich gewordenen Wahlkampfes, erhielt die KPD aber bei den Reichstagswahlen im März 1933 aber noch über 12% der abgegebenen Stimmen. Von einem völligen Zusammenbruch kann also keine Rede sein.
[quote="Aerolith"]"... etliche tausend gingen zur SA, die dadurch einen starken linksdrall bekam, was sie 1934 büßen mußte ..."[/quote]
Das ist richtig, man sollte aber dazu anmerken, das die SA nicht gleich NSDAP war. Es gab besonders in in den späten Zwanziger und frühen Dreißiger Jahren viele SA-Mitglieder, die parteilos waren.
[quote="Klehmchen"][quote="Kille"]Hitler errang die Macht überhaupt nicht, sondern sie wurde ihm von, dem durch SPD und Zentrum (CDU) unterstützen, Hindenburg freiwillig übergeben. Hätten sich die Arbeiterverräter der damaligen SPD-Führung, wie von einer Vielzahl der SPD-Wähler gefordert, mit den Gewerkschaften an der Roten Einheitsfront beteiligt anstatt Hindenburg zu unterstützen, wäre Hitler nie an die Macht gekommen, da die Wählerstimmen der NSDAP allein dafür nicht ausgereicht hätten.[/quote]
Aber auch die Stimmen von SPD und linken Kräften hätten nicht gereicht - in keiner Wahl.[/quote]
Ich weiß nicht worauf Du Deine diesbezügliche Aussage stützt, aber es gilt als erwiesen, das bei den letzten Reichspräsidentenwahlen 1932, Hindenburg nur durch die Unterstützung der SPD, des Zentrums (CDU), sowie der freien Gewerkschaften, an die Macht kommen konnte. Hätten diese politischen Kräfte anstatt Hindenburg, Thälmann in der "Einheitsfront gegen den Faschismus" unterstützt (es waren ja nur noch Hindenburg, Hitler und Thälmann als Kandidaten übrig), wäre die Einheitsfront die stärkste politische Kraft gewesen.
Kille
[b]Nachtrag:[/b]
[quote="Aerolith"]"... korruption hat damit auch nichts zu tun. was in der WR als korruption galt, das wird heute in vielen ländern belächelt und als normal hingenommen ..."[/quote]
Die politische Korruption in der Weimarer Republik trug, genau wie heute, maßgeblich zu dem Vertrauensverlust in die Demokratie und die Hinwendung zu einer der extremistischen Parteien bei. Als Beispiel sei nur der von SPD-Reichskanzler Müller und den Rechtsparteien 1928 angestrebte Bau eines (völlig nutzlosen) Panzerkreuzers angeführt. Da sollte den Industriellen - übrigends gegen den Willen der SPD-Parteibasis - ein Regierungsauftrag in Milliardenhöhe zugeschanzt werden, während gleichzeitig die deutschen Arbeiter vor Hunger ihre Schuhsohlen frassen. Nutznießer der damals einsetzenden deutschlandweiten Demonstrationswelle gegen den Bau des Panzerkreuzers, waren in erster Linie extremistische, systemfeindliche Parteien, allen voran die KPD, die ein Volksbegehren für einen Volksentscheid gegen den Panzerkreuzerbau einleitete und so die Massen hinter sich vereinigen konnte, denn der SPD wurde damals von vielen Seiten (berechtigterweise) Heuchelei und fehlende Glaubwürdigkeit vorgeworfen.
Es sind genau solche, oft von Korruption geprägten, Affären, die den Glauben vieler Bürger in die Demokratie erschüttern (auch heute ... beispielhafte Stichwörter: Bankenrettung, Dronen...) und sie in extreme Richtungen treiben.
gelöscht
[quote="bbp"]ts ts ts, wirbel, seit wann plapperst (zitierst) du denn was aus den massenmedien nach, die uns doch nur alle verdummen wollen und eh gleichgeschaltet sind...und um eine deiner lieblingsvokabeln zu benutzen: nachdenken ist hier angesagt! :D
bwg
bbp
edit: fertig nachgedacht? okay, der gesetzgeber hat bereits am 21.2.13 ein neues wahlrecht nach den vorgaben des bverfg beschlossen. dieses wird zur wahl am 22.9. angewandt. ergo: argument verpufft.[/quote]
Da hast Du allerdings völlig Recht! Der Gesetzgeber, also dieses Gremium, daß mittels einer verfassungswidrigen Wahl installiert worden ist, hat unser Wahlrecht geändert. Herzlichen Glückwunsch!
Das ist ja im Grunde genau das gleiche, was der Führer in den 30er Jahren gemacht hat, als er geltendes Recht außer Kraft gesetzt hat, ne?
Argument verpufft!
Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, daß es damals auch einen haufen Menschen gab, die JEDE Maßnahme der Regierung irgendwie "legitimiert" haben und permanent Ausreden für Rechtsbrüche der Regierung gefunden haben. Wo das am Ende hinführte, wissen wir ja alle. Und hinterher haben sich dann all diese Leute, die die Rechtsbrüche der Regierung gebilligt hatten, mit Ausreden wie "Aber wir konnten ja nicht ahnen..." oder "das konnte ja keiner wissen..." usw. reinwaschen wollen!
Ist schon witzig: obwohl in Deutschland PERMANENT auf eben dieser Epoche unserer Geschichte herumgeritten wird, hat praktisch keiner, KEINER, etwas draus gelernt. Die meisten Deutschen sind heute sogar zu blöd, 1 und 1 unfallfrei zusammenzuzählen! Da sieht man mal, wie perfekt die heutige Propagandamaschinerie funktioniert - RTL und BLÖD sei Dank ;!
Daher kommt übrigens auch der o.g. Ausspruch, daß ein Volk immer die Regierung bekommt, die es verdient.
Und genau DESHALB haben wir heute eine Regierung, die illegale Kriege führt, ein ganzes Land (die ehem. DDR) veruntreuen konnte, millionenfach Menschenrechte außer Kraft setzt, das deutsche Volk systematisch zwangsenteignet, mit Freiheitsberaubung zu Zwangsmaßnahmen nötigt und bespitzeln läßt, Steuergelder in Milliardenhöhe veruntreut und weiß der Teufel was noch alles...
Herzlichen Glückwunsch, Deutschland! Aber es ist ja alles in bester Ordnung... :roll:
ForzaFCM
[quote="Wirbel"]obwohl in Deutschland PERMANENT auf eben dieser Epoche unserer Geschichte herumgeritten wird, hat praktisch keiner, KEINER, etwas draus gelernt.[/quote]
KEINER!...außer dir! 
[img]http://forum.eurobiggame.de/images/smilies/verbeugen.gif[/img]