bluesky
Ich wünsche mir schon jetzt, dass "soziale Distanzierung" nicht zur dauerhaften Gesellschaftsdoktrin wird.
Lünebomber
Wir brauchen einfach einen Impfstoff so schnell wie möglich sonst wird es ganz finster, allerdings weltweit.
Jörn
Naja sagen wir mal so. Die kinder sind grad n paar tage zu Hause, die kneipe noch weniger tage zu. Fußball gabs letzte Woche noch und alle kriegen jetzt schon langsam lagerkoller.
In 3-4 Wochen wird wohl die Zustimmung auch geringer und dann muss man auch wieder etwas lockern.
Wurde allerdings auch drauf hingewiesen dass die Maßnahmen vor allem in der anfangsphase wichtig sind.
md_sportfan
Ich tippe darauf, dass die nächste Saison vielleicht verspätet anfängt, aber dann normal (ggf. ohne Winterpause) verläuft.
Derzeit sieht es ja so aus, als ob die Welle "relativ" mild und geglättet durch Deutschland geht und wenn Dietmar Hopps Firma im Herbst einen Impfstoff für Ältere hat, wird es so langsam in Richtung Normalität gehen. Wenn man die deutsche Krankenhaus-Infrastruktur und medizinische Grundversorgung sieht ... die hilft schon viel. Das kommt uns jetzt zugute. In anderen Staaten mit den Gesundheitssysteme (USA und Dritte-Welt-Länder) ... da wird es für arme Alte sehr kritisch, egal ob Influenza, Corona oder Diabetis ... Italien hatte leider mega Pech, dort hat es sich unbemerkt verbreitet und das Gesundheitssystem kolabieren lassen oder die Maßnahmen kamen darum natürlich zu spät und dann hast du sowas wie die Mega-Grippe-Welle.
Wobei die Zahlen zu Corona schwer zu interpretieren sind und Vergleiche schwer sind. Die Italiener testen ja z.B. relativ wenig und zählen "Sterbefälle mit Corona" und nicht "Sterbefälle durch Corona" (Zitat italienische Behörden), während Deutschland sehr viel testet. Die Dunkelziffer wird zudem in Italien sehr sehr viel und bei uns viel über den offiziellen Fällen liegen.
Bitte bleibt alle gesund!
Block 7 Fan
[quote="Deutscher"]Vorhin lief im Fernsehen wieder genau so eine Diskussion, wie sie derzeit oft geführt wird.
Ein Journalist zweifelt nicht an den jetzigen Maßnahmen, mahnte aber davor jetzt Leuten wie Drosten zuviel Macht zu geben, in dem
man eins zu eins seine Empfehlungen übernimmt. Was würde passieren, wenn wir nun die empfohlenen 6 Monate alles herunterfahren? Was macht das mit uns, unserem Alltag, unserem Leben und der Wirtschaft? Sofort wurde er auf diese Fragen pauschal mit den Bildern aus Bergamo abgebügelt. Fakt ist, wenn wir das über einen langen Zeitraum durchziehen, wird es irgendwann hässlich. Firmen gehen pleite, viele Menschen geraten in finanzielle Schwierigkeiten oder stehen vor dem Ruin, was dann wieder neue Probleme nach sich zieht. [color=#c0392b]Man muss inständig hoffen, dass die Maßnahmen beispielsweise über 2-4 Wochen helfen. [/color]Passiert das nicht, werden die Politiker irgendwann vor ethisch schwierigen Fragen stehen.[/quote]
Ein kleiner Lichtblick kommt heute aus Italien, die Maßnahmen scheine zu wirken
Die Steigerungsrate von neu infizierten ist von gestern 14,0% auf heute 10% gesunken.
fischer
... und bei uns von 30 auf 12 %.
Jörn
Die zahlen kannste komplett vergessen. Italien dürfte weit über ne million infizierte haben. Da werden nicht mehr mal leute getestet die direkten kontakt hatten und schwere atemnot und husten haben. Haben auch einfach bessere sachen zu tun als testen.
Klehmchen
[quote="Deutscher"]Vorhin lief im Fernsehen wieder genau so eine Diskussion, wie sie derzeit oft geführt wird.
Ein Journalist zweifelt nicht an den jetzigen Maßnahmen, mahnte aber davor jetzt Leuten wie Drosten zuviel Macht zu geben, in dem
man eins zu eins seine Empfehlungen übernimmt. Was würde passieren, wenn wir nun die empfohlenen 6 Monate alles herunterfahren? Was macht das mit uns, unserem Alltag, unserem Leben und der Wirtschaft? Sofort wurde er auf diese Fragen pauschal mit den Bildern aus Bergamo abgebügelt. Fakt ist, wenn wir das über einen langen Zeitraum durchziehen, wird es irgendwann hässlich. Firmen gehen pleite, viele Menschen geraten in finanzielle Schwierigkeiten oder stehen vor dem Ruin, was dann wieder neue Probleme nach sich zieht. Man muss inständig hoffen, dass die Maßnahmen beispielsweise über 2-4 Wochen helfen. Passiert das nicht, werden die Politiker irgendwann vor ethisch schwierigen Fragen stehen.[/quote]
Nach derzeitigem Stand wie wir hier mit dem Epidemie umgehen, wäre so ein Vorgehen wahrscheinlich eine gesundheitspolitische Katastrophe. Man muss sich doch nur die Zahlen vor Augen führen, was hier derzeit falsch läuft beziehungsweise mit der Idee nach Impfstoff eher ein Griff nach dem letzten Strohhalm ist.
Ich vereinfache mal die Zahlen für eine einfachere Rechenweise. Gehen wir tatsächlich davon aus, dass wir eine Epidemie haben bis 60 Prozent der Bevölkerung eine Infektion hinter sich haben. Das würde in Deutschland knapp 50 Millionen Menschen betreffen. Gehen wir jetzt fernen davon aus, dass entgegen den Zahlen aus Italien nur 5 statt 10 Prozent eine Intensivbehandlung mit Beatmung brauchen, reden wir über 2,5 Millionen Menschen die wir über die Intensivstationen schleifen müssen. Nur muss man im Schnitt einen Patienten mindestens 1 Woche beatmen. In einem Jahr kann man also gut 50 Patienten mit einem ITS-Bett versorgen. Gehen wir jetzt fernen davon aus, dass wir tatsächlich die Kapazitäten fast verdopplen könnten auf 50.000 Betten und diese tatsächlich alle betreiben können und exklusiv für Corona-Patienten nutzen können, sind wir in einem Jahr bei exakt 2,5 Millionen Patienten, die wir versorgen können. Das heißt selbst bei den optimistischsten Annahmen brauchen wir mindestens 1 Jahr "Flatten the curve" um das irgendwie hinzukriegen und wir versorgen neben keine anderen Erkrankungen/Verletzungen. Das ist eigentlich unmöglich. Einen Impfstoff wird man vorher auch nicht haben. Bleibt also nur die Hoffnung auf ein Medikament, womit man mit die Behandlungsdauern verkürzen kann.
Schon deswegen muss man eigentlich hinter diesen Ansatz eine ganz großes Fragezeichen setzen ob das wirklich der richtige Weg ist. Viel mehr sollte man gerade in Anbetracht von Infektionszahlen im zehntausender Bereich noch immer eher daran denken, die Epidemie massiv einzudämmen so wie in Asien. Das aber geht nur mit absolut rigorosen Beschränkungen. Absolute Ausgangssperren, auch Handyortungen jeglicher Kontaktpersonen und dann massive Ausweitungen der Tests. Das es funktioniert zeigen ja Länder wie China und Südkorea, aber auch andere asiatische Länder wie Taiwan, Vietnam oder Singapur, die sich vehement der logarithmischen Expansion ihrer Zahlen verweigern.
Natürlich sind solche Vorgaben für uns Europäer meilenweit von unseren Vorstellungen eines gesellschaftlichen Lebens und Miteinanders entfernt. Aber zeitlich befristet könnte man damit, wenn es so läuft wie in Asien eine Begrenzung der Ausbreitung in 4-8 Wochen schaffen und danach dann immer nur in lokalen Infektionszentren scharfe Maßnahmen fahren.
Wenn wir jetzt nur halbherzig vorgehen und auch nur halbherzig testen und isolieren, werden wir wahrscheinlich sobald wir die Maßnahmen wieder lockern, wieder neue große Ausbrüche erleben und dann immer wieder wie jetzt anfangen und wellenförmig dann immer im Wechsel 4 Wochen alles aufmachen und 4 Wochen wieder alles zumachen und uns wird das dann wahrscheinlich samt wiederkehrenden Einschränkungen verfolgen bis es nächstes oder auch erst übernächstes Jahr einen Wirkstoff gibt. Ich weiß nicht ob das wirklich eine so tolle Lösung ist und ob es nicht doch besser wäre mal für beispielsweise 6-8 Wochen wirklich drastische Einschnitte unserer Freiheiten hinzunehmen. Natürlich immer mit den klaren Vorgaben der zeitlichen Befristungen.
Magdeburg56
[quote="fischer"]... und bei uns von 30 auf 12 %.[/quote]
ich staune immer wieder über deine Fachkompetenz und deine Quellen ;!
bluesky
Muddi muss jetzt auch zuhause bleiben.
Magdeburg56
[quote="bluesky"]Muddi muss jetzt auch zuhause bleiben.[/quote]
eine freiwillige Quarantäne weil sie sich testen lassen hat
fischer
... nö, die hat sich ne Pneumokokkenimpfung verpassen lassen.
Mick Jagger
[quote="fischer"]... nö, die hat sich ne Pneumokokkenimpfung verpassen lassen.[/quote]
aus der VS:
"Bundeskanzlerin Merkel muss sich nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. [b]Sie hatte Kontakt zu einem infizierten Arzt[/b].
Berlin (dpa) l Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit.
Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei."
bluesky
Vielleicht ist es auch ein kleiner Marketinggag nach ihrer Rede. "Seht her, auch ich muss jetzt fein brav sein."
fischer
WZ . "..Der Mediziner habe am Freitagnachmittag bei Merkel eine vorbeugende Pneumokokken-Impfung vorgenommen..."
Mick Jagger
Aber deswegen ist sie nicht in der Quarantäne.
Mick Jagger
[url=https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/darum-ist-die-corona-pandemie-nicht-in-wenigen-wochen-vorbei/][color=#000000]Darum ist die Corona-Pandemie nicht in wenigen Wochen vorbei[/color][/url]
fischer
Der 56er hat geschrieben : " eine freiwillige Quarantäne weil sie sich testen lassen hat", daraufhin hab ich das mit der Impfung geschrieben, denn die Impfung war der Grund für Merkels Kontakt zum infizierten Arzt.
fischer
[quote="Mick Jagger"][url=https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/darum-ist-die-corona-pandemie-nicht-in-wenigen-wochen-vorbei/][color=#000000]Darum ist die Corona-Pandemie nicht in wenigen Wochen vorbei[/color][/url][/quote]
Der Artikel basiert aber auch auf mehreren Annahmen, die plausibel aber deshalb nicht automatisch valide sind. Kann so kommmen oder auch nicht.
Mick Jagger
Ja sicher basiert das nur auf Annahmen. Da niemand in die Zukunft gucken kann, ist alles was von Experten (oder solche die sich dafür halten) kommt, nur Annahme. Da es sich um einen neuen Virus handelt gibt es auch keine Erfahrungswerte. Und alle Erfolge, die bisher erzielt wurden sind, müssen erst überprüft werden. Von daher gehe ich davon aus, dass es kein ruhiges Jahr wird. Und was 2021 angeht, siehe ersten Teil meines zweiten Satzes.